2 2.
6.
10.
b) poetische: Homers Ilias B. 1—12, ein- schliefslich der Privatlektüre. Memorieren aus- gewählter Stellen(ca. 50 Verse). Spamer.
C. B: 6 St.— a) poctische Lektüre: Ilomers Ilias I— XII, einschl. der Privatlektürc. Aus- wendig gelernt wurden: I, 1—7; 528— 530; II, 204; VI, 181; 407— 413; 429—481.
Adam.
b) prosaische Lektüre: Platos Laches und Euthyphron. Lysias, Rede VII, XII. XIII. XXI, XXV. XXXII. Extemporieren aus Xen. Hellenica B. III. In jedem Halbjahre eine kurze deutsche Ausarbeitung. Adam.
Schriftliche Ubungen: Alle 4 Wochen eine Über- setzung aus dem Griechischen in das Deutsche. Grammatische Wiederholungen.
G. A: Spamer. C. B: Adam.
Französisch: 2 St.— a) Lektüre: C. A: Seribe, Bertrand et Raton. D'Hérisson, Journal d'un officier d'ordonnance. Sprechübungen.
C. B: Augier et Sandeau, Le gendre de M. Poirier. Sarcey, Le siège de Paris. Sprech- übungen.
b) Schriftliche Übungen: Übersetzungen aus dem Französischen; Diktate; grammatische Wiederholungen im Anschlufs an Extemporalien und Diktate. C. A: Mosheim.
C. B: Unverzagt.
Hebräisch(wahlfrei): 2 St.(zusammen mit I11). Die Lehre vom Verbum und Nomen, mündlich
und schriftlich eingeübt.— Gelesen wurden einige Abschnitte aus den historischen Büchern. Hochhuth.
Englisch(wahlfrei): 2 St.— a) Grammatik: Deutschbein, Englische Grammatik§ 54— 90. Extemporalien und Diktate.
b) Lektüre: Ausgewählte Abschnitte aus Deutschbein, Irving-Macaulay, Lesebuch. Sprech- übungen. Mosheim.
Geschichte: 3 St. Die epochemachenden welt- geschichtlichen Ereignisse vom ersten Auftreten deutscher Stämme bis zum westfälischen Frieden. Geographische Wiederholungen; Millers Tab. Peutingeriana und Mappae mundi gezeigt und erklärt. In jedem Halbjahr eine deutsche Aus- arbeitung. C. A: Heymach.
C. B: Thomae.
Mathematik: 4 St. a) Arithmetik und Algebra: Arithmetische und geometrische Reihen; Zinses- zins- und Rentenrechnung.
b) Geometrie: Repetitionen aus der Plani- metrie und ebenen Trigonometrie. Stereometrie. C. A: Bücheler. C. B: Seipp.
Physik: 2 St. Die Lehre von dem Gleichgewicht und der Bewegung der Körper. Die Lehre vom Schall. In jedem Halbjahr eine kurze deutsche Ausarbeitung. C. A: Bücheler.
C. B: Seipp.
1.
2
2.
Obersekunda.
Ordinarien: Cötus A: Professor Selvers. Cötus B: Oberlehrer Seipp.
Religionslehre: 2 St.— a) Eoangelische: C. A:
Gelesen und erklärt wurden die Apostelgeschichte und ausgewählte Abschnitte aus den Pauli- nischen Briefen. Kirchengeschichte, erster Teil. Lieder. Spiefs.
C. B: Die Apostelgeschichte. Der I. Brief an die Korinther. Kirchengeschichte, erster Teil. Hochhuth.
b) Katholische(zusammen mit II, 1 des R.-G.): Kirchengeschichte nach Wedewers Grundàriſs, 7. Auflage. Wedewer.
Deutsche Sprache: 3 St.— C. A: Lektüre des
Nibelungenliedes. Gudrun. Ausblick auf d. höfische Epik und Lyrik. ÜUbersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu den übrigen indogermanischen Sprachen. Schillers Spazier- gang, die Jungfrau von Orleans und Wallen- stein; Goethes Egmont; Herders Cid. Freie Vorträge im Anschlufs an die Lektüre, sowie über Freytags Ahnen und Goethes Dichtung und Wahrheit. Die Chrie. Wiederholung der in II2 gelernten Gedichte. Dispositionslehre.
Themata der Aufsätze:
1. Ans Vaterland, ans teure, schlieſs dich an; das halte fest mit deinem ganzen Herzen. Welche Gründe reifen im Dauphin den Entschlufs, über die Loire zurückzugehen? (Klassenaufsatz.)
3. Die wichtigsten Erscheinungen der alt-
deutschen Dichtung. 3
4. Eumaios und Eurykleia, zwei würdige Ver- treter des Sklavenstandes bei Homer. 5. a) Disposition zu Schillers Piccolomini II, 7. Dabei:
b) Die Auseinandersetzung der beiden Picco- lomini im 5. Akte des gleichnamigen Dramas.(Kalssenaufsatz.)
6. Wie benutzte Hannibal den Sieg, den er bei Cannä errungen hatte?
7. Die Frauencharaktere in Schillers Wallen- stein.
8. a) Die Frevel Sanchos und sein Ende. Nach
Herders Cid. b) Cid vor Zamora.(Klassenaufsatz). Spieſs.
be
C. B: Lektüre des Nibelungenliedes sowie ausgewählter Gedichte Walters von der Vogel- weide. Ausblick auf die nordischen Sagen und die grolsen germanischen Sagenkreise, auf die höfische Epik und Lyrik. Übersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu den anderen indogermanischen Sprachen. Schillers Wallenstein und Maria Stuart; Goethes Götz
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