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b) poetische: Homers Ilias B. 1— 12, ein- schliesslich der Privatlektüre. Auswendig ge- lernt wurden: I, 1—7; 528— 530; II, 8— 15. 23— 27, 299, 412— 418; III, 108, 308 u. 309; VI, 181, 407— 413, 429— 481. Steubing.
C. B: 6 St.— a) poetische Lektüre: Homers Ilias— XII, einschl. der Privatlektüre. Aus- wendig gelernt wurden: I, 1—7; 528—530; II, 204; VI, 181; 407— 413; 429— 481.
Adam.
b) prosaische Lektüre: Platos Criton und Apologia Socratis. Lysias, Rede VII, XVI, XXXII, XXXIII, XXIII u. XXXI; extemporiert Xen. Hellenica B. III u. IV z. T. In jedem Halbjahre eine kurze deutsche Ausarbeitung.
Steubing.
Schriftliche Ubungen: Alle 4 Wochen eine Über- setzung aus dem Griechischen in das Deutsche. Grammatische Wiederholungen.
C. A: Steubing. C. B: Adam.
5. Französisch: 2 St.— a) Lektüre: C. A. Sandeau, Mlle de la Seiglièére. Sarcey, Le siège de Paris. Sprechübungen.
C. B: Molière, Les femmes savantes. Thiers, Expédition de Bonaparte en Egypte. Sprech- übungen.
b) Schriftliche UÜbungen: UÜbersetzungen aus dem Französischen; Diktate; grammatische Wie- derholungen im Anschlufs an Extemporalien und Diktate. C. A: Mosheim.
C. B: Unverzagt.
6. Hebräisch(wahlfrei): 2 St.(zusammen mit I 1). Die Lehre vom Verbum und Nomen, mündlich und schriftlich eingeübt.— Gelesen wurden einige Abschnitte aus der Genesis. Spiefs.
7. Englisch(wahlfrei): 2 St.— a) Grammatik: Deutschbein, Englische Grammatik§ 54— 90. Extemporalien und Diktate.
b) Lektüre: Ausgewählte Abschnitte aus Deutschbein, Irving-Macaulay, Lesebuch. Sprech- übungen. Unverzagt.
8. Geschichte: 3 St. Die epochemachenden weltge- schichtlichen Ereignisse vom ersten Auftreten deutscher Stämme bis zum westfülischen Frieden. Geographische Wiederholungen; Millers Tab. Peutingeriana und Mappae mundi gezeigt und erklärt. Deutsche Kolonialkunde. In jedem Semester eine deutsche Ausarbeitung.
C. A: Heymach. C. B: Thomae.
9. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik und Algebra: Arithmetische und geometrische Reihen; Zinses- zins- und Rentenrechnung.
b) Geometrie: Repetitionen aus der Planimetrie und ebenen Trigonometrie. Stereometrie. C. A u. B: Wagenknecht.
10. Physik: 2. St. Die Lehre von dem Gleichgewicht und der Bewegung der Körper. Die Lehre vom Schall. In jedem Semester eine kurze deutsche Ausarbeitung. C. A u. B: Wagenknecht.
Obersekunda.
Ordinarien: Cötus A: Professor Bücheler. Cötus B: Professor Selvers.
1. Religionslehre: 2 St.— a) Erangelische: C. A: Gelesen und erklärt wurden die Apostelgeschichte und ausgewählte Abschnitte aus den Paulinischen Briefen. Kirchengeschichte, erster Teil. Lieder.
Spiefs. C. B: Die Apostelgeschichte. Der I. Brief an die Korinther. Kirchengeschichte, erster Teil. Hochhuth.
b) Katholische:(zusammen mit II, 1 des R.⸗G.): Kirchengeschichte, nach Wedewers Grundrifs, 7. Auflage. Wedewer.
2. Deutsche Sprache: 3 St.— C. A: Lektüre des Nibelungenliedes. Gudrun. Ausblick aufd. höfische Epik und Lyrik. Übersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaft- lichen Beziehungen zu den übrigen indo- germanischen Sprachen. Schillers Spaziergang und Wallenstein; Goethes Götz; Herders Cid. Freie Vorträge im Anschlufs an die Lektüre, sowie über Freytags Ahnen. Die Chrie. Wie- derholung der in II2 gelernten Gedichte. Dis- positionslehre.
Themata der Aufsätze:
1. a) Wie bewährt Siegfried seine Treue bis in den Tod? b) Wie hätte Krimhilt ihren Gatten rächen sollen?(Klassenaufsatz.)
2. Worin zeigt sich die Verblendung der Trojaner?
3. Erkenne dich selbst! Eine Chrie.
4. Das Kriegsgericht über den Obersten Suys. (Klassenaufsatz.)
5. Wie ehrten im homerischen Zeitalter die Griechen ihre Gäste? Nach Hom. Odyss. 14.
. Rom ist nicht in einem Tage erbaut.
. Schilderung einer Winterlandschaft.
. Der Charakter und die Thaten des Cid. (Klassenaufsatz.) Spiefs.
C. B: Lektüre des Nibelungenliedes sowie ds ähider Gedichte Walters von der Vogel- weide. Ausblick auf die nordischen Sagen und die
rolsen germanischen Sagenkreise, auf die höfische Dpik und Lyrik. Übersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaft- lichen Beziehungen zu den indogermanischen Sprachen. Schillers Wallenstein. Goethes Götz von Berlichingen und Egmont. Einige kultur- historische Gedichte Schillers. Repetition ge- lernter Gedichte. Vorträge der Schüler über Leben und Werke deutscher Dichter nach eigner Ausarbeitung. Dispositionslehre.
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Themata der Aufsätze:
1. Wodurch hat Goethe in seinem Epos„Her- mann und Dorothea“ das Auftreten Hermanns vorbereitet?
2. Wie erscheint uns Hagen im Nibelungen- lied?(Klassenaufsatz.).
3. Welche Umstände führen Siegfrieds Tod herbei?
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