Jahrgang 
1899
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griechischer Flachornamente. Anwendung einiger Farben. Besprechung und Einübung grie- chischer Ornament- und Stilformen nach Vor- zeichnungen an der Wandtafel.

Schmidt.

Quarta.

Ordinarien: Cötus A: Oberlehrer Dr. Maurer. Cötus B: Oberlehrer Dr. Thomae.

1. Religionslehre: 2 St. a) Evangelische: Von

der Einteilung der Bibel. Palästina. Lesung wichtiger Abschnitte des alten und des neuen Testamentes und Wiederholung der alttestament- lichen Geschichten bis Samuel; 15 Geschichten aus dem neuen Testament, nach Schäfer II. Aus dem Katechismus: Wiederholung der Auf- gaben von VI und V; der 1. und 2. Artikel, sowie das Gebet, mit Erklärung. Vom Kirchen-

jahr. Vier Kirchenlieder wurden besprochen und memoriert, die früher gelernten wiederholt, C. A: Spiefs.

C. B: Hochhuth.

b) Katholische: 2 St.(zusammen mit IV des R.-G.). Diözesankatechismus: Erstes Haupt- stück. Biblische Geschichte des neuen Testa- hches nach SchustersBibl. Gesch. Kirchen- lieder.

Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 3 St. Der zusammenge-

setzte Satz. Das Wichtigste aus der Wortbil- dungslehre, an typische Beispiele angeschlossen. Alle 14 Tage abwechselnd Rechtschreibe- übungen in der Klasse und schriftliches, freieres Nacherzählen des in der Klasse Gehörten,(teil- weise im Anschlufs an die Lektüre). Lesen und Erklären von Gedichten und Prosastücken aus Hopf und Paulsieks Lesebuch I, 3; Nach- erzählen des Gelesenen. Auswendiglernen und Vortragen der für diese Klasse ausgewählten Gedichte und Wiederholung der früher gelernten. Kürzere Ausarbeitungen.

C. A: Maurer. C. B: Thomae.

3. Lateinisch: 8 St. Im Sommer: 3 St. Lektüre

und 4 St. Grammatik; im Winter: 4 St. Lektüre und 3 St. Grammatik. a) Grammatik: Wieder- holung der Formenlehre. Das Wesentliche aus der Kasuslehre und einzelne Regeln aus der Syntax des Verbums, nach Ostermanns Ubungsbuch für Quarta. Mündliche und schriftliche Über- zetzungen in das Lateinische aus Ostermanns Ubungsbuch für Quarta Wiederholung der früher gelernten Vokabeln. Wöchentlich eine kurze Ubersetzung ins Lateinische im Anschlufs an die Lektüre als Klassenarbeit oder als häusliche Arbeit; in jedem Halbjahr 3 schriftliche Uber- setzungen ins Deutsche. Kurze Ausarbeitungen.

b) Lektüre nach Ostermann. vbungen im Konstruieren, unvorbereiteten UÜbertragen und Rückübersetzen: Einprägen der vorkommenden stilistischen Eigenheiten, wichtigeren Phrasen und synonymischen Unterscheidungen.

C. A: Maurer. C. B: Thomae. 4. Französisch: 4 St. Ploetz-Kares, Elementar-

buch No. 1 25; Diktate, Extemporalien, Sprech-

übungen. C. A: Mosheim. C. B: Unverzagt.

5. Geschichte und Erdkunde: 4 St. a) Geschichte:

2 St. Griechische Geschichte bis zum Tode Alexanders des Grofsen; römische Geschichte bis zur Schlacht bei Aktium. Memorieren der fest- gestellten Zahlen. Kurze Ausarbeitungen.

C. A: Thomae. C. B: Fritze.

b) Erdkunde: 2 St. Physische und politische Erdkunde von Europa aulser Deutschland, insbe- sondere der um das Mittelmeer gruppierten Länder. Entwerfen von einfachen Kartenskizzen. Kurze Ausarbeitungen.

.Im Sommer: Range. C. A: Im Winter: Steubing. GB. Im Sommer: Fritze. Im Winter: Steubing.

6. Rechnen und Mathematik: 4 St. a) Rechnen:

2 St. Dezimalrechnung. Einfache und zu- sammengesetzte Regeldetri mit ganzen Zahlen und Brüchen. Aufgaben aus dem bürgerlichen Leben;(Diesterweg und Heuser III.).

C. A u. B: Paul.

b) Planimetrie: 2 St. Lehre von den Ge- raden, Winkeln und Dreiecken. C. A: Bücheler. C. B: Paul.

7. Naturbeschreibung: C. A u. B je 2 St. Im

Sommer: Vergleichende Beschreibung verwandter Arten und Gattungen von Blütenpflanzen nach vorhandenen Exemplaren. Übersicht über das natürliche Pflanzensystem.-Lebenserscheinungen der Pflanzen. Im FWinter: Niedere Tiere. namentlich nützliche und schädliche, sowie deren Feinde. mit besonderer Berücksichtigung der Insekten. Kurze Ausarbeitungen.

C. A u. B: Güll.

8. Zeichnen: 2 St. Die verschiedenen Curven,

Blattformen einheimischer Pflanzen, zugleich mit Abänderung der gegebenen Form nach dem Gesetz der Symmetrie und teilweiser Verwendung der- selben im Flachornament. Einige griechische Gefäſse im Umrilfs nach Vorzeichnung an der Wandtafel.

Schmidt.