Jahrgang 
1896
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Jüdischer Religionsunterricht.

An dem für die jüdischen Schüler des Gymnasiums und des Realgymnasiums seit Ostern 1885 eingerichteten Religions-Unterichte(vergl. Progr. v. J. 1886, S. 11) haben im abgelaufenen Schul- jahre von den Schülern des Gymnasiums in der oberen Abteilung 9, in der unteren 7 Schüler teilgenommen.

Die obere Abteilung( IIII!) sowie die untere(III VI) unterrichtete der Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. Silberstein.

Durchgenommene Lehrpensa:

Abtheilung I: 2 St. Lesen und Erklärung des Abtheilung II: 2 St. Biblische Geschichte: Koheleth, sowie der Proverben. Von den Hero- Die fünf Bücher Mosis. däern bis Maimonides. Religionslehre: Decalog, Feste.

Silberstein. Silberstein.

Mitteilungen über Turnen und technischen Unterricht. a) Turnen.

Die Anstalt besuchten im Sommer 494 und im Winter 493 Schüler. Von diesen waren befreit:

V Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen UÜbungsarten: =lSonue IWuie Somaer Iuuo Auf Grund ärztlichen Zeugnisses. 17 26 3 4 Aus anderen Gründen..... zusammen. 17 26 3 4 also von der Gesammtzahl der Schüler........ 3,4% 5,2% 0,6% 0,8%

Es bestanden bei 18 getrennt und kombiniert zu unterrichtenden Klassen 18 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 21, zur grölfsten 68 Schüler. Es waren im Sommer und Winter wöchentlich insgesamt 27 Stunden angesetzt und zwar für jede Klasse 3 Stunden. Die beiden Cöten einer jeden Klasse hatten je eine Stunde getrennten und eine Stunde gemeinsamen Unterricht. Diesen erteilten:

Spamer, Oberlehrer am Königlichen Gymnasium in IVa †b.

Dr. Heil, 4. IIIIa †b. Wende,« 3 Va †b. Güll, Lehrer VIa†b; III2a+ b; II2a+ b; I2a †b. Paul, IIIla b; Ila†b.

Da die Turnhalle zugleich auch vom Königlichen Realgymnasium benutzt wird und dadurch in diesem verhältnismäſsig kleinen Raume wöchentlich 50 Turnstunden gegeben werden, so konnten, trotz der Kombination der Klassen, die vorschriftsmäſsigen 3 Turnstunden nicht erteilt werden. Zum Glück befindet sich die Turnhalle in unmittelbarer Nähe der Anstalt, so dals dadurch die Stunden nicht auch noch an sich verkürzt werden.

Beim obligatorischen Turnen wurden in allen Klassen Frei- und Ordnungsübungen, in den Mittel- und Oberklassen auch Ubungen mit Holz- und Eisenstäben, sowie mit Hanteln vorgenommen, und zwar von den einfachsten Übungen bis zu zusammengesetzten Übungsgruppen fortschreitend. Auch Ordnungsübungen in rein militärischen Formen fanden statt. Im Geräteturnen wurde vom Leichten