2. Wie verhielten sich Hermanns Eltern zu seinem Ausspruch:„Lieber möcht' ich mich heute denn je zur Heirat entschlieſsen?“
(Klassenarbeit.)
3. Der Rhein, ein Bild des menschlichen Lebens.
4. Die französische Revolution als Hintergrund in Goethes Hermann und Dorothea.
5. Welche Eigenschaften zeigt Odysseus im neunten Buche der Odyssee?
6. Schuld und Sühne der Jungfrau von Orleans.
(Klassenarbeit.)
7. Wie kam es, dals sich die Trojaner durch Sinon täuschen lieſsen?(Nach Verg. Aen. II, 33— 253.)
8. Wodurch wird im ersten Akte von Lessings Minna von Barnhelm unser Interesse für den Major von Tellheim erweckt?
9. Prüfungsaufsatz: Wodurch wird eine Um- wandlung in Tellheims Gesinnung bewirkt?
Im Sommer: Selvers. Im Winter: Wende.
C. B: Gelesen und erklärt wurden mehrere Balladen Schillers und Uhlands; Goethes Hermann und Dorothea; Lessings Minna von Barnhelm; Schillers Jungfrau von Orleans. Analyse von Prosastücken aus Hopf und Paulsiek für III. Memoriert wurden das Lied von der Glocke, die Kraniche des Ibykus, wiederholt die früher ge- lernten Gedichte. Anleitung zur Abfassung von Aufsätzen durch praktische Übungen i in Auffindung und Anordnung des Stoffes. Die wichtigsten Daten aus Lessings, Schillers und Goethes Leben. Die Hauptformen der Dichtung, insbesondere die Arten der epischen Dichtung.— Tropen und Figuren. Fünf häusliche und vier Klassenaufsätze. Vorträge über das Leben der Dichter, Berichte und Inhaltsangaben aus der Schullektüre.
Themata der Aufsätze:
1. Wie wird in Schillers Kranichen des Ibykus der Mord des Sängers entdeckt? (Klassenaufsatz.) 2. Charakteristik Hermanns.(Nach Goethes Hermann und Dorothea.) 3. Das Main-Rheinthal von Frankfurt bis Bingen in geographischer und geschichtlicher Be- ziehung. Der Cyklop Polyphem.(Klassenaufsatz.) Die fahrenden Sänger im Mittelalter. Was erfahren wir aus den beiden ersten Akten von Lessings Minna von Barnhelm über den Major von Tellheim? 7. Was lehrt den Jüngling der Sturz Phabthon? 8. Welches ist die Notlage des Dauphin Karl, als die Jungfrau erscheint? (Klassenaufsatz.) 9 Prüfungsaufsatz: Die Bedeutung der Glocke für das menschliche Leben;(nach Schiller). Fritze.
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3. Lateinisch: 7 St.— Lektüre 4 St. C. A: Ciceros Reden gegen Catilina I, II.— Auswahl aus Livius I, II und aus Vergil I und II.— Inhalt- von IVI. Lohr.
Von Pfingsten bis Herbst Becker.
C. B: 4 St.— Ciceros Reden gegen Catilina I, II. — Auswahl aus Livius Buch I und II und aus Vergil I und II.— Einige Stellen aus Vergil wurden memoriert.— Inhalt von I-VI. Bis Pfingsten Fritze, dann Eitel. Grammatik 3 St.— Wiederholung der Lehre von den Casus. Tempora und Modi mit Erweite- rungen.— Wöchentlich schriftliche Arbeiten (Extemporalien, häusliche Exercitien und Über- setzungen ins Deutsche). C. A: Bis Herbste Becker, im Winter: Lohr. C. B: Bis Pfingsten Fritze, dann Eitel.
4. Griechisch: 6 St.— Lektüre 4 St. C. A: Xeno- phons Anabasis III, IV und V.— Homers Odyssee I— XII mit Auswahl.— Auswendiglernen einzelner Stellen. C. B: Xenophons Anabasis III, IV und V.— Homers Odyssee I, IX— XI mit Auswahl.— Einige Stellen aus Homer wurden memoriert.
Grammatik: 2 St.— Die Wäta) des Nomens
und die wichtigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre.— Schriftliche Arbeiten(Extempo- ralien, häusliche Exercitien. Übersetzungen ins Deutsche).
C. A: Bis Pfingsten Becker,. C. B: Bis Iſin enen Fritze,— dann Eitel. 5. Französisch: 3 St.— a) Grammatik: Die syn- taktischen Hauptgesetze in Bezug auf Konjunctiv, Particip, Infinitiv, Artikel, Adjektiv. Adverb, Käsusrektion und Präpositionen.— Wiederholung des Fürworts.— Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes.— Schriftliche und mündliche Ubersetzungen ins Französische.— Diktate. C. A: Mosheim. C. B: Unverzagt. b) Lektüre: C. A: Saint-Pierre: Paul et Virginie. — Sprechübungen im Anschlufs an die Lektüre. Mosheim. C. B: Erkmann-Chatrian: Histoire d'un Conscrit. — Sprechübungen. Unverzagt.
6. Geschichte und Erdkunde: 3 St.— Deutsche und preufsische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Grofsen bis zur Gegenwart.— Wiederholung früherer Abschnitte der branden- burgisch- preulsischen Geschichte.— Wiederholung der Erdkunde Europas.— Elementare mathe-
matische Erdkunde. C. A: Spamer.
O. B: Im Sommer: Fritze.
Im ſinter: Müller. 7. Mathematik: 4 St.— a) Arithmetik: Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln.— Definition des Logarithmus und Rechnen mit fünfstelligen Loga- rithmen.— Gleichungen ersten Grades mit meh-
reren Unbekannten und quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten.
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