5. Rechnen: 4 St.— Die vier Grundrechnungsarten mit unbenannten und benannten ganzen Zahlen. Die deutschen Maſse, Gewichte und Münzen, Ubungen in der decimalen Schreibweise. Teilbar- keit der Zahlen.(Diesterweg und Heuser I.)
Im Sommer: Schmitt. Im Winter: Paul.
6. Naturbeschreibung: 2 St.
Im Sommer: Beschreibung vorliegender Blüten- pflanzen; im Anschluss daran Erklärung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten, der leicht erkennbaren Blütenstände und Früchte.
Auf Grund des Ministerial-Erlasses vom
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27.
Im Winter: Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vögel in Bezug auf Gestalt, Farbe und Gröfse nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen oder Schaden. Güll.
7. Schreiben: 2 St.— Die einfachsten Formen des deutschen und des lateinischen Alphabets nach Vor- schrift; Schreiben nach Zählen und Diktat.
Im Sommer: Schmitt. Im Winter: Paul.
Februar 1872(s. Progr. v. J. 1873, S. 34 f.)
waren 38 evangelische Schüler, welche den Confirmanden-Unterricht besuchten, von der Teilnahme am Religionsunterrichte des Gymnasiums für die Dauer des Confirmanden-Unterrichts entbunden.
Jüdischer Religionsunterricht.
An dem für die jüdischen Schüler des Gymnasiums und des Realgymnasiums scit Ostern 1885 eingerichteten Religions-Unterrichte(vergl. Progr. v. J. 1886, S. 11) haben im abgelaufenen Schuljahre von den Schülern des Gymnasiums in der oberen Abteilung 10, in der unteren 7 Schüler teilgenommen.
Die obere Abtheilung(I—III ¹) unterrichtete der Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. Silberstein, die untere(III 2— VI) der Religionslehrer Heinemann.
Durchgenommene Lehrpensa:
Abteilung I: 2 St.— Lesen und Erklärung ausgewühlter Stücke aus den Propheten.— Von Moses Maimonides bis zur Gegenwart. Silberstein.
Abteilung II: 2 St.— Bibl. Geschichte: Saul, Samuel, David, Hiob, Salomo. Könige von Israel mit Hervor- hebung der Propheten Elijahu und Flischa. Memoriert wurden Psalmen und Sprüche Salomos.
Religionslehre: 13. Glaubensartikel nach Mai- monides. Fest- und Fasttage. Gedenktage. Die 10 Bundesworte mit Berücksichtigung folgender Themata: Verbot des Götzendienstes u. Aberglaubens. Heiligkeit des Eides. Elternverehrung. Trauerzeit und deren Vorschriften. Pflichten gegen die Familie, Schule und das Vaterland. Verbot des Diebstahls und des Betruges. Heinemann.
Mitteilungen über Turnen
a) Turnen.
1. Allgemein verbindlicher Unterricht. VI.(Im Sommer 3 St., im Winter 2 St. Schüler- zahl 45, dispensiert 1.)— Leichtere Freiübungen auf und von der Stelle. Leichte Ordnungs- übungen. Klettern. Springen. Leichtere Turn- spiele. Güll. V.(Im Sommer 3 St., im Winter 2 St. Schüler- zahl 43, dispensiert 1.)— Wie in VI. Es kamen hinzu: Holzstabübungen; Ordnungsübungen, Springen, Klettertaue und Kletterstangen, wag- rechte und senkrechte Leitern, Reck. Bewegungs- spiele wie in VI. Thomae.
und technischen Unterricht.
IV.(Im Sommer 3 St., im Winter 2 St. Schüler- zahl 39, dispensiert 4.)— Erweiterte Frei- und
Ordnungsübungen. Geräteturnen wie in V, Turnspiele. Heil. III 2. C. A u. B.(Im Sommer 3 St., im Winter 2 St.
Schülerzahl 73, dispensiert 3.)— Wie in IV. Die Ordnungsübungen wurden erweitert und ebenso
die Turnspiele. Geräteübungen, neu hinzu
kamen: Streckschaukel, Bock und Sturmbrett.
Turnspiele. C. A: Wende. C. B: Güll.
III1. C. A und B.(Im Sommer 3 St., im Winter
2 St. Schülerzahl 55, dispensiert 6.) Erweiterte


