Quinta.
Ordinarius: Oberlehrer Dr. Thomae.
1. Religionslehre: 2 St.— a) Eoangelische: 2 St.
Biblische Geschichte des neuen Testaments nach Schäfer I; Wiederholung des Sexta-Pensums. Die 5 letzten Gebote mit Erklärung. 4 Kirchenlieder wurden besprochen und memoriert. Im Sommer: Schmitt. Im Winter: Paul. b) Katholische:(zusammen mit V des R.-G.) Diöcesankatechismus, zweites und drittes Haupt-
stück mit Auswahl.— Bibl. Geschichte des neuen Testamentes bis zur Auferstehung Jesu mit Aus- wahl. Wedewer.
2. Deutsche Sprache: 2 St.— Der einfache und der
erweiterte Satz. Das Notwendigste vom zusammen- gesetzten Satz. Rechtschreibe- und Interpunktions- übungen in wöchentlichen Diktaten in der Klasse. — Mündliches Nacherzählen, Versuche in schrift- lichem Nacherzühlen, im ersten Halbjahr in der Klasse. im zweiten auch als Hausarbeit.— Lesen und Erklären von Gedichten und Prosastücken aus Hopf und Paulsiek I, 2. Auswendiglernen und Vor- tragen von Gedichten. Thomae.
3. Lateinisch: 8 St.— Wiederholung der regelmäfsigen
Formenlehre, die Deponentia, die unregelmälsige Formenlehre mit Beschränkung auf das Notwendige. — Aneignung ausgewählter Wörter aus dem Wörter- verzeichnisse, sowie der Wörterverbindungen und Redensarten aus dem Anhange des UÜbungsbuches. Wiederholung der in Sexta gelernten Wörter.— Mündliche und schriftliche UÜbersetzungen aus Ostermanns UÜbungsbuch für Quinta, besonders der zusammenhüngenden Stücke; UÜbungen im Kon- struieren und Rückübersetzen. Inductive Ableitung einiger wichtigen syntaktischen Regeln aus dem Lehrstoff, sowie notwendigestilistische Anweisungen. — Wöchentlich eine halbstündige Klassenarbeit im Anschluss an den Lesestoff, Reinschriften der- selben; abwechselnd, damit besondere, in der Klasse vorbereitete UÜbersetzungen als Hausauf-
gaben. Thomae.
4. Geschichte und Erdkunde: 3 St.— Erzählungen
aus der sagenhaften Vorgeschichte der Griechen und Römer.— Physische und politische Erdkunde Deutschlands. Weitere Einführung in das Ver- ständnis des Globus und der Karten. Anfänge im Entwerfen von einfachen Umrissen an der Wand-
tafel. Thomae.
5. Rechnen: 4 St.— Teilbarkeit der Zahlen wieder-
holt; gemeine Brüche. Einfache Regeldetri-Auf- gaben nach dem Zweisatz. Deutsche Mafse, Ge- wichte und Münzen wie in VI. (Diesterweg und Heuser II.) Im Sommer: Schmitt. Im Winter: Paul.
6. Naturbeschreibung: 2 St.
Im Sommer: Vollständige Kenntnis der äufseren Organe der Blütenpflanzen im Anschluss an die Beschreibung und Vergleichung verwandter, gleich- zeitig vorliegender Arten.
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Im Winter: Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vögel nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebens- weise, ihren Nutzen oder Schaden. Güll.
7. Schreiben: 2 St.— Fortgesetzte Ubung in Schön- und Schnellschrift nach Vorschrift und Diktat. Im Sommer: Schmitt. Im Winter: Paul.
8. Zeichnen: 2 St.— Zeichnen ebener gradliniger und krummliniger Gebilde im Klassenunterricht nach Wandtafeln, erläutert durch Vorzeichnen an der Schultafel. Im Sommer: Kreutzer.
Im Winter: Jacobi.
Sexta. Ordinarius: Oberlehrer Spamer.
1. Religionslehre: 3 St.— a) Eoangelische. Biblische Geschichten des alten Testaments nach Schäfer I. Vor den Hauptfesten die betreffenden Geschichten des neuen Testaments.— Die fünf ersten Gebote mit Erklärung. Vier Kirchenlieder wurden be- sprochen und memoriert.
Im Sommer: Schmitt. Im Winter: Paul.
b) Katholische(zusammen mit VI des R.-G.) Diöcesankatechismus, Erstes Hauptstück mit Aus-
wahl.— Bibl. Geschichte des alten Testamentes mit Auswahl.— Erklärung der hl. Messe; Gebete.
. Wedewer. 2. Deutsche Sprache: 3 St.— Lesen von Gedichten
und Prosastücken aus Hopf und Paulsieks Lese- buch I, 1. Redeteile und Glieder des einfachen Satzes; Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Rechtschreibeübungen in wöchentlichen Diktaten in der Klasse. Mündliches Nacherzählen von Vorerzähltem. Auswendiglernen und ver- ständnisvolles Vortragen von Gedichten.
Spamer.
3. Lateinisch: 8 St.— Formenlehre mit strengster Be- schränkung auf das Regelmäfsige und mit Aus- schluss der Deponentia im Anschluss an Oster- manns Ubungsbuch für Sexta. Lernen ausgewählter Wörter aus dem Wörterbuch des Übungsbuches. Einige elementare syntaktische Regeln. Wöchent- lich eine selbständige Klassenarbeit im Anschluss an den Lesestoff und Reinschrift derselben; gegen Ende des Schuljahres statt dieser auch be- sondere, in der Klasse vorbereitete Ubersetzung als häusliche Arbeiten. Spamer.
4. Geschichte und Erdkunde: 3 St.— Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte, wobei von Gegenwart und Heimat ausgegangen wurde. Geo- graphische Grundbegriffe in Anlehnung an die nächste örtliche Umgebung. Anleitung zum Ver- ständnis des Globus und der Karten. Oro- und hydrographische Verhältnisse der Erdoberfläche im allgemeinen und Deutschlands insbesondere ohne Zugrundlegung eines Lehrbuches. Spamer.


