der Lehre vom schwachen Verbum mündlich und schriftlich eingeübt.— Gelesen wurden mehrere Abschnitte aus der Genesis. Spiefrs.
7. Englisch:(wahlfrei) 2 St. a) Grammatik: Wieder- holung einzelner Kapitel aus Gesenius I. Extem- poralien und Diktate.
b) Lektüre: W. Irving: The Sketch Book. Marryat: Peter Simple. Im Anschluss an die Lektüre fanden Sprechübungen statt.
. Müller II.
8. Geschichte: 3 St. Die epochemachenden welt- geschichtlichen Ereignisse vom ersten Auftreten deutscher Stämme bis zum westfälischen Frieden.
Thomae.
9. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik und Algebra: Gleichungen zweiten Grades mit mehreren Unbe- kannten. Arithmetische und geometrische Reihen; Zinseszins- und Rentenrechnung.
b) Geometrie. Repetitionen aus der Planimetrie und ebenen Trigonometrie. Stereometrie. C. A: Bücheler. C. B: Klau.
10. Physik: 2 St. Die Lehre von dem Gleichgewicht und der Bewegung der Körper.
C. A: Bücheler. C. B: Klau.
Obersekunda.
Ordinarien: Cötus A: Professor Fritze. Cötus B: Professor Dr. Flach.
1. Religionslehre: 2 St.— a) Evangelische. Gelesen und erklärt wurden die ganze Apostelgeschichte, sowie ausgewählte ergänzende Abschnitte aus den Paulinischen Briefen. Das Kirchenjahr. Sprüche. Lieder. Luthers Leben im Anschluss an das Reformationsfest. Spiefs.
b) Katholische(zusammen mit II, 1 des R.-G.). Apologetik nach Wedewers Grundriss. Wedewer. 2. Deutsche Sprache: 3 St.— C. A: Gelesen und erklärt wurden Schillers kulturhistorische Gedichte, Klage der Ceres, Herkulanum und Pompeji, Wallenstein, Jungfrau von Orleans, Maria Stuart; Goethes Götz von Berlichingen; das Nibelungenlied mit Auswahl; im Anschluss an die Lektüre wurden einige Abschnitte der Litteraturgeschichte besprochen, ebenso die wichtigsten Kapitel der Poetik.— Memoriert wurden einzelne Abschnitte des Gelesenen, wiederholt die in Untersekunda- gelernten Gedichte.— Vorträge über ältere und neuere vaterländische Dichter und deren Werke. Grundzüge der Dispositionslehre.
Themata der Aufsätze: 1. Die Eroberung Sagunts nach Livius. (Klassenaufsatz.) 2. Ende gut, alles gut.(Chrie.) 3. Weshalb erfüllt uns der Verlauf der Ereignisse in Schillers Piccolomini mit ernsten Be- fürchtungen für Wallenstein? 4. Eine Herbstlandschaft. Metrische Arbeit. 5. Die Erniedrigung Frankreichs bis zum Auf- treten der Jungfrau von Orleans.— Nach Schillers romantischer Tragödie.
6. Jeder ist seines Glückes Schmied. (Klassenarbeit.) 7. Wer am Wege baut, hat viele Meister. 8. Die edlen Charaktere in Schillers Maria Stuart.(Klassenaufsatz.) Spiefs. C. B: Gelesen und erklärt wurden: Schillers kultur- historische Gedichte: der Spaziergang, Klage der Ceres, Eleusische Fest, Schillers Jungfrau von Orleans und Wallenstein, Goethes Götz von Ber- lichingen. Im Anschluss an das Hilfsbuch von Herbst die höfische Epik und Lyrik und Proben aus dem Urtext des Nibelungenliedes und einige leichtverständliche Lieder Walters von der Vogel- weide. Übersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu den übrigen indogermanischen Sprachen. Zu- sammenfassender Rückblick auf die Arten der Dichtung. Vorträge über deutsche Dichtungen, nach eigenen Ausarbeitungen. Memoriert wurde Schillers Eleusisches Fest. Wiederholung der in II2 gelernten Gedichte.
Themata der Aufsätze:
1. Brachte die Kultur den Menschen nur Segen? (Nach Schillers Spaziergang).
2. Der Ackerbau die Grundlage der Kultur. ac Schillers Spaziergang und Eleusischem Fest).
3. Welche Motive bestimmen Wallenstein zum Abfall und Verrat?
(Nach Schillers Wallenstein).
4. Angabe des Inhalts von Wallensteins Lager.
5. Die beiden Piccolomini.(Nach Schillers Wallenstein).(Klassenarbeit).
6. Wodurch fühlt sich Bruder Martin in Goethes Götz zu dem Haupthelden hingezogen?
7. Götzens Auftreten in der zweiten Scene des
vierten Aktes.(Klassenarbeit).
8. Inwiefern handelt Götz unklug und kurzsichtig? (Klassenarbeit.) Flach.
3. Lateinisch: 6 St. Lektüre: 5 St.— C. A Cicero de
imperio Cn. Pompei; Livius XXI und XXII(mit Auswahl): Sallust de bello Jugurth. Vergil Aeneis zweite Hälfte nach einem bestimmten Kanon; einige Stellen wurden memoriert. Fritze. C. B: Cicero de imperio Cn. Pompei. Sallust de coniuratione Catilinae. Livius XXII mit Aus- wahl. Vergils Aeneis zweite Hälfte, wie Coet. A. Auswendiglernen einzelner Stellen aus Vergil. Flach. Grammatik: 1 St. C. A u. B: Stilistische Zu- sammenfassungen und grammatische Wieder- holungen; alle 14 Tage abwechselnd Extemporalien oder Exercitien, alle 6 Wochen eine Übersetzung als Klassenarbeit; in jedem Tertial eine lateinische Inhaltsangabe. Fritze. Flach.
4. Griechisch: 6 St.— Lektüre: 5 St. C. A: Xeno-
phons Hellen. III, IV. V. Herodot, VII und VIII; Ilomers Odyssee, XIII—XXIV, einzelne Stellen aus Homer wurden memoriert. Fritze. C. B: Xenophons Memorabilien I u. II; Herodot IX. Homers Odyssee XIII—XXIV mit Auswahl;
Auswendiglernen einzelner Stellen aus Homer. Flach.


