Untersekunda.
Cötus A: Oberlehrer Dr. Adam. Cötus B: Gymnasiallehrer Fritze.
1. Religionslehre: a) Evangelische. C. A u. B je 2 St. — Wiederholung des Katechismus. Gelesen und erklärt wurden die evangelischen Perikopen der festlichen Hälfte des Kirchenjahres; einige Abschnitte
Ordinarien:
aus der Trinitatiszeit.— Kirchengeschichte bis zu den Vorreformatoren(einschließslich).— Kirchen- lieder. Spiefs. Lohr.
b) Katholisehe. 2 St.(komb. mit II 2 des R.-G.). Zweiter Teil der Kirchengeschichte, von Gregor VII. bis zum XVII. Jahrhundert.(Nach Wedewers „Grundrißs der Kirchengeschichte“, III. Aufl.)
Wedewer.
2. Deutsch: 2 St.— Gelesen und erklärt wurden: Das Nibelungenlied in der UÜbersetzung von Kamp; Schillers Balladen,„Das Lied von der Glocke“ und „Wilhelm Tell“. Einzelne Gedichte wurden memo- riert. Repetition früher gelernter Gedichte. Das Wichtigste aus der Poetik.
Themata der Aufsätze:
Inwiefern behalten wir in Schillers Ballade „Die Kraniche des Ibykus“ durch das ganze Gedicht hin ein lebhaftes Interesse für den Sänger?
2. Wie zeigt sich die Macht des Gesanges in den Uhlandschen Gedichten„Der blinde König“, „Das Schifflein“,„Bertran de Born“,„Taillefer“ und„Des Sängers Fluch“?
3. Weshalb und auf welche Weise wird Siegfried von Hagen ermordet?(Klassenaufsatz.).
4. Was macht die Erscheinung Siegfrieds so an- ziehend?
5. Welche Züge mildern das Grauenhafte in dem
Charakter Hagens?
Wohlthätig ist des Feuers Macht,
Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,
C. A: 1.
6.
Doch furchtbar wird die Himmelskraft, Wenn sie der Fessel sich entrafft. (Klassenaufsatz.) .. Die Wohnung des Polyphem.(Nach Homers Odyssee, Buch IX.)
8. Inwiefern erringt der Ritter in Schillers„Kampf mit dem Drachen“ einen doppelten Sieg, und welcher von beiden ist der Plcrreichstof
9. Inwiefern wird in Schillers„Gang nach dem Eisenhammer“ der Gedanke verherrlicht, daſs fromme Unschuld unter dem besondern Schutze
2 Gottes stehe?(Klassenarbeit.)
10. Welche Thatsachen drängen die Waldstätte zur Verschwörung auf dem Rütli, und welches sind die Beschlüsse dieser Ver sammlung?(Nach Schiller.) Schlaadt.
C. B: 1. Cicero und Catilina.(Klassenarbeit.)
2. Welche Umstände führten die Entdeckung und Bestrafung der Mörder des Ibykus herbei?
3. Siegfrieds Leben bis zur Fahrt nach Isenland. (Nach dem Nibelungenlied.)
4.„Des Sängers Fluch“ von Uhland, verglichen mit Goethes Gedicht:„Der Sänger“
—
5. Wie erscheint uns der Charakter Hagens im Nibelungenliede?
6. Welche Scenen aus dem Familienleben stellt uns Schiller im„Lied von der Glocke“ dar?
7. NXenophons Thätigkeit auf dem Rückzuge von Trapezunt bis zum Bosporus.(Nach Xen..Anab. Vund VI.)
8. Wie unterscheidet sich Schillers„Taucher“ be- züglich seines Inhalts von der quellenmäſsigen Uberlieferung?
9. Welches Bild entwirft Schiller in der„Glocke“ von einer Feuersbrunst?(Klassenarbeit.)
10. Gertrud, Stauffachers Gattin.(Ein Charakter- bild.) W. Schmidt.
3. Lateinisch: C. A u. B je 8 St.— a) Grammatik:
Syntax der Casus, Präpositionen, Orts-, Raum- und Zeitbestimmungen. Gebrauch der Nomina und Pro- nomina; der koordinierenden Konjunktionen, sowie der Partikeln. Wöchentlich abwechselnd Exercitium und Extemporale. b) Prosaische Lektüre: C. A: Livius Buch V C. B: Cicero, orat. Cat. I, II, Livius XXI. c) Poetische Lektüre: C. A: Vergils Aeneis I und II(mit Auswahl). C. B: Vergils Aeneis III und IV(mit Auswahl). C. A: Adam. C. B: Fritze. 4. Griechisch: C. A u. B je 7 St.— a) Grammatik: Syntax des Artikels, der Casus und Präpositionen nach CGurtius. Übersetzen aus Böhmes Ubungsbuch. Wöchentlich abwechselnd Exercitien und Extem-
Ciceros Cato maior,
poralien. b) Prosaische Lektüre: C. A: Xen. Anab. II, III, IV. C. B: Xen. Anab. V, VI, VII. .A: Adam. . B: Fritze.
0) Poetische Lektüre: C. A: Nene Odyssee IX und X. Einzelne Stellen wurden memoriert.
Schlaadt. Auswendig I, Kuberka.
5. Französisch: 2 St.— a) Grammatik: Plötz' Schul- grammatik, Lekt. 46— 65; alle 14 Tage abwechselnd Exercitien und Extemporalien.
b) Lektüre: C. A: Lüdeckings Lesebuch I, aus- gewählte Stücke aus dem Abschnitt„Geschichte“; Thiers, die ägyptische Expedition der Franzosen, Jägersche Ausgabe, Kap. I.
C. B: Lüdeckings Lesebuch I, ausgewählte Stücke aus dem Abschnitt„Geschichte“; Thiers, die ägyp- tische Expedition der Franzosen, Jägersche Aus- gabe, Kap. III. Ammann.
6. Hebräisch: 2 St.(kombiniert mit Obersekunda). Elementarlehre, das starke Verbum mit seinen Suffixen nach Seffer, mündlich und schriftlich ein- geübt. Spiefs.
B: Homer, Odyssee I, II, III. 1— 62. Schmitt II.
7. Englisch(fakultativ): 2 St.(kombiniert mit II 1). Ammann.


