Jahrgang 
1932
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de Liſte. Namen der Seminarmitglieder eingetreten ausgeſchieden

423 Barchfeld, Walter, aus Wolfsanger, Bez. Kaſſel Herbſt 1930 Herbſt 1931 424 Bindſeil, Werner, aus Simmern, Rheinpr. Frühjahr 1931 1931 425 Freudenſtein, Heinrich, aus Maden, Bez. Kaſſel Herbſt 1930 Herbſt 1931 426 Dr. Genau, Anton, aus Hohenweſel, Weſtfalen 427 Moſen, Johannes, aus Vallendar, Rheinprovinz 428 Scherf, Paulus, aus Bad Orb, Bez. Kaſſel 4 429 Dr. Schmitt, Norbert, aus Frankfurt a. M. Frühjahr 1931 Frühjahr 1932 430 Dr. Sinzig, Johann, aus Köln 431 Bewerunge, Hubert, aus Bontenbroich, Kr. Grävenbroich 432 Dr. Eickhoff, Johannes, aus Bremen 433 Hinz, Friedrich, aus Offenbach 434 Dr. Hohfeld, Eduard, aus Limburg. 435 Keil, Heinz, aus Nauheim 436 Dr. Neuhaus, Robert, aus Steele, Kr. Eſſen Herbſt 1931 437 Dr. Schlitt, Karl, aus Rüdesheim a. Rh. 438 Dr. Bartels, Robert, aus Beinum, Kr. Goslar 439 Dr. Chriſt, Heinrich, aus Wiesbaden 440 Dr. Feiſe, Jürgen, aus Einbeck, Pr. Hannover 441 Dr. Lentz, Gerhard, aus Rörchen, Kr. Naugard 442 Dr. Offermanns, Ludwig, aus Kirn, Kr. Kreuznach 443 Strache, Hans, aus Stolzenhagen, Brandenburg

Miniſterialrat Adam Weil.

Sein Leben und Wirken in Weilburg.

Im Sommerhalbjahr 1921 wurde das pädagogiſche Seminar in Weilburg von 16 Kandidaten des land⸗ wirtſchaftlichen Lehramtes beſucht. Zu ihnen zählte auch Adam Weil, einer Bauernfamilie aus Finthen bei Mainz entſtammend. Nachdem er im vorhergehenden Winterhalbjahr von der Landwirtſchaftskammer in Wiesbaden bereits mit der Leitung der Landwirtſchaftsſchule in Hachenburg betraut worden war, wid⸗ mete er ſich ſeiner weiteren pädagogiſchen Ausbildung, im Sommerhalbjahr 1921 in Weilburg beginnend. Mit dem Landleben von Haus aus vertraut, machte ihm das landwirtſchaftliche Unterrichtsweſen und die damals noch in ganz beſcheidenem Umfang betriebene Wirtſchaftsberatung keine Schwierigkeiten. A den Kollegen ſeines Jahrganges verband ihn ſein goldener Humor und ſeine kameradſchaftliche Geſinnung.

Im Winterhalbjahr 1921/22 betreute Adam Weil wiederum die Schule in Hachenburg, um im Som⸗ merhalbjahr 1922 in Hildesheim ſeine pädagogiſche Ausbildung zum Abſchluß zu bringen und dann er⸗ neut nach Hachenburg zurückzukehren. Hier auf dem hohen Weſterwald, inmitten eines rauhen Klimas und einer ſchwer zu behandelnden Bevölkerung, erkämpfte er ſich die Achtung und Liebe ſeiner Bauern. Gar manchmal erzählte er ſpäter leuchtenden Auges beſonders von dieſer Zeit. Dann glaubte man die rauhe, aber geſunde Höhenluft zu ſpüren! Es läßt ſich verſtehen, daß er ſtolz darauf war, beim Ringen um die Seele ſeiner Bauern als Sieger hervorgegangen zu ſein. Unter keinen Umſtänden wollten ſie ihn ziehen laſſen, als er im Frühjahr 1923 nach Weilburg berufen wurde. Wir können begreifen, daß auch ihm, deſſen Weſen durch treueſte Aahänglichkeit gekennzeichnet war, der Abſchied von ſeinen Weſterwälder Bauern ſchwer wurde. Die Ausſicht auf einen größeren Wirkungskreis und die Rückſicht auf ſeine Fa⸗ milie gaben ſchließlich den Ausſchlag. Die Tatſache, daß die Landwirtſchaftskammer in Wiesbaden unter Mitwirkung von Studiendirektor Dr. Helmkampf den erſt 30jährigen Landwirtſchaftslehrer nach mean berief, war eine Auszeichnung für ihn. Er hat das in ihn geſetzte Vertrauen glänzend ge⸗ rechtfertigt.

Als Leiter der Landwirtſchaftsſchule in Weilburg war er zugleich Dozent an dem pädagogiſchen Se⸗ minar für Landwirtſchaftslehrer. In dieſer Eigenſchaft hat er auf dem Gebiet der Wirtſchaftsberatung, die damals in neue Formen übergeführt wurde, bahnbrechend gewirkt. Eine ganze Reihe hervor⸗ ragender Eigenſchaften machte Adam Weil zum Berater in des Wortes ſchönſter und umfaſſendſter Bedeutung. Ein guter Menſchenkenner, geiſtig beweglich, befähigt, ſein reiches Fachwiſſen mit beredten Worten auszuwerten, geſchickt als Organiſator, begeiſtert für ſeinen Beruf, war er des Erfolges als

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