V. Schule und Elternhaus. In dem Beſtreben, die Beziehungen zwiſchen Schule und Elternhaus zu vertiefen, wurde zu Beginn jedes Schulhalbjahres eine Elternzuſammenkunft veranſtaltet. Es wurden dabei Vorträge über Zeichnen und Muſik ſowie über den Deutſchunterricht gehalten.
9. Leibesübungen.
Den Leibesübungen aller Art wird beſondere Sorgfalt gewidmet. Ein Beweis dafür iſt unter an⸗ derem die Tatſache, daß 15 Schüler ſich das Turn⸗ und Sportabzeichen erwarben.
10. Pflege der Muſik.
Die Muſik wird nicht nur im planmäßigen Unter⸗ richt gepflegt, ſondern auch durch ein kleines Orche⸗ ſter und eine der Schule gehörige Radioeinrichtung.
11. Unterricht in Engliſch.
Für die 2 oberen Klaſſen beſteht wahlfreier eng⸗ liſcher Unterricht mit je 3 Wochenſtunden, die nach⸗ mittags gegeben werden. Es wird das Lehrbuch der engliſchen Sprache von Kurt Linke zugrunde gelegt.
12. Die Verſuchs⸗ und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.
Die Schule verfügt zur Zeit über 2 ha 31 a Ver⸗ ſuchsfelder. Davon liegen 37 a unmittelbar vor der Schule.
13. Die Bücherei. a. Die Lehrerbüchereiumfaßt etwa 5850 Werke. b. Die Seminarbücherei umfaßt etwa 400 Werke. c. Die Schülerbücherei umfaßt rund 500 Werke.
14. Die Sammlungen der Anſtalt
ſind reichhaltig ausgeſtattet und ſetzen ſich zuſammen aus: 1. Lehrmittel⸗Sammlung für den landwirtſchaftli⸗ chen Unterricht, 2. Lehrmittel⸗Sammlung für den botan.⸗zoologiſchen Unterricht, Lehrmittel⸗Sammlung für den chemiſch⸗phyſikali⸗ ſchen Unterricht, Lehrmittel⸗Sammlung für den Unterricht in Erd⸗ kunde, Geſchichte, Sprachen, Lehrmittel⸗Sammlung für den Unterricht in Feld⸗ meſſen und Nipvellieren, Lehrmittel⸗Sammlung für den Unterricht in Zeich⸗ nen.
15. Ausflüge und Beſichtigungen werden regelmäßig ausgeführt und dienen zur Un⸗ terſtützung des Klaſſenunterrichts.(Vergl. Seite 7.)
16. Schülervereine.
B. D. A.
Dem Verein für das Deutſchtum im Ausland ge⸗ hörten 60 Schüler an. Im September 1931 betei⸗ ligten ſie ſich an der Werbetätigkeit und ſammelten 138 RM.
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B. Mit der Landwirtſchaftsſchule verbundene Anſtalten und Veranſtaltungen.
1. Das ſtaatliche pädagogiſche Seminar
dient der Ausbildung der Kandidaten des landwirt⸗ ſchaftlichen Lehramts an landwirtſchaftlichen Lehr⸗ anſtalten. Bewerber haben das Reifezeugnis einer 9klaſſigen höheren Schule, 3 Jahre landwirtſchaft⸗ liche Praxis, 6 Semeſter Studium und das Dip⸗ lomexamen nachzuweiſen.
Wer das Seminarjahr ableiſten will, hat vor Oſtern, bezw. Herbſt ein Geſuch an das Miniſterium für Landwirtſchaft,
Domänen und Forſten in Berlin zu richten, das ihn einem der Seminare(z. B Weilburg, Hildesheim, Eldena, Dahme,
Cleve, Liegnitz) zuweiſt. Nach erfolgreichem, einjährigem Be⸗ ſuch des Seminars erhält der Kandidat das Befähigungszeug⸗ nis als Lehrer der Landwirtſchaft an landwirtſchaftlichen Lehr⸗ anſtalten. Bewerber um Stellen an Landwirtſchaftsſchulen müſſen event. noch ein Probejahr ableiſten. Die Tätigkeit am pädagogiſchen Seminar regelt ſich nach der Seminarord⸗ nung vom 1. April 1924. Die Mitglieder des Seminars werden theoretiſch und praktiſch durch Lehrer der Anſtalt in die allgemeine Pädagogik und die beſondere Methodik der einzelnen Unterrichtsfächer eiugeführt.
Der Leiter der Landw. Schule in Weilburg, die mit der Höheren Landwirtſchaftsſchule in Arbeitsgemeinſchaft ſteht, übernimmt die Einführung in die Wirtſchaftsberatung.
Der Beſuch des Weilburger Seminars im Jahre 1931/32 ergibt ſich aus nachſtehender Zuſammen⸗
ſtellung.


