Kl. L I(entſpr. O II.
Religion, 1I Std.
a) Evangel. Religion und Lebens- kunde. Beleuchtung wichtiger Lebensfragen der Gegenwart im Geiſte des Neuen Teſtamentes. Klaſſiſche Ausſprüche großer deutſcher Männer (Kant) ſind zu erwähnen.
b) Kathol. Religion und Lebens- kunde. Kirchengeſchichte vom Weſtfäliſchen Frieden bis zur Gegenwart. Der Weſtfäliſche
Friede und ſeine Folgen. Abſolutismus und Staatskirchentum. Die Nachbarländer. Vinzenz von Paul und die kirchliche Armenpflege. Die
Aufklärung. Die franzöſiſche Revolution und ihre Folgen. Der Kirchenſtaat. Napoleon. Lebens- volle Bilder einzelner Perfönlichkeiten wie: Over- berg, Görres, Stollberg, Kettler, Kolping. Die Kölner Wirren. Das Vatikaniſche Konzil. Der Kulturkampf. Pius X. Kirchliche Verhältniſſe nach dem Weltkriege. Das kirchliche Vereinsle- ben in Stadt und Land.
Kirchliche Kunſt: Die Nazarenerſchule. Die Beu- ronerrichtung. Die Kunſt der Gegenwart: Fugel, Schieſtl.
Lebenskunde: Einführung in die perſönlichen, geſellſchaftlichen und öffentlichen Aufgaben des Katholiken.
Die Pflichten gegen Gott.— Glauben. Glau- benszweifel. Wiſſen. Gebetsleben. Spiritismus.
Die Pflichten gegen die Kirche.— Leben mit der Kirche. Kirchliche Verfaſſung und Geſetzgebung. Verwaltung. Bedeutung des Pfarrlebens. Kirch- liche Jugendbewegung. Sonntagsheiligung. Index.
Die Pflichten gegen ſich ſelbſt.— Berufswahl und Berufstreue. Arbeit. Willensſtählung. Sport. Alkoholfrage. Die Pflichten gegen den Nächſten. — Karitas auf dem Lande. Krankenhäuſer. Kr- gernis. Zweikampf. Eigentum. Sozialismus. So- ziale Fragen. Vereinstätigkeit auf dem Lande.
Die Pflicht gegen die Familie.— Das Sexualpro- blem. Vom Knaben zum Manne. Sturm- un Drangzeit; Sinn und Ziel derſelben. Keuſchheit. Zblibat. Weltleben und Ordensleben und ihre
Bedeutung. Keuſchheit und Kunſt. Lektüre, Ki- no, Theater. Die Großſtadt. Seeliſche und leib- liche Gefahren und ihre Verhütung. Der geſell- ſchaftliche Verkehr des jungen Mannes. Die Ehe, Thebindernide. Einheit und Unauflöslichkeit der
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Die Pflichten gegen den Staat.— Staat und Kirche. Staat und Schule. Pflichten innerhalb der Dorfgemeinde. Der Katholik der Tat. Staats- pflichten des einzelnen. Bedeutung und Leiſtun- gen des Staates. Kirche und Vaterlandsliebe.
Deutſch, 4 Std.
Sprachlehre: Ubungen zur Schärfung des Sprachgefühls. Das Künſtleriſche im Stil des Lehr-
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ſtoffes. Einführung in den Stil eines großen Sprachſchöpfers(Luther).
Mündliche Ubungen: Freier Vortrag. Inhaltsangaben unter Herausarbeiten auch des Stimmungsgehaltes.
Schriftliche UÜbungen: Niecerſchriften und Aufſätze wie in Kl. L II unter Steigerung der Anforderungen. Darſtellung von Stimmungen und Eindrücken(auch von Kunſtwerken).
Schrifttum: In Gemeinſchaft mit der Ge- ſchichte Anbahnung des Verſtändniſſes des 19. Jahrhunderts. Der deutſche Idealismus, insbeſon- dere Schiller und Goethe. Ubergang vom Welt- bürgertum zum Nationalſtaat. Der Realismus. Die neuere Zeit. Bei ihrer Beſprechung beſonders die Dichterwerke, die von den heimiſchen länd- lichen Verhältniſſen und Menſchen handeln(Sohn- rey, Polenz, Löns, Frenſſen, Keller u. a.). In Ver- bindung mit Erdkunde und Staatsbürgerkunde künſtleriſch bedeutende Darſtellungen des moder- nen wirtſchaftlichen und ſozialen Lebens, beſon- ders in Deutſchland. Wertyolle Auffſätze auch aus dem Gebier der Naturwiſſenſchaften und der Landwirtſchaft in ihren Beziehungen zum perſön- lichen Leben und zur Volkswohlfahrt.
Kunſtbetrachtung: Die Kunſt des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart.
Geſchichte, 2 Std. Deutſche und außer- deutſche Geſchichte von 1 84 8 bis zur Gegenwart. Das Zeitalter Bismarcks. Die deutſchen Einheitskriege. Die Entwicklung Deutſchlands zur Weltmacht. Kolonialpolitik. Der Weltkrieg. Die politiſchen Veränderungen in Europa durch den Verſailler Vertrag, insbeſon- dere die Landverluſte Deutſchlands und die Zer- trümmerung Oſterreich-Ungarns. Deutſchland u. die Weltmächte nach dem Weltkriege. Auslands- deutſchtum. Die wirtſchaftlichen und ſozialen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts möglichſt im Anſchluß an führende Perſönlichkeiten. Zuſam- menfaſſung der bisherigen ſtaatsbürgerlichen Be- lehrungen. Deutſche und preußiſche Verfaſſung.
Erdkunde, 2 Std.
Mitteleuropa, insbeſondere Deutſchland und ſeine wirtſchaftlichen und kulturellen Beziehungen zu den anderen europäiſchen und außereuropai- ſchen Ländern in Verbindung mit der Geſchichte, Geologie und Volkswirtſchaftslehre. Grundlagen des deutſchen Wirtſchaftslebens: Die Boden- ſchätze, das Volk, die Technik. Das agrariſche Deutſchland, das induſtrielle Deutſchland. Das Verkehrsweſen. Deutſchland als Ein- und Aus- fuhrland und ſein Anteil an den Nahrungs- und Rohſtoffgebieten der Erde.
Einiges aus der allgemeinen Erdkunde: Der Formenſchatz der Erdoberfläche und ſeine Er-


