Jahrgang 
1929
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theorien. Urgeſchichte. Die Seele. Die Offen- barung. Die Glaubwürdigkeit der Evangelien. Die Wunder. Chriſtus der Sohn Gottes. Stiftung der Kirche. Ihre Kennzeichen. Primat. Unfehlbar- keit. Leſung der Apoſtelgeſchichte.

Kirchengeſchichte: Die Neuzeit. Vor- boten der Kirchentrennung. Licht und Schatten- ſeiten im kirchlichen Leben des ausgehenden Mit- telalters. Die Reformation. Martin Luthers Per- ſönlichkeit und Lehre. Die Kirchentrennung. Aus- breitung und Hauptformen der neuen Lehre. To- leranz und Gemeinſchaftsleben im mittelalterlichen und im modernen Staate. Die Kirchenverſamm- lung von Trient. Ignatius. Karl Borromäus. Ka- niſius. Miſſionstätigkeit der Kirche. Franz Xaver.

Kirchliche Kunſt: Barock und Rokoko. Muſik: Paläſtrina.

Deutſch, 4 Std.

Sprachlehre: Fortſetzung der Ubungen von Kl. L. III. Die Neuzeit in den verſchiedenen Kulturgebieten, gelehrtes Fremdwort, Sprache der Kunſt, wirtſchaftliche, militäriſche, ſtaatliche Be- zeichnungen. Redensarten, Sprichwörter, Rechts- ſprache, einiges aus der Namenkunde, beſonders bezgl. der heimatlichen Verhältniſſe. Sprachliche Bewegung der Gegenwart. Kampf gegen die Sprachdummheiten.

Mündliche Ubungen: Wiedergabe von Schriftwerken bei geſteigerten Anforderungen an Wortwahl und Satzbildung.

Schriftliche UÜbungen: Kurze Nieder- ſchriften zur Ausbildung des Stils nach verſchie- denen Richtungen. Wiedergabe von Beobach- tungen, kurze Beſchreibung von Gegenſtänden und Geſchautem. Weſensſchilderungen von Men- ſchen. Die Wahl der Aufgaben für den Aufſfatz nach gleichen Geſichtspunkten wie in Klaſſe L III unter Heranziehung der Privatlektüre und der Klaſſenlektüre, auch anderer Fächer, Erlebnis- und Empfindungsauffätze nur aus freier Wahl der Schüler. Uebungen im Gliedern und Rechtſchreibe- übungen wie in Klaſſe L. III.

Schrifttum: Wie in Kl. L. III Auswahl des Schrifttums unter ſteter Berückſichtigung der kul- turkundlichen und ſtaatsbürgerlichen Geſamtauf- gabe der Klaſſe: insbeſondere Lefſing, die Roman- tik, die Freiheitsdichter.

Für das Zeitalter bezeichnende und für das Ver- ſtändnis der Klaſſenſtufe beſonders geeignete Ro- mane und Novellen, unter planmäßiger Heran- ziehung der Privatlektüre. Die Dramenlektüre in dieſer und der folgenden Klaſſe bevorzugt Kunſtwerke, die ſich mit dem Staatsgedanken und dem Verhältnis des einzelnen zu Volk, Staat und der Geſellſchaft befaſſen. Das Zeitalter im Spie- gel der Lyrik.

Kunſtbetrachtung: Deutſche KRenaiſſance. Barock. Rokoko.

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Geſchichte, 2 Std. Deutſche, insbeſondere preuſ- ſiſche, und außerdeutſche Geſchichte von 1740 bis 1848. Die Zeit Friedrich des Großen. Die Ver- einigten Staaten von Nordamerika. Gründe und Verlauf der franzöſiſchen Revolution. Das Zeit- alter Napoleons. Die Stein-Hardenbergſchen Re- formen. Die deutſche Landwirtſchaft zu Anfang des 19. Iahrhunderts. Die Freihandelslehre, die Befreiungskriege. Deutſchland und Europa nach dem Wiener Kongreß. Der Kampf um National- ſtaat und Verfaſſungsſtaat, beſonders für Deutſch- land. Erſte Veranſchaulichung von Begriffen wie: Verfaſſung, geſetzgebende und ausübende Gewalt, Volksvertretung. Selbſtverwaltung, innere Ko- loniſation, Steuern, Zölle.

Erdkunde, 2 Std. Europa außer Mitteleuropa. Abſchluß der mathematiſchen Erdkunde.

Franzöſiſch.

A. Lehrgang für Anfänger, 4 Std. Abſchluß der Formenlehre, beſonders der unregel- mäßigen Verben. Tranſitive, intranſitive, reflexi- ve Verben. Gebrauch der Zeiten. Der Konjunk- tiV.

B. Lehrgang für Fortgeſchrittene. 4 Std. Infinitiv, Gerundium, Partizip. Die Lehre vom Artikel. Stellung des Adjektivs. Das Ad- verb. Obergang zur Stiliſtik. Synonymik in ein- fachen Beiſpielen.

Mathematik und Rechnen, 4 Std.

Arithmetik: Quadratiſche Gleichungen mit einer Unbekannten. Logarithmiſches Rechnen. Re- chenſchieber.

Geometrie: Proportionen am Dreieck und Kreiſe. Kreisumfang und-inhalt. Darſtellung und Berechnung einfacher Körper.

Biologie, 2 Std.

Botanik: Anatomie und Phyſiologie der Pflanzen. Zuſammenfaſſung über die befproche- nen Pflanzenvereine und das Wichtigſte aus der geographiſchen Verbreitung der Pflanzen. Zeich- nungen.

Zoologie: Anatomie und Phyſiologie der Menſchen und Säugetiere. Geſundheitslehre. Ent- wicklungslehre. Vererbungslehre. Abſtammungs- lehre in Verbindung mit der Geologie.

Chemie und Geologie, 2 Std. Chemie der Koh- lenſtoffe, insbeſondere Kohlehydrate, Eiweißſtof- fe, Fette, mit Rückſicht auf die Fütterungslehre. Landwirtſchaftlich-techniſche Gewerbe.

Phyſik, 2 Std. Fortſetzung und Abſchluß der Elektrizitätslehre. Optik. wperblich über das ganze Gebiet. Geſetz von der Erhaltung der Kraft.

Schülerübungen, 2 Std.

Pflanzenbaulehre, 3 Std.

Obſt- und Gemüſebau: Vorausſetzun- gen des Obſt- und Gemüſebaues bezüglich Boden