Jahrgang 
1929
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Funktionen. Darſtellung linearer Funktionen und ihre Benutzung zur Löfung von Gleichungen 1. Grades mit zwei Unbekannten. Die Lehre von den Proportionen und von den Potenzen mit gan- zen poſitiven Exponenten. Die Wurzellehre und die erſte Einführung der irrationalen Zahlen.

Geometrie(2 Stunden): Erweiterung der Kreislehre. Verhältnisgleichheit der Strecken. Flä- chenberechnung und Flächenvergleichung. Rhnlich- keitslehre. Feldmeßmethoden mit den Mitteln der Xhnlichkeitslehre.

Biologie, 2 Std.

Botanik: Vergleichende Beſchreibung der landwirtſchaftlich wichtigen Familien der einkeim- blättrigen und nacktſamigen Pflanzen und der aus- ländiſchen Kulturpflanzen. Uberſicht über das na- türliche Syſtem. Beſtimmungsübungen.

Zoologie: Die Gliedertiere unter Hervor- hebung der landwirtſchaftlich wichtigen Vertreter.

Chemie und Geologie, 2 Std. Chemie der Dün- gemittel. Das Wichtigſte aus der Chemie der Schwermetalle. Stöchiometriſche Berechnungen.

Phyſik, 2 Std. Wetterkunde. Akuſtik. Mag- netismus. Reibungselektrizitäãt.

Schülerübungen, 1 Std.

Pflanzenbaulehre, 4 Std.

I. Bodenkunde. Entſtehung des Bodens: Mechaniſche und chemiſche Vorgänge bei der Bo- denbildung aus den Geſteinen. Die Verwitterungs- kräfte und ihre Wirkungen. Verwitterungs- und Schwemmlandböden. Einfluß der Pflanzen und Tiere auf die Bodenbildung. Der Humus. Die Bodenbakterien und ihre Bedeutung in eingehen- der Behandlung. Bodenprofil. Ackerkrume und Untergrund und ihre Wechſelbeziehungen.

Eigenſchaften des Bodens: Die Gemengteile des Bodens. Mechaniſche Bodenanalyſe. Das Boden- ſkelett und die Feinerde. Pulver- und Krümel- ſtruktur.

Verhalten des Bodens zum Waſſer: Das Boden- waſſer, ſeine Bedeutung und Bewegung. Boden- kapazität. Bodenkolloide. Die Regelung der Waſſerbewegung. Verdunſtung des Bodenwaſſers. Das Grundwaſſer.

Verhalten des Bodens zur Luft: Bedeutung der Bodenluft und ihre Zuſammenſetzung. Die Be- deutung des dem Boden entſtrömenden COæ für den Aſſimilationsvorgang. Bodenluft und Waſſer- regulierung.

Verhalten des Bodens zur Wärme: Abhängigkeit der Bodenwärme von Lage, Farbe, Waſſergehalt, Bearbeitung des Bodens.

Chemiſche Zuſammenſetzung des Bodens: Ab- ſorption der Nährſtoffe. Die chemiſche Boden- unterſuchung. Bodenreaktion. Beſtimmung von Säure und Alkalität und ihre Bedeutung für die Behandlung des Bodens.

Die Podenautem Sand-, Ton-, Lehm-, Kalk-,

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Humus-, Torf- und Moorboden unter beſonderer Berückſichtigung der örtlichen Verhältniſſe. Die geologiſch- agronomiſchen Bodenkarten und ihre Auswertung.

2. Bodenbearbeitung. Die Bodengare als Endziel aller Bodenbearbeitung. Die Brache in ihrer Bedeutung für Vergangenheit und Gegen- wart. Die Flach- und Tiefkultur. Urbarmachung und Entwäſſerung. Die Bodenbearbeitungsgeräte. Verſchiedene Arten der Pflüge und ihr befonderer Wert. Motorpflug und Dampfpflug. Die Unter- grundpflüge. Die Bodenfräſen in ihrer Bedeutung und den Grenzen ihrer Verwendbarkeit. Die ver- ſchiedenen Arten von Eggen und Spezialeggen. Die Scheibenegge. Die Ackerſchleife und ihre Bedeu- tung. Die Walze und ihre Wirkung beſonders auf die Waſſerbewegung im Boden. Die Hack- maſchinen. Wertung der Geſpann-, Motor- und Dampfkraft für die Bewegung der Bodenbearbei- tungsmaſchienen.

3. Saat. Die Beurteilung des Saatgutes nach Echtheit, Reinheit, Keimfähigkeit, Gebrauchswert, Größe und Schwere. Die Gewinnung von Saat- gut im eigenen Betriebe. Der Bezug von fremdem Saatgut. Saatgutzüchtung und-vermehrung. Die Beiz- und Reizmittel.

Die Saatmethoden, Reinſaat und Gemengſaat. Breitfaat, Drillſaat. Dibbelſaat. Einzelkornſaat. Die neuen Apparate und Sämaſchinen. Die Druck- rolle. Die Saattiefe. Saatzeit. Die Saatmenge (Dünnſaat). Das Pflanzen.

4. Pflegc. Schutz der Pflanzen gegen Froſt, Näſſe, Trockenheit und Lagern. Der Kampf ge- gen das Unkraut. Das Eggen und Hacken in lei- ner vielſeitigen Bedeutung. Verwendung chemi- ſcher Mittel zur Unkrautbekämpfung.

5. Ernte. Die Beurteilung des richtigen Zeit- punktes der Ernte, beſonders beim Getreide. Das Mähen und die dazu erforderlichen Geräte und Maſchinen. Die Behandlung des Getreides vom Mähen bis zum Einfahren. Die Organiſation des Einfahrens. Die Aufbewahrung. Das Dreſchen und die dazu erforderlichen Geräte und Maſchinen. Die pflegliche Behandlung der Körner auf dem Boden. Speicherſchädlinge. Die Reinigung der Ernte zur Erzielung von Saatgut mit den dazu erforderlichen Maſchinen. Die Ernte der Futter- pflanzen(Kleereuter, Silo). Die Ernte der Hack- früchte unter beſonderer Beachtung der For- ſchungsergebniſſe der Landarbeitslehre. Das Ein- büſoßeu und Einkellern. Das Einſäuern, Trocknen uſw.

6. Düngerlehre. Die Zuſammenſetzung der Pflanzen und die Kernnährſtoffe. Das Geſetz vom Nährſtoffminimum. Die Aufgabe der Dün- gung.

Die Wirtſchafts-Düngemittel: a) Der Stallmiſt. Beſtandteile und Eigenſchaften. Berechnung der Stallmiſterzeugung. Der Wert des