niſſe. Einprägung wichtiger Schriffſtellen. Erklä- rung der heiligen Meſſe. Hinweiſe auf Altar, Pa- ramentik und Muſik.
Kirchengeſchichte: TZiel des Unterrichts iſt nicht eine lückenloſe Darſtellung der Kirchen- geſchichte, ſondern ein klar herausgearbeitetes Bild zu geben von einzelnen Perſönlichkeiten und Zeit- ſtrömungen.— Kaiſermacht und Papſtmacht im Mittelalter. Inveſtiturſtreit. Zölibat. Simonie. Gregor VII. Innozenz III. Thomas von Aquin.
Kirchliche Kunſt: Weſtdeutſche und oſt- deutſche Gotik. Renaiſſance. Religiöſe Malerei. Michelangelo. Raffael. Grünewald. Dürer. Hol- bein. Lochner.— Deutſche Kirchenlieder vor Lu- thers Zeit.
Deutſch, 5 Std.
Sprachlehre: Weiterführung des Lehrzieles der Kl. L IV in der Richtung geſchichtlicher Ein- ſicht in das Werden der Sprache. Erb-, Lehn- und Fremdwort. Volksetymologie in Zuſammen- hang mit Kulturkunde und Geſchichte. Abſterben- des und neues Sprachgut. Neubildungen. Bedeu- tungswandel. Ubunan zur Erweiterung des Sprachſchatzes unter beſonderer Anleitung zur Vermeidung von Fremdwörtern. Bildergehalt der Sprache.
Mündliche UÜUbungen: Leſen, Vortrag, freie Rede wie in Kl. L IV unter Steigerung der Anforderungen.
Schriftliche UÜbungen: Grammatiſche Obungen unter beſonderer Berückſichtigung der Satzzergliederung. Verwandlung unabhängiger Rede in abhängige. Niederſchriften und Auffſätze wie in Kl. L IV unter Steigerung der Schwierig- keit. Gemäß der Eigenart der Schule iſt der Stoff der Nachſchriften auch dem landwirtſchaftlichen oder naturwiſſenſchaftlichen Schrifttum zu ent- nehmen. Ubungen im Gliedern nach logiſchen Ge- ſichtspunkten. Ubungen in der Rechtſchreibung zur Vermeidung häufig wiederkehrender Fehler.
Schrifttum: Entſprechend des der Ge- ſchichte zugewieſenen Zeitraums Bilder aus der wirtſchaftlichen, geſchichtlichen und kulturellen Vergangenheit des deutſchen Volkes unter aus- giebiger Benutzung des Leſebuches und Heran- ziehung einiger neuerer Novellen als einer für alle Schüler verbindlichen Privatlektüre. Der Min- neſang und Meiſterſang. Betonung des Wirt- ſchaftlichen und Sozialen. Koloniſation im deut- ſchen Oſten. Das Deutſchtum in den abgetrete- nen Gebieten und im Auslande. Die Ballade und andere epiſche Gedichte bis in die Gegenwart hin- ein. Auswendiglernen von Gedichten wie in Klaſ- ſe L IV unter ſteter Wiederholung und Erweite- rung des Liederſchatzes der früheren Klaſſe.
Die Einführung in das Drama erſtrebt mehr unmittelbares und anſchauliches Erfaſſen des Dar- geſtellten als Einſicht in die Technik des Dramas. Nach Wahl ein oder zwei leichtere Dramen.
Poetik: Das Weſen der Ballade wird hier zum tieferen Verſtändnis gebracht unter ſtärkerer Betonung des hiſtoriſchen Volksliedes und einzel- ner Dichterperſönlichkeiten. Bei Roman, Novelle und Drama ſind die Kunſtformen und Kunſtmittel im Dienſte des äſthetiſchen Genießens allmählich zum Bewußtſein zu bringen.
Kunſtbetrachtung: Bilder aus der Kunſt des deutſchen Mittelalters.
Geſchichte, 2 Std. Deutſche und bran- denburgiſche Geſchichte bis 1740. Kaiſer, Fürſten, Stände nach dem Interregnum. Die Vorbereitung der Neuzeit: Erfindungen, Ent- deckungen, Kaufleute und Städte, Reformatoren und Künſtler, Soldaten.
Der Fürſt als Landesherr. Karl IV. Das ſpa- niſch-habsburgiſche Reich. Luther, die Refor- mation und Karl der V. Streit der großen Mäch- te. Gegenreformation und zojähriger Krieg. Bil- der und Schilderungen aus der Zeit des franzöſi- ſchen Abſolutismus. Soziale Gliederung des deut- ſchen Volkes im 18. Jahrhundert. Merkantiliſti- ſche und phyſiokratiſche Beſtrebungen. Kurbran- denburg und Preußen bis 1740.
Erdkunde, I Std. Die Weſtfeſte mit den an- grenzenden Ozeanen. Arktis und Antarktis. Die wirtſchaftlichen, politiſchen und kulturellen Be- ziehungen Europas zu Amerika und den übrigen Erdteilen unter beſonderer Betonung des Deutſch- tums in der Welt. Erweiterung der Völkerkunde. Hauptwege des Weltverkehrs. Fortſetzung der mathematiſchen Erdkunde: Drehungen der Erde. Erdbahn und Tierkreisebene. Im Zuſammenhang mit den Witterungsbetrachtungen der Länder- kunde die Mitteltemperatur des Tages, des Jahres und der Verlauf der Iothermen im Vergleich zu den Breitengraden.
Franzöſiſch.
Die Grammatik wird in Kl. L II in beiden Lehr- gängen zum Abſchluß gebracht.
A. Lehrgang für Anfänger, 6 Std.
Infinitiv, Gerundium, Partizip. Artikel und Subſtantiv. Zuſammenfaſſung der Wortſtellung. Die Pronomina. Die wichtigſten Präpoſitionen. Obergang zur Stiliſtik. Synonymik in einfachen Beiſpielen.
B. Lehrgang für Fortgeſchrittene, 4 Std.
Wiederholung und Vertiefung des Penſums der Kl. L IV und L III. Die Pronomina, ferner die Lehre von den Präpoſitionen. Einfache ſtiliſtiſche Übungen. Synonyma und Gallizismen.
Mathematik und Rechnen, 5 Std.
KRechnen: Die bürgerlichen Rechnungsarten, insbeſondere Warenrechnung, Geſellſchafts- und Wertpapierrechnung.
Arithmetik(2 Stunden): Gleichungen I. Grades mit mehreren Unbekannten. Einführung in die graphiſche Darſtellung an Hand empiriſcher
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