ſuche. Projektionszeichnen: Geräte, Werkzeuge. Apparate für den landwirtſchaftlichen Unterricht, Bauteile und einfache ländliche Bauten im Grund- riß, Aufriß und Durchſchnitt. Kunſtbetrachtung:
Die heimatlichen Bauten und Denkmäler, das Hei- matmuſeum.
Muſik, 1 Std. Fortſetzung von Kl. L. IV.
Kl. L II(entſpr. U II.
Religion, 1 Std.
a) Evangel. Religion und Lebens- kunde.
Die Durchführung der Weltmiſſion durch Pau- lus, das Kirchenlied als Ausdruck des religiöſen Lebens der reformatoriſchen und nachreformatori- ſchen Zeit(an Lebensbildern einzelner bedeuten- der Kirchenliederdichter wie Luther, Paul Ger- hardt, den pietiſtiſchen und den Freiheitsdichtern zu zeigen).
Aus der Kirchengeſchichte: Die evan- geliſche und katholiſche Kirche vom Augsburger Keligionsfrieden bis zur Gegenwart. Die evange- liſche Kirchenverfaſſung. Das angelſächſiſche Chri- ſtentum und ſeine Bedeutung. Kirchliches Ver- einsleben, äußere und innere Miſſion, chriſtlicher Sozialismus, Freikirchen, Sekten, kirchliche Rich- tungen.
b) Karhol. KReligion und Lebens- kunde.
Katechismusunterricht: Vom Glau- ben.(Erſtes Hauptſtück.) Ziel des Unterrichts iſt eine klare apologetiſch-dogmatiſche Herausar- beitung der wichtigſten Glaubenslehren.— Daſein
Gottes. Gottesbeweiſe. Erſchaffung der Welt. Bibel und Wiſſenſchaft. Moderne Abſtammungs- theorien. Urgeſchichte. Die Seele. Die Offen-
barung. Die Glaubwürdigkeit der Evangelien. Die Wunder. Chriſtus der Sohn Gottes. Stiftung der Kirche. Ihre Kennzeichen. Primat. Unfehlbar- keit.— Leſung der Apoſtelgeſchichte.
Kirchengeſchichte: Die Neuzeit. Vor- boten der Kirchentrennung. Licht und Schatten- ſeiten im kirchlichen Leben des ausgehenden Mit- telalters. Die Reformation. Martin Luthers Per- ſönlichkeit und Lehre. Die Kirchentrennung. Aus- breitung und Hauptformen der neuen Lehre. To- leranz und Gemeinſchaftsleben im mittelalterlichen und im modernen Staate. Die Kirchenverſamm- lung von Trient. Ignatius. Karl Borromäus. Ka- niſius. Miſſionstätigkeit der Kirche. Franz Xaver. Kirchliche Kunſt: Barock und Rokoko. Muſik: Paläſtrina.
Deutſch, 4. Std.
Sprachlehre: Pöortſetzung der Ubungen von Kl. L III. Die Neuzeit in den verſchiedenen Kulturgebieten, gelehrtes Fremdwort, Sprache der Kunſt, wirtſchaftliche, militäriſche, ſtaatliche Be- zeichnungen. Redensarten, Sprichwörter, Rechts- ſprache, einiges aus der Namenkunde, beſonders bezgl. der heimatlichen Verhältniſſe. Sprachliche
Bewegung der Gegenwart. Kampf gegen die
Sprachdummheiten.
Mündliche Ubungen: Wiedergabe von Schriftwerken bei geſteigerten Anforderungen an Wortwahl und Satzbildung.
Schriftliche UÜbungen: Kurze Nieder- ſchriften zur Ausbildung des Stils nach verſchie- denen Richtungen. Wiedergabe von Beobach- tungen, kurze Beſchreibung von Gegenſtänden und Geſchautem. Weſensſchilderungen von Men- ſchen. Die Wahl der Aufgaben für den Auffatz nach gleichen Geſichtspunkten wie in Klaſſe L III unter Heranziehung der Privatlektüre und dec Klaſſenlektüre, auch anderer Fächer. Erlebnis- und Empfindungsauffätze nur aus freier Wahl der Schüler. Ubungen im Gliedern und Rechtſchreibe- übungen wie in Klaſſe L III.
Schrifttum: Wie in Kl. L III Auswahl des Schrifttums unter ſteter Berückſichtigung der kul- turkundlichen und ſtaatsbürgerlichen Geſamtauf- gabe der Klaſſe: insbeſondere Leſſing, die Roman- tik, die Freiheitsdichter.
Für das Zeitalter bezeichnende und für das Ver- ſtändnis der Klaſſenſtufe beſonders geeignete Ro- mane und Novellen, unter planmäßiger Heran- ziehung der Privatlektüre. Die Dramenlektüre in dieſer und der folgenden Klaſſe bevorzugt Kunſtwerke, die ſich mit dem Staatsgedanken und dem Verhältnis des einzelnen zu Volk, Staat und der Geſellſchaft befaſſen. Das Zeitalter im Spie- gel der Lyrik.
Kunſtbetrachtuns:: Deutſche Kenaiſſance. Barock. Rokoko.
Geſchichte, 2 Std. Deutſche, insbeſondere preuſ- ſiſche, und außerdeutſche Geſchichte von 1740 bis
1848. Die Zeit Friedrichs des Großen. Die Ver- einigten Staaten von Nordamerika. Gründe und Verlauf der franzöſiſchen Revolution. Das Zeit-
alter Napoleons. Die Stein-Hardenbergſchen Re- formen. Die deutſche Landwirtſchaft zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Freihandelslehre, die Befreiungskriege. Deutſchland und Europa nach dem Wiener Kongreß. Der Kampf um National- ſtaat und Verfaſſungsſtaat, beſonders für Deutſch- land. Erſte Veranſchaulichung von Begriffen wie: Verfaſſung, geſetzgebende und ausübende Gewalt, Volksvertretung. Selbſtverwaltung, innere Kolo- niſation, Steuern, Zölle.
Erdkunde, 2 Std. Europa außer Mitteleuropa. Abſchluß der mathematiſchen Erdkunde.
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