Jahrgang 
1928
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3. Saat. Die Beurteilung des Saatgutes nach Echtheit, Reinheit, Keimfähigkeit, Gebrauchwert, Größe und Schwere. Die Gewinnung von Saat- gut im eigenen Betriebe. Der Bezug von fremdem Saatgut. Saatgutzüchtung und-vermehrung. Die Beiz- und Reizmittel.

Die Saatmethoden, Reinſaat und Gemengſaat. Breitſaat, Drillſaat. Dibbelſaat. Einzelkornſaat. Die neuen Apparate und Sämaſchinen. Die Druck-

rolle. Die Saattiefe. Saatzeit. Die Saatmenge (Dünnfaat). Das Pflanzen. 4. Pflege. Schutz der Pflanzen gegen Froſt,

Näſſe, Trockenheit und Lagern. Der Kampf ge- gen das Unkraut. Das Eggen und Hacken in fei- ner vielſeitigen Bedeutung. Verwendung chemi- ſcher Mittel zur Unkrautbekämpfung.

5. Ernte. Die Beurteilung des richtigen Zeit- punktes der Ernte, beſonders beim Getreide. Das Mähen und die dazu erforderlichen Geräte und

Maſchinen. Die Behandlung des Getreides vom Mähen bis zum Einfahren. Die Organiſation des Einfahrens. Die Aufbewahrung. Das Dreſchen

und die dazu erforderlichen Geräte und Maſchi- nen. Die pflegliche Behandlung der Körner auf dem Boden. Speicherſchädlinge. Die Reinigung der Ernte zur Erzielung von Saatgut mit den dazu erforderlichen Maſchinen. Die Ernte der Futter- pflanzen(Kleereuter, Silo). Die Ernte der Hack- früchte unter beſonderer Beachtung der For- ſchungsergebniſſe der Landarbeitslehre. Das Ein- loem und Einkellern. Das Einſäuern, Trocknen uſw. 2

6. Düngerlehre. der Pflanzen und die Kernnährſtoffe. Das Geſetz vom Nährſtoffminimum. Die Aufgabe der Dün- gung.

Die Wirtſchafts-Düngemittel: a) Der Stallmiſt. Beſtandteile und Eigenſchaften. Berechnung der Stallmiſterzeugung. Der Wert des Düngers nach Tierart, Fütterung und Gewinnung. Die Einſtreumittel(Torf). Die Verluſte an Nähr- ſtoffen während der Aufbewahrung. Die Behand- lung des Stallmiſtes im Flachſtalle. Anforderungen an die Dungſtätte. Behandlung des Düngers auf der Dungſtätte. Der Tiefſtalldünger. Die Verwen- dung des Stallmiſtes. Stärke der Düngung. Be- handlung des Düngers auf dem Felde. Wirkung des Stallmiſtes.

b) Die Jauche: Beſtandteile und Eigenſchaften. Die Aufbewahrung der Jauche. Die Jauchegrube. Verwendung der Jauche. Geräte zum Verteilen der Jauche.

c) Die menſchlichen Auswurfſtoffe(Fäkalien): Anſammlung der Exkremente in Land und Stadt (Poudrette). Verwendung. Kieſelfelder.

d) Der Kompoſt. Wert, Bereitung und Ver- wendung des Kompoſtes.

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Die Zuſammenſetzung

e) Die Gründüngung: Weſen und Zweck. Grün- düngungspflanzen. Ausführung als Haupt-, Un- ter- und Zwiſchenfrucht. Anwendbarkeit der Gründüngung auf leichten und ſchweren Böden. Erfolge der Gründüngung.

Die Handels-Düngemittel: Voraus- ſetzungen für erfolgreiche Anwendung. Zuſam- menwirken von organiſchen und mineraliſchen Düngemitteln.

a) Die ſtickſtoffhaltigen Düngemittel. Bedeu- tung des Stickſtoffes für das Wachstum der Pflan- zen. Salpeterhaltige, ammoniakhaltige, ſalpeter- und ammoniakhaltige Düngemittel. Andere Stick- ſtoffdünger(Kalkſtickſtoff). Organiſche ſtickſtoff- haltige Handelsdünger(Harnſtoff). Die Stickſtoff- düngung.

b) Die phosphorſäurehaltigen Düngemittel. Ihre Herkunft. Gewinnung und ihre Zuſammenſer- zung. Unterſchiede in der Wirkung nach der Lös- lichkeit. Berückſichtigung des phyſiologiſchen Charakters, des Kalkgehalts und daraus folgender Nebenwirkungen. Die Durchführung der Phos- phorſäuredüngung. Die Phosphorſäurefrage. Stick- ſtoff und Phosphorſäure enthaltende Handelsdün- ger.

c) Die kalihaltigen Düngemittel. Hochprozen- tige und Kalirohfalze. Zuſammenſetzung, phy- ſiologiſcher Charakter, Einwirkung auf den Kalk- gchalt des Bodens. Beſondere Bedeutung des Kali beim Pflanzenwuchs. Der Chlorgehalt der Kali- düngung. Anwendung der Kalidüngung.

d) Das Miſchen von Dünger und moderne Uni- verſaldünger(Nitrophoska).

e) Der Kalk als Düngemittel. Die vielſeitige Be- deutung des Kalks für die Pflanzen und den Bo- den. Bezichungen zwiſchen Kalk und Bodenſäure. Kennzeichen und Feſtſtellung des Kalkgehaltes. Die verſchiedenen Arten des Kalkes und ihre Bewer- tung. Stärke und Durchführung der Kalkdüngung.

Wiederholender Uberblick über die Dünger- lehre unter beſonderer Berückſichtigung der ört- lichen Verhältniſſe.

Praktiſche Arbeiten im Verſuchsfelde, wöchent- lich 1 Nachmittag.

Leibesübungen, 2 Std. Fortſetzung von Kl. L. IV.

Zeichnen, 2 Std. Freies Darſtellen von Eindrük- ken und Erlebniſſen. Stärkeres Betonen der Be- obachtung und Wiedergabe der Natur, von Kunſt- und Gebrauchsgegenſtänden, auch aus dem Ge- dächtnis. Schwarz-weiße und farbige Körper- und Raumdarſtellung; farbige Flächenaufteilung, Far- benharmonien. Schriftübungen(Fraktur und Go- tiſche). Verbindung von Bild und Schrift. Enr- würfe für Geſchäftsreklamen, Buchdeckel, Buch- zeichen. Holz- und Linolſchnitte und Druckver-