Jahrgang 
1928
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ſche und phyſiokratiſche Beſtrebungen. Kurbran- denburg und Preußen bis 1740.

Erdkunde, I Std. Die Weſtfeſte mit den an- grenzenden Ozeanen. Arktis und Antarktis., Die wirtſchaftlichen, politiſchen und kulturellen Be- ziehungen Europas zu Amerika und den übrigen Erdteilen unter beſonderer Betonung des Deutſch- tums in der Welt. Erweiterung der Völkerkunde. Hauptwege des Weltverkehrs. Fortſetzung der mathematiſchen Erdkunde: Drehungen der Erde. Erdbahn und Tierkreisebene. Im Zuſammenhang mit den Witterungsbetrachtungen der Länder- kunde die Mitteltemperatur des Tages, des Jahres und der Verlauf der Iothermen im Vergleich zu den Breitengraden.

Franzöſiſch.

Die Grammatik wird in Kl. L. II in beiden Lehr- gängen zum Abſchluß gebracht.

A. Lehrgang für Anfänger,I 6 Std.

Infinitiv, Gerundium, Partizip. Artikel und Subſtantiv. Zuſammenfaſſung der Wortſtellung. Die Pronomina. Die wichtigſten Präpoſitionen. Ubergang zur ötiliſtik. Synonymik in einfachen Beiſpielen.

B. Lehrgang für Fortgeſchrittene, 4 Std.

Wiederholung und Vertiefung des Penſums der Kl. L IV und L III. Die Pronomina, ferner die Lehre von den Präpoſitionen. Einfache ſtiliſtiſche Ubungen. Synonyma und Gallizismen.

Mathematik und Rechnen, 5 Std.

KRechnen: Die bürgerlichen Rechnungsarten, insbeſondere Warenrechnung, Geſellſchafts- und Wertpapierrechnung.

Arithmetik(2 Stunden): Gleichungen 1. Grades mit mehreren Unbekannten. Einführung in die graphiſche Darſtellung an Hand empiriſcher Funktionen. Darſtellung linearer Funktionen und ihre Benutzung zur Löfung von Gleichungen I. Grades mit zwei Unbekannten. Die Lehre von den Proportionen und von den Potenzen mit gan- zen poſitiven Exponenten. Die Wurzellehre und die erſte Einführung der irrationalen Zahlen.

Geometrie(2 Stunden): Erweiterung der Kreislehre. Verhältnisgleichheit der Strecken. Flächenberechnung und Flächenvergleichung. Rhn- lichkeitslehre. Feldmeßmethoden mit den Mitteln der Xhnlichkeitslehre.

Biologie, 2 Std.

Botanik: Vergleichende Beſchreibung der landwirtſchaftlich wichtigen Familien der einkeim- blättrigen und nacktſamigen Pflanzen und der aus- ländiſchen Kulturpflanzen. Uberſicht über das na- türliche Syſtem. Beſtimmungsübungen.

Zoologie: Die Gliedertiere unter Hervor- hebung der landwirtſchaftlich wichtigen Vertreter.

Chemie und Geologie, 2. Std. Chemie der Dün- gemittel. Das Wichtigſte aus der Chemie der Schwermetalle. Stöchiometriſche Berechnungen.

Phyſik, 2 Std. Wetterkunde. Akuſtik. Mag- netismus. Reibungselektrizität.

Schülerübungen, 1 Std.

Pflanzenbaulehre, 4 Std.

I. Bodenkunde. Entſtehung des Bodens: Mechaniſche und chemiſche Vorgänge bei der Bo- denbildung aus den Geſteinen. Die Verwitterungs- kräfte und ihre Wirkungen. Verwitterungs- und Schwemmlandböden. Einfluß der Pflanzen und Tiere auf die Bodenbildung. Der Humus. Die Bodenbakterien und ihre Bedeutung in eingehen- der Behandlung. Bodenprofil. Ackerkrume und Untergrund und ihre Wechſelbeziehungen.

Eigenſchaften des Bodens: Die Gemengteile des Bodens. Mechaniſche Bodenanalyſe. Das Boden- ſkelett und die Feinerde. Pulver- und Krümel- ſtruktur.

Verhalten des Bodens zum Waſſer: Das Boden- waſſer, ſeine Bedeutung und Bewegung. Boden- kapazität. Bodenkolloide. Die Regelung der Waſſerbewegung. Verdunſtung des Bodenwaſſers. Das Grundwaſſer.

Verhalten des Bodens zur Luft: Bedeutung der Bodenluft und ihre Zuſammenfetzung. Die Be- deutung des dem Boden entſtrömenden COa für den Alinnlar onpasdacne Bodenluft und Waſſer- regulierung.

Verhalten des Bodens zur Wärme: Abhängigkeit der Bodenwärme von Lage, Farbe, Waſſergehalt, Bearbeitung des Bodens.

Chemiſche Zuſammenſetzung des Bodens: Ab- ſorption der Nährſtoffe. Die chemiſche Boden- unterſuchung. Bodenreaktion. Beſtimmung von Säure und Alkalität und ihre Bedeutung für die Behandlung des Bodens.

Die Bodenarten: Sand-, Ton-, Lehm-, Kalk-, Humus-, Torf- und Moorboden unter beſonderer Berückſichtigung der örtlichen Verhältniſſe. Die geologiſch- agronomiſchen Bodenkarten und ihre Auswertung.

2. Bodenbearbeitung. Die Bodengare als Endziel aller Bodenbearbeitung. Die Brache in ihrer Bedeutung für Vergangenheit und Gegen- wart. Die Flach- und Tiefkultur. Urbarmachung und Entwäſſerung. Die Bodenbearbeitungsgeräte. Verſchiedene Arten der Pflüge und ihr befonderer Wert. Motorpflug und Dampfpflug. Die Unter- grundpflüge. Die Bodenfräſer in ihrer Bedeutung und den Grenzen ihrer Verwendbarkeit. Die ver- ſchiedenen Arten von Eggen und Spezialeggen. Die Scheibenegge. Die Ackerſchleife und ihre Bedeu- tung. Die Walze und ihre Wirkung beſonders auf die Waſſerbewegung im Boden. Die Hack- maſchinen. Wertung der Geſpann-, Motor- und Dampfkraft für die Bewegung der Bodenbearbei- tungsmaſchinen.

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