Jahrgang 
1926
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Die Schüler waren ſtets mit Freude bei der Sache und beſuchten regelmäßig die wöchentlichen freiwilligen Uebungsſtunden.

11. Kurzſchrift.

Für Kl. III beſteht ſeit Oktober ein zweiſtün⸗ diger Kurſus in Einheitskurzſchrift, der für die Schüler verbindlich iſt.(Lehrbuch der Deutſchen Einheitskurzſchrift von Prof. Dr. G. Amſel. Heck⸗ ners Verlag, Wolfenbüttel, 1925.)

In Kl. I wurde ein freiwilliger Kurſus in Einheitskurzſchrift abgehalten, an dem 25 Schüler teilnahmen.

Von Oſtern 1926 an ſollen die Schüler der Klaſſen III und II regelmäßig in der Einheitskurz⸗ ſchrift unterwieſen werden.

12. Unterricht in Engliſch.

Für die Schüler der II. und I. Klaſſe iſt wahl⸗ freier engliſcher Unterricht eingerichtet. Die Kurſe laufen je ein Jahr. Die Leiſtungen der Schüler werden im Zeugnis angegeben. Der Unterrichts⸗ gang iſt etwa folgender:

Kaſſe II: Entſtehung und Bedeutung der engliſchen Sprache. Vergleich zwiſchen deutſcher und engliſcher Artikulation. Einſtellung der Sprech⸗ organe bei den einzelnen engliſchen Lauten und Ein⸗ übung(Chor, einzeln) dieſer Laute, 1. als iſolierte Laute, 2. innerhalb des einzelnen Wortes, 3. im kurzen Satz. Daran anſchließend Durchnahme des Lehrbuches von R. J. Ruſſell, Engliſch für An⸗ fänger. Ueber jedes Uebungsſtück Sprechübungen möglichſt hinübergreifend auf perſönliche Verhält⸗ niſſe der Schüler. Grammatiſche Erläuterungen und Uebungen nur im Anſchluß an den vorliegenden Text. Deutſche Sätze, die dem Inhalt des eng⸗ liſchen Textes entnommen ſind, werden gelegentlich als häusliche Arbeiten zum Ueberſetzen ins Eng⸗ liſche aufgegeben. Auswendiglernen kleiner zuſam⸗ menhängender Stücke.

Hauptziel: Gute Ausſprache.

Beteiligung im letzten Jahre: 20 Schüler.

Klaſſe I: Konverſation über die Anſchau⸗ ungsbilder von Th. Goldſchmidt nach dem Lehr⸗ buch: English by intuition and pictures. Vorher Nachſprechen der Texte, grammatiſche und inhalt⸗ liche Erläuterungen.

Hauptziel: Erweiterung des Wortſchatzes der Umgangsſprache.

Beteiligung im letzten Jahre: 13 Schüler.

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Von Oſtern 1926 ab iſt als Lehrbuch in Aus⸗ ſicht genommen: W. Hübner, Englifh Leſſons, Ver⸗ lag von Teubner.

13. Die Verſuchs⸗ und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.

Die Schule verfügt zur Zeit über 2 ha. 31 a. Verſuchsfelder.

Dazu gehören:

1. unmittelbar vor der Schule 36 a. 60 qm.;

2. beiderſeits der Frankfurter Straße in der Nähe des Windhofes, alſo nur wenige Minuten von der Schule entfernt, 1 ha. 41 a. 40 qm. Acker⸗ and;

3. im Reuſchenbachtal, ebenfalls nur wenige Mi⸗ nuten von der Schule entfernt, 53 a. 20 qm. Wieſen.

Das Land unmittelbar vor der Schule bietet den Vorteil, daß die Schüler in größter Nähe die wichtigſten Feldarbeiten ausführen und beobachten können, wie die Pflanzen im Laufe eines Jahres ſich je nach der Gunſt der Wachstumsverhältniſſe entwickeln. Auch viele pflanzliche und tieriſche Schädlinge der Kulturgewächſe laſſen ſich hier be⸗ obachten. Ferner iſt dieſer Teil der Verſuchsfelder dem Anſchauungsunterricht in Botanik, Obſtbau und Vogelſchutz nutzbar gemacht. Die angeſtellten Düngungs⸗ und Sortenanbauverſuche laſſen aller⸗ dings an Genauigkeit noch zu wünſchen übrig, da das ſeinerzeit eingeebnete Gelände noch nicht gleichmäßig genug iſt. Immerhin konnten in den letzten Jahren beachtenswerte Düngungsverſuche an Kartoffeln, Weißkraut und Mais durchgeführt wer⸗ den. Neben amerikaniſchem Pferdezahnmais wurde badiſcher Körnermais angebaut, der auch im Jahre 1925 wieder zur Reife gelangte. Durch einen kleinen Gräſergarten iſt auch der Grünlandfrage Rechnung getragen. Die Wieſe im Reuſchenbach⸗ tal wird zu einem Wieſendüngungsverſuch benutzt, der für längere Jahre vorgeſehen iſt: 1. Parzelle: ungedüngt; 2. Parzelle: Kali, Phosphorſäure und einfache Stickſtoffgabe; 3. Parzelle: Kali, Phos⸗ phorſäure und erhöhte Stickſtoffgabe; 4. Parzelle: Kali und Phosphorſäure.

14. Die Bibliothek.

a. Die Lehrerbibliothek umfaßt etwa 5300 Werke.

b. Die Seminarbibliothek wurde im Laufe des verfloſſenen Schuljahres erweitert und weiſt etwa 100 Werke auf.

c. Die Schülerbücherei beſteht aus etwa 780 Werken.