Der Beſuch der Schule im Schuljahr 1914/15 geſtaltete ſich folgendermaßen:
V V IV V Ill 11 1
—— Beſtand 1. März 1914... 23 27 30 15 20 115 Verſetzung 30. März.....— 20— 17— 14— 7— 58 + 20+ 17+ 14 7 58 Abiturienten 3. April....— 10 10
Abgang in den Oſterferien..— Aufnahme im Sommerhalbjahr
+ — + — +☛‿☛◻
Abgang im Sommerhalbjahr. 1— 5— 3 10 Zugang„..—+ 1 Not⸗Reifeprüfung 22. Auguſt.— 9 9 Reifeprüfung 29. September— 1 1 Verſetzung 25. September.. V— 11— 6 17 + 11 6 †+†˖ 17
Aufnahme im Winterhalbjahr.+ 1—+ 1 Abgang im Winterhalbjahr..— 1 2— 3 Zugang im Winterhalbjahr..+ 1+ 1+ 2 Beſtand am 1. März 1915 17 31 19 25 13 105
Die Themata für die größeren ſchriftlichen Arbeiten der Schüler waren folgende:
deutſche Aufſätze: III. 1. Wie Geibel den Tod des Tiberius ſchildert.— 2. Siegfried u. Brunhilde in der nordiſchen Sage. 3. Wie erſcheint Karl der Große in den drei Balladen von Uhland: Klein Roland, Roland Schildträger und König Karls Meerfahrt?— 4. Wie Frevelmut beſtraft wird, durch Beiſpiele aus der Dichtung zu zeigen. 5. Charakterzüge des Grafen von Limburg, nach Uhland „Der Schenk von Limburg“— 6. Wie es zwiſchen Friedrich Barbaroſſa und Heinrich dem Löwen zum Bruche kam.— 7.„In Fährden und in Nöten zeigt erſt das Volt ſich echt“, durch Beiſpiele zu beweiſen.
II. 1. Ueber die Eingangsſzene von Schillers„Wilhelm Tell“.— 2. Gedanken in Tells Selbſt geſprach.— 3. Wie macht ſich der Krieg bei uns bemerkbar?— 4. Hat der Krieg auch ſein Gutes? — 5. Juſt und ſein Pudel.— 6. Was erfahren wir aus Leſſings„Minna von Barnhelm“ über den Major von Tellheim?— 7. Der Winter als Freund und Feind des Kriegers.
I. 1. Inhalt des vierten Geſanges von Hermann und Dorothea.— 2. Ueber die Neugier.— 3. Arndt als vaterländiſcher Dichter.(Klaſſen- und Prüfungsarbeit.)— 4. Heilig ſei dir der Tag, doch ſchätze das Leben nicht höher als ein anderes Gut, und alle Güter ſind trüglich.— 5. Tie Wahrheit der Worte:„Es kann der Frömmſte nicht im Frieden bleiben, wenn es dem böſen Nach— bar nicht gefällt“ ſoll an Beiſpielen nachgewieſen werden.— 6. Was beſtimmt die Jungfrau von Orleans in den Kampf zu ziehen?— 7. Mit welchem Recht wird Uhland von Geibel vor allem als echt deutſcher Dichter geprieſen?(Klaſſen- und Prüfungsarbeit.)
Uaturwiſſenſchaftliche Arbeiten: à. In der Botanik und Zoologie: III. 1. Brassica nanus,
Winterraps.— 2. Welche Pflanzen haben wir auf dem letzten Spaziergang beobachtet?— 3. Der Mais.— 4. Wie ſind die Vögel zum Fliegen eingerichtet?— 5. Vergleich zwiſchen der Wildente und
der Wildgans.— 6. Der Kohlweißling.— 7. Die Stubenfliege. 1 1I. 1. Wie iſt eine junge Bohnenwurzel gebaut und wie nimmt ſie die Nährſtoffe auf?—
2. Die Waſſerverdunſtung der Pflanze.— 3. Die Bewegungserſcheinung der Pflanze.— 4. Welche Vorgänge ſpielen ſich bei der Verdauung im Magen und im Darm ab?— 5. Der Blutkreislauf des Menſchen.— 6. Die Haut des Menſchen.— 7. Die Kreuzſpinne und der Skorpion, ein Vergleich.
1. 1. Die Milchſäurebakterien.— 2. Die Stachelhäuter.— 3. Die Flußmuſchel.— 1 6. In der Chemie, Geſteinskunde, Phyſik und Wetterkunde: III. 1. Das Waſſer.—
2. Wodurch binden die drei Mörtelarten?— 3. Die wichtigſten Säuren.— 4. Natrium und ſeine Verbindungen. 5. Die Flaſchenzüge.— 6. Warum müſſen wir beim Bergabfahren bremſen?— 7. Wie erwärmt ſich das Waſſer im Dampfkeſſel?— 8. Wodurch entſteht Nebel?
II. 1. Die wichtigſten Phosphate— 2. Ammonium und ſeine Verbindungen.— 3. Woraus
beſteht die Futterrübe?— 4. Woraus beſteht die Kuhmilch?— 5. Wie wirkt der Spiegel und die Linſe bei der Fahrradlaterne?— 6. Das Prismenfernrohr.
I. 1. Die Kohlen.— 2. Weshalb waſchen wir uns mit Seife?— 3. Milch⸗ und Butterſäure gärung.— 4. Die wichtigſten Desinfektionsmittel(Prüfungsarbeit).— 5. Der Blitzableiter.— 6. Wie wird beim Fernſprecher der Schall übertragen?— 7. Deutſchland als Meeresgrund.— 8. Die vul⸗ kaniſchen Geſteine der Weilburger Gegend.(Abiturienten⸗ und Probearbeit.) 3


