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Landwirtſchaftliche Arbeiten: II. 1. Ein Luzerneacker von viereckiger Geſtalt mißt in der Dia⸗ gonale 212,6 m, die zugehörigen Höhen ſind 51,8 m bezw. 70,4 m lang. Auf 1 ha genügen bei 90% Gebrauchswert 38 ke Saatgut. Die verfügbare Menge hat 92% Reinheit und 90,3% Keimfähigkeit. Wieviel Saatware iſt zu beſchaffen? Was koſtet die Saatware für 1 Mg.?(1 Doppelz.= 178 ℳ)— 2. Welchen Schaden kann der Froſt den Kulturpflanzen zufügen und was kann der Landwirt dagegen tun?— 3. Weshalb muß der Landwirt ſeine Felder düngen?— 4. Die Düngung der Obſtväume— 5.„. Landwirt Aà. will einen Eimer voll Karbolſäurelöſung für Desinfektionszwecke anſetzen. Wieviel Material hat er zu verwenden? v. Zum Abſpülen des Stallfußbodens ſind 16 Kreſolſchwefelſäure⸗ löſung nötig. Wie iſt die Löſung herzuſtellen? c. Wieviel Formalin und Waſſer iſt zur Luftdesinfektion eines Stalles nötig?— 6. Der Kampf gegen die Tuberkuloſe.— 7. Wie ſchützt ſich der Landwirt vor Schaden beim Viehhandel?(ln praktiſchen Beiſpielen gezeigt.)—
I. 1. Läßt ſich eine Milchkuh(1150 Pfd.) bei einer täglichen Milcherzeugung von zirka 161 nur mit jungem Rotklee ausreichend ernähren?— 2. Ein Arbeitspferd mit dem Gewicht von 13,6 Ztr. erhält täglich 16 Pfd. mitleres Wieſenheu, 3 Pfd. Roggenhäckſel, dazu 4 Pf. Möhren. Wieviel Hafer iſt zur Ergänzung der Ration hinzuzufügen, wenn mittlere Arbeit verlangt wird? Wie teuer wird die Ration?— 3. Sechs ſieben Monate alte Maſtſchweine ſollen mit Gerſtenſchrot und Fiſchfuttermehl ernährt werden. Wieviel Futtermittel ſind täglich zu reichen? Wie teuer wird die Tagesration für ein Tier?— 4. Düngewert und Verwendung der wichtigſten Wirtſchafts⸗-Düngemittel.(Abiturienten⸗ und
Probearbeit.)— 5. Die Verſicherung der Gebäude gegen Feuerſchaden.— 6. Wie entſcheidet der Land⸗ wirt, ob Verſicherung des Viehſtandes anzuraten iſt?— 7 Der Ankauf von Wertpapieren, an prak— tiſchen Beiſpielen erläutert.— 8. Der Anbau des Hafers.(Abiturienten- und Probearbeit.)
Die Verſuchs⸗ und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.
Das jetzige Verſuchsfeld(Größe ca. 76,86 a), in der Nähe der Stadt gelegen, wurde 1909 in Benutzung genommen und liefert das nötige Anſchauungsmaterial für den Unter⸗ richt im Pflanzenbau. Der mittlere und größere Teil des Feldes iſt in drei 18 m breite Flächen geteilt, die in je 8 Parzellen von je 7,5 m Breite getrennt ſind, ſodaß 24 gleich große Parzellen vorhanden ſind. Von dieſen tragen 4 Parzellen die wichtigſten Gartenge— wächſe, 11 Parzellen zeigen den Anbau der üblichen Feldgewächſe und wechſeln nach Art einer Fruchtwechſelwirtſchaft. 1914 wurden angebaut Zuckerrüben, Hafer, Klee, Winter⸗ weizen, Brachfrucht, Raps, Wintergerſte, Kartoffeln, Sommergerſte, Hülſenfrüchte,(Erbſen, Wicken), Roggen. 6 weitere Parzellen, die auch jährlich wechſeln, tragen die verſchiedenſten Sorten von Kartoffeln, Sommergetreide, Leguminoſen und ſonſtigen Futterpflanzen, Winter— getreide, Rüben und Möhren, Mais und Hirſe, Oelpflanzen und Geſpinſtpflanzen. Die letzten 3 Parzellen ſind zum Anbau von Dauerpflanzen beſtimmt, wie Luzerne, Eſparſette zc. Die übrigen Feldflächen, teils unregelmäßiger Form, tragen Obſtbäume(Hochſtämme, Halbſtämme, Buſchform), Beerenobſt, Gras und allerhand Gewächſe ſelteneren Vorkommens, wie auch Pflanzen für den botaniſchen Unterricht. Zur Unterbringung der Geräte, Säme⸗ reien, Ernteerzeugniſſe iſt ein Häuschen mit 2 Räumen und Schuppen vorhanden.— Die Schüler werden mit ſämtlichen Kulturarbeiten bekannt gemacht, führen ſie teils auch ſelbſt aus.
Die Bibliothek.
a. Die Lehrerbibliothek hat ſich von 4986 auf 5030 Werke vermehrt. An Büchern ſind der Anſtalt geſchenkt worden:
Von Sr. Erzellenz dem Herrn Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten: Landw. Jahrbücher, Jahrgang 46. Ergänzungsband dazu.— Landw. Verſuchsſtationen, Band 83, 84, 85.— Protokolle der Zentral⸗Moorkommiſſion, Sitzung 72. Inhaltsverzeichnis über Protokolle der Sitzung 41—72.— Internationale agrartechniſche Rundſchau. Landw techniſche Abteilung, Jahrgang 1913 und Abteilung für Volkswirtſchaft, Jahrgang 1913.— Statiſtiſche Nachweiſungen aus dem Gebiete der landw. Verwaltung von Preußen. Jahrgang 1913.— r G. Oldenburg, Das landw. Unterrichts⸗ weſen in Preußen. Berlin 1913— Dr. Pfannenſchmidt, Die argentiniſche Viehzucht im Hauptproduk⸗ tionsgebiete. Berlin, 1914.—„r. B. Tacke, Vergleichende Fütterungsverſuche mit verſchiedenen Heu⸗ ſorten von Niederungsmoor, Hochmoor, Marſch⸗ und Mineralvoden. Berlin, 1914.—„r. J. Forſt, Agrarverfaſſung und Landwirtſchaft in Norwegen. Berlin, 1914.— 50 Jahre deutſches Rotes Kreuz 1864— 1914, 3 Exemplare.„
Von der Landw. Hochſchule in Berlin: Dr. G. Fiſcher, Die Bedeutung der Elektrizität für die Energieverſorgung Deutſchlands. Berlin, 1914.


