Jahrgang 
1915
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Die Weihnachtsferien dauernten vom 23. Dezember bis 5. Januar 1915.

Am 24. Dezember wurde Kand. Melcher mit Genehmigung des Miniſteriums für den Reſt des Winterhalbjahres beurlaubt.

Am 27. Januar fand in der feſtlich geſchmückten Aula die Feier der Geburtstages Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs ſtatt. Das Kuratorium war durch die Herren Bürger⸗ meiſter Karthaus und Hofrat Herz vertreten. Nach Vorträgen des Schülerchors und Deklamationen von Schülern aus allen Klaſſen hielt der Direktor die Feſtrede über das Thema:Was lehrt uns der bisherige Verlauf des Krieges?

Am 17. Februar fiel der Unterricht wegen des Sieges in OÖſtpreußen aus. Der Direktor hielt eine kurze Anſprache.

Vom 23. bis 27. Februar fand die ſchriftliche Prüfung für das Winterhalbjahr ſtatt, zu der 7 Schüler der Klaſſe! zugelaſſen waren. Die Arbeiten waren folgende:

Deutſcher Aufſatz: Mit welchem Recht wird Uhland von Geibel vor allem als echt deutſcher

Dichter geprieſen? Franzöſiſche Arbeit: Ueberſetzung eines franzöſiſchen Stückes ins Deutſche und eines deutſchen ins Franzöſiſche.

Mathematiſche Arbeit:. Ein Dreieck durch gerade Linien, welche von einem Punkte einer Seite auslaufen, in drei gleiche Teile zu teilen.

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c. 50/t lehmiger Erde ſollen zu einem kegelſtumpfförmigen Haufen aufgeſchüttet werden, der an ſeiner Grundfläche einen Umfang von 16 m, an ſeiner Abſtumpfungsfläche einen ſolchen von 10 m erhalten ſoll. Wie hoch wird er werden? p= 2,06. d. Ein Landwirt will 580 z Kartof⸗ feln, die er am 1. Oktober mit 5,7 für 1 àz verkaufen kann, bis zum 1. März aufbewahren, um ſie dann teurer zu verkaufen. Wie hoch muß der Preis am 1. März wenigſtens ſein?

Uaturwiſſenſchaftliche Arbeit: Die vulkaniſchen Geſteine der Weilburger Gegend.

Landwirtſchaſtliche Arbeit: Der Anbau des Hafers.

Am 23. März folgte die mündliche Prüfung unter dem Vorſitz des Herrn Regierungs und Schulrats Below als Kommiſſar der kgl. Regierung. Das Kuratorium war durch Herrn Hofrat Herz⸗Weilburg vertreten. Folgende Schüler beſtanden die Prüfung(die erſten beiden unter Erlaß der mündlichen Prüfung):

440. Moritz Willig, geboren am 2. September 1898, Sohn des Bauunternehmers K. Willig zu Gräveneck, Kreis Oberlahn, aufgenommen in Klaſſe V am 4. April 1910. Gewählter Beruf: Lehrer.

441. Hermann Haſſelbach, geboren am 4. Januar 1899, Sohn des Schuhmacher⸗ meiſters Aug. Haſſelbach zu Weilburg, aufgenommen in Klaſſe V am 4. April 1910. Ge⸗ wählter Beruf: Beamter.

442. Heinrich Schwieder, geboren am 4. November 1897, Sohn des Landwirts H. Schwieder zu Frankenberg, Bez. Caſſel, aufgenommen in Klaſſe II am 15. April 1912. Gewählter Beruf: Landwirt.

443. Hans Troſtorff, geboren am 25. Auguſt 1896, Sohn des prakt. Arztes Dr. Troſtorff zu Bochum i. Weſtf., aufgenommen in Klaſſe III am 15. April 1912. Gewählter Beruf: Ingenieur.

444. Karl Wahl, geboren am 22. Auguſt 1899, Sohn des Landwirts K. Wahl zu Ahauſen, Kr. Oberlahn, aufgenommen in Klaſſe V am 4. April 1910. Gewählter Beruf: Landwirt.

445. Werner Nafziger, geboren am 11. März 1900, Sohn des Landwirts Jul. Nafziger zu Hof⸗Gladbach, Kreis Oberlahn, aufgenommen in Klaſſe V am 4. April 1910. Gewählter Beruf: Landwirt.

446. Fritz Kurz, geboren am 9. April 1899, Sohn des Bureaubeamten Ed. Kurz zu Weilburg, aufgenommen in Klaſſe V am 19. April 1909. Gewählter Beruf: Techniker.

Am 31. März, dem Tage des Schulſchluſſes, trat Dr. Meinecke aus dem Lehrer kollegium aus, um ſich dem Provinzial-Schulkollegium für Provinz Sachſen wieder zur Ver fügung zu ſtellen. Die Seminarmitglieder Dr. Bill, Bindel und Schultze wurden aus dem Seminar entlaſſen. Die Schule ſchloß mit einer Bismarckfeier, bei der Prof. Freybe die Feſtrede hielt.