Jahrgang 
1915
Einzelbild herunterladen

12 0

Das Sommerhalbjahr begann am 21. April. In das pädagogiſche Seminar traten 8 Kandidaten ein.

Am 24. April trat Dr. Franz Meinecke aus Halle a. S. als wiſſenſchaftlicher Hilfs⸗ lehrer in das Lehrer-Kollegium ein.

Am 25. April machten die Schüler unter Leitung von Prof. Freybe und Oberlehrer Dr. Heyl einen Ausflug.

Vom 27. bis 29. April war Prof. Helmkampf wegen Trauerfalles in ſeiner Familie beurlaubt.

Vom 1. bis 27. Mai war Kand. Günther beurlaubt, um ſich einem Examen zu unterziehen.

Am 7. Mai hielt das Kuratorium eine Sitzung ab und ſchlug Prof. Helmkampf dem Magiſtrat als Nachfolger des verſtorbenen Direktors vor.

Am 12. Mai wählte der Magiſtrat Profeſſor Helmkampf zum Direktor.

Am 18. Mai trat Kandidat Nifbe nachträglich dem Seminar als Mitglied bei.

Vom 20. Mai bis 4. Juni war Kand. Melcher zur Ordnung von Anſiedlungsangelegen heiten nach Sulingen in Hann. beurlaubt.

Die Pfingſtferien dauerten vom 29. Mai bis 5. Juni.

Am 5. Juni genehmigte die Regierung die Uebernahme des kathol. Religionsunterrichts durch Kaplan Velten.

Am 16. Juni mußte ein Schüler der Anſtalt wegen grober Verſtöße gegen die Schul ordnung von der Anſtalt entfernt werden.

Am 20. Juni unternahmen die Schüler unter Leitung von Prof. Freybe und Ober lehrer Dr. Heyl einen Ausflug.

Am 25. Juni wurde Kandidat Völlmer zu einer achtwöchigen militäriſchen Uebung einberufen.

Die Sommerferien dauerten vom 3. Juli bis 4. Auguſt.

Am 1. Auguſt ſchied Kandidat Rudelius aus dem Seminar aus, um die Stelle eines Bezirkslandwirts im Schutzgebiet anzunehmen; er trat aber in das Heer ein.

Vom 3. bis 26. Auguſt beſuchte Herr S. Drenovsky im Auftrage der bulgariſchen Regierung die Anſtalt, um den Schulbetrieb kennen zu lernen.

Infolge der Mobilmachung wurde der Untericht bis zum 11. Auguſt ausgeſetzt. Schule und Seminar nahmen ihre Arbeit wieder voll auf.

Die Kandidaten Günther, Zimmer waren infolge Eintritts in das Heer aus dem Seminar ausgeſchieden.

Am 22. Auguſt fand auf Anordnung der Regierung Not⸗Reifeprüfung(unter Fortfall der ſchriftlichen Prüfung) ſtatt, der ſich 9 Schüler der J. Klaſſe unterwarfen. Alle 9 Schüler erhielten das Reifezeugnis. Ihre Namen ſind:

430. Felix Ludwig, geboren am 30. Auguſt 1894, Sohn des Rentners Auguſt Ludwig zu Fritzlar, Bez. Caſſel, aufgenommen in Klaſſe III am 7. Auguſt 1911. Gewählter Beruf: Landwirt.

431. Otto Hellwig, geboren am 11. Oktober 1894, Sohn des Gutsbeſitzers G. Hellwig zu Allendorf, Kr. Homberg, aufgenommen in Kl. III am 15. April 1912. Gewählter Beruf: Landwirt.

432. Wilhelm Mogk, geb. am 13. Auguſt 1894, Sohn des Bauunternehmers W. Mogk zu Bad Wildungen, Waldeck, aufgenommen in Kl. III am 21. April 1911. Gewählter Be⸗ ruf: Landwirt.

433. Hugo Hocke, geboren am 18. Februar 1897, Sohn des Landwirts Joh. Heinr. Hocke zu Zennern, Kr. Fritzlar, aufgenommen in Kl. III am 4. Januar 1912. Gewählter Beruf: Landwirt.

434. Georg Huber, geboren am 29. Juni 1895, Sohn des Kgl. Garteninſpektors K. Huber zu Oberzwehren bei Kaſſel, aufgenommen in Kl. III am 4. April 1910. Gewählter Beruf: Obſtbaufach.

435. Karl Jung, geboren am 7. September 1896, Sohn des Kaufmanns E. Jung zu Weilmünſter, Oberlahnkreis, aufgenommen in Kl. III am 30. März 1912. Gewählter Beruf: Elektrotechniker.