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3. zum Eintritt in die Geſchäftsſtelle der Deutſchen Landwirtſchaftsgeſellſchaft zum Zwecke der Ausbildung kaufmänniſch- und verwaltungstechniſch geſchulter landwirtſchaftlicher Beamten,(Rechnungsführer, Rentmeiſter, Amtsſekretäre);
4. zum Eintritt in die Königliche Gärtnerlehranſtalt zu Dahlem bei Steglitz (Vorort von Berlin), wenn zugleich eine vierjährige gärtneriſche Praxis in einer Handelsgärtnerei und in einer Baumſchule nachgewieſen wird;
Ausbildungsbetrag jährlich 250 Mk. Die Anſtalt verfügt über Stipendien. Nach Beſtehen der Abſchlußprüfung Möglichkeit der Anſtellung im Staatsdienſt mit auskömmlichem Gehalte.
5. zum Eintritt in die Königliche Lehranſtalt für Wein-, Obſt- und Gartenbau zu Geiſenheim(Rgbz. Wiesbaden) nach vorangegangener zweijähriger praktiſcher Lehrzeit;.
6. zum Eintritt in das Königliche Pomologiſche Inſtitut(Fachſchule für Garten— und Obſtbau) zu Proskau, Rgbz. Oppeln;
7. zum Eintritt als Bewerber(Supernumerar) der mittleren Beamtenlaufbahn, nämlich:
a) bei den Königlichen Regierungen(Ausbildung zum Kreis⸗ und Regierungs⸗ ſekretär, Rentmeiſter ac.),
b) bei der Gerichtsverwaltung(Ausbildung für den Bureaudienſt, Gerichts⸗ ſekretär ꝛc.)
c) ſn Königlichen Eiſenbahndienſt(Ausbildung für den Bureau- und niederen techniſchen Dienſt)) 2
d) im kaiſerlichen Poſtdienſt und Telegraphendienſt(Ausbildung zu Aſſiſtenten, Poſtverwaltern, Poſtmeiſtern, Bureau⸗ und Kaſſenbeamten ꝛc.),
e) bei der Königlichen Berg⸗, Hütten⸗ und Salinenverwaltung(Bureaudienſt),
f) zum Eintritt in die Zahlmeiſter⸗ und niedere Intendanturlaufbahn der Armee(aber nicht der Marine!),
8. zum Eintritt in die Marine⸗ und die Torpedoingenieurlaufbahn;
Vorbedingung iſt außerdem noch der Nachweis einer 30monatigen praktiſchen Ausbildung auf einer der vom K. Marinekommando vorgeſchriebenen oder als geeignet zugelaſſenen Schiffswerften und Maſchinenfabriken nach Maßgabe der Einſtellungsbedingungen.—
9. zur Teilnahme an Handelshochſchulkurſen nach vorangegangener praktiſcher Ausbildung im kaufmänniſchen Betriebe;
10. zur Ausbildung als Zeichenlehrer an höheren Lehranſtalten nach Beſuch der Königlichen Akademie der bildenden Künſte in Berlin.
Lehrlings⸗-(ſ. g. Eleven⸗)ſtellen zur praktiſchen Erlernung der Landwirtſchaft, wobei auf die beſonderen Wünſche der Bewerber Rückſicht genommen wird, vermittelt für das geſamte Reichsgebiet die„Buchſtelle der Deutichen Landwirtichaftsgeſellſchaft“(Berlin S. W., Deſſauerſtraße 14).
Da der Bedarf an Rechnungsführern, Rentmeiſtern, Amtsvorſtehern. Amtsſekretären und ſonſtigen landwirtſchaftlichen Verwaltungsbeamten immer noch zunimmt, ſo wird darauf beſonders aufmerkſam gemacht und darauf hingewieſen, daß die Buchſtelle der Deutſchen Landwirtſchaftsgeſellſchaft Abiturienten unſerer Anſtalt gern in den erwähnten Geſchäftszweigen ausbildet(vergl. oben Nr. 3) und auch bereit iſt, die von ihr ausge⸗ bildeten Zöglinge mit Gehalt anzuſtellen. Die näheren Bedingungen ſind durch die Buch⸗ ſtelle der D. L. G. zu erfahren.
Schüler, die Luſt zeigen, ſich den deutſchen Kolonien zuzuwenden, ſei es als Land⸗ wirt oder als Kolonialbeamter, werden auf die Kolonialſchule zu Witzenhauſen (a. d. Werra, Rgbz. Kaſſel) aufmerkſam gemacht, in der junge Leute für den kolonialen Landwirtſchaftsbetrieb praktiſch vorgebildet werden. Der Schulvorſtand, der gern nähere Auskunft erteilt, vermittelt den Zöglingen der Anſtalt nach Beendigung des Ausbildungs⸗ ganges Stellungen in den Kolonien.


