23
——
der Lohn pro Mäher 2,50 M., die Koſten für ein Geſpann incl. Knecht 5,50 M. betragen? b. Die Fläche ſoll pro ¼ ha 6 kg N erhalten; wie viel kg Chileſalpeter ſind nötig? c. Wie viel ſchwefelſaures Ammoniak wäre nötig, wenn ſeine N⸗Wirkung nur%0 der des Chileſalpeters iſt? d. Wie viel Saatgut iſt herzurichten, wenn die verfügbare Ware 98% Keimfähigkeit und 94% Reinheit beſitzt?— 3. In Ahauſen liegt ein Hof in der Größe von ca. 90 Morgen Ackerland und 15 Morgen Wieſen. Das Feldſyſtem iſt verbeſſerte Drei⸗ felderwirtſchaft. Auf welche Weiſe könnte auf dieſem Hofe die Viehhaltung zweckmäßig eingerichtet werden? — 4. Ein maſſives Gebäude koſtet 16580 M. Wie hoch ſind die jährlichen Unkoſten excl. Steuern, wenn auf Reparaturen ½%, auf Feuerverſicherung 2%0 entfallen, wenn jährlich eine Summe zu 3% auf Zinſeszins angelegt werden ſoll, ſo, daß nach 100 Jahren das Gebäude neu errichtet werden kann, wenn endlich die Ver⸗ zinſung des Baukapitals zu 3 ½% angenommen wird?— 5. a. Ein landwirtſchaftlicher Arbeiter(Jahres⸗ verdienſt 750 M.) wird durch einen Unfall getötet. Er hinterläßt eine Frau mit 4 Kindern unter 15 Jahren. Wie groß iſt das Begräbnisgeld? Wie viel Rente bekommt die Witwe und jedes Kind? Wie viel Rente be⸗ käme jedes Kind, wenn die Witwe nach Jahresfriſt ſtürbe? b. Ein Schmied muß ſeinen Dienſt aufgeben. Er hat 5 Jahre lang 235 Lohnbeiträge in Lohnklaſſe III entrichtet. Der ortsübliche Tagelohn iſt 1,80 M. Er verdient wöchentlich noch 3,50 M. Hat der Schmied Anſpruch auf Invalidenrente? c. Ein Verſicherter hat nach Vollendung des 70. Lebensjahres 1500 Beiträge geleiſtet, und zwar 200 in Lohnklaſſe I, 400 in ill, 800 in IV. Die übrigen 100 Wochen ſind ihm wegen Krankheit und Militärdienſtes angerechnet. Wie viel Altersrente bekommt er?— 6. a. Ausfüllung eines Wechſelformulars mit einem Indoſſament und mit Angabe des Stempelbetrages. d. Jemand will 7500 M. entweder in 4% deutſcher Reichsanleihe(Kurs 105,3) oder in 3 ½% Pfandbriefen(Kurs 96,7) anlegen. Wie viel hat er für jedes Papier zu zahlen? Welche Anlage iſt die vorteilhaftere?— 7. a. Der Anbau der Kleearten. b. Beſtimmung vorgelegter Samenproben.(Abi⸗ turienten⸗ und Probearbeit).— 8. Die Produktivgenoſſenſchaften.— 9. Die Zuſammenſetzung der Wurzeln und Knollen.— 10. Die Biertréber.— 11. a. Wie viel Milch hat ein 65 Pfund ſchweres Kalb bei reichlicher Er⸗ nährung nötig, und wie viel Nährſtoffe enthält dieſe Nahrung?(ſpez Gew. 1,033). b. Wie viel Leinſamen ſind nötig, um 1 kg Magermilch den Fettgehalt der Vollmilch zu geben?„c. Genügt eine Ration aus 40 kg grünem Rotklee und 3 kg Haferſtroh zur Ernährung einer wenig milchergiebigen Kuh von 400 kg Lebendge⸗ wicht?— 12. a. Wie viel Heu iſt zur Ernährung einer ziemlich milchergiebigen Kuh nötig? b. Ein Maſt⸗ ſchwein(½ Jahr) erhält 4 kg Kartoffeln. Wie viel kg Gerſtenſchrot und Fleiſchfuttermehl ſind zur Vervoll⸗ ſtändigung der Ration erforderlich? Welches Nährſtoffverhältnis hat die Ration?— 13. Wie viel Butter liefert die Milch eines Milchſammelgefäßes, deſſen Höhe 1,20 m, deſſen unterer Durchmeſſer 0,80 m, und deſſen oberer Durchmeſſer 0,64 m beträgt, wenn das Gefäß zu ⁄ gefüllt iſt, und wenn der Ausrahmungsgrad 85, der Ausbutterungsgrad 90 iſt?— 14. 48 Landwirte gründen eine Molkerei. Das Anlagekapital beträgt 4500 M. für das Gebäude, 5800 M. für das Inventar. Die Koſten betragen für das Gebäude 6,3%, für das Inventar 24%, für Arbeitslohn 4800 M., für Kohlen etc. 1860 M. Die täglich verarbeitete Literzahl Milch iſt 2000. Wie viel müßte jeder Genoſſe zum Gebäudekapital beiſteuern, wenn die Summe geliehen iſt und mit 4% verzinſt, mit ¼¾% amortiſiert wird? Welches iſt die jährliche Ausgabe der Molkerei? Welchen Gewinn erzielt ſie, wenn 1 Liter Milch um 1 ⅛ Pf. höher verwertet wird, als die Einkaufskoſten betragen?— 15. Arbeit aus der Buchführung.— 16. Abiturienten⸗ und Probearbeit.
Die Lehrerbibliothek hat ſich von 3788 auf 3851 Werke vermehrt. An Büchern ſind der Anſtalt geſchenkt worden:
Von Sr. Exzellenz dem Herrn Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten: Thiel, landwirt⸗ ſchaftliche Jahrbücher 1896, Ergänzungsband 3 und 4, Bd. XXVI(1897) H. 1— 6 nebſt Ergänzungsband 2 und 3.— Nobbe, landwirtſchaftliche Verſuchsſtationen Bd. XI.VIII, H. 6; XLlIX, H. 1— 5.— Statiſtik der landwirtſchaftlichen Unterrichtsanſtalten in Preußen für 1896.— Protokoll der 37.(1896) und 38.(1897) Sitzung der Central⸗Moor⸗Kommiſſion.— W. Augſchun, Lehr⸗ und Leſeſtoffe zur Fortbildung angehender Landwirte. Frankfurt a. M. 1897.— Hollmann und Knak, Deutſches Leſebuch für Ackerbauſchulen, landwirt⸗ ſchaftliche Winterſchulen und ländliche Fortbildungsſchulen. Berlin. 1897.— Gehrig, Helmkampf und Kraus⸗ bauer, Leſebuch für ländliche Fortbildungsſchulen ſowie für landwirtſchaftliche Winter⸗ und Ackerbauſchulen. Ausgabe A. Teil 1 und 2. Gera. 1897.— Bericht der Kgl. Lehranſtalt für Obſt⸗, Wein⸗ und Gartenbau zu Geiſenheim a. Rhein zur Erinnerung an das 25jährige Beſtehen derſelben, erſtattet von R. Goethe. Wiesba⸗ den. 1897.— Jahresbericht über die Fortſchritte der Agrikulturchemie N. F. XVIII, 1895.
Von dem Magiſtrat hieſiger Stadt: R. Kolb, Adolph, Großherzog von Luxemburg, Herzog von Naſſau. Wiesbaden. 1897.
Von dem Deutſchen Fiſchereiverein: Zeitſchrift für Fiſcherei. 4. Jahrgang, 1896, H. 7; 5. Jahr⸗ gang, 1897, Beilage und H. 1—4.— Allgemeine Fiſcherei⸗Zeitung, Jahrgang 1897, H. 5— 24.
Von den Herren Verfaſſern: Heinrich Pflips, Das Luxemburger Land. Aachen, 1895.— Jakob Eich und Peter Eich, Ein Jahrhundert in Kampf und Sieg 1797— 1897. Arnsberg, 1897.— Guſtav Deißmann, Der Stallmiſt und ſeine zweckmäßige Behandlung. 1896.— Derſelbe, Unterſuchungen über die Zuſammen⸗ ſetzung der Koloſtrum⸗Milch und Ermittelung der Stoffveränderungen beim Übergang zur normalen Milch. Heidelberger Diſſertation 1897.— B. L. Kühn, Weinverfälſchungen und der Vinoſine⸗Geſetzentwurf des Herrn v. Plötz und Genoſſen. Berlin. 1897. 4.
Von den Herren Verlegern: Lüdecking, Franzöſiſches Leſebuch 1. Teil. Leipzig, Amelangs Verlag, 1897.— Roth, Landwirtſchaftliche Berechnungen für mittlere und niedere landwirtſchaftliche Schulen. Chem⸗


