Jahrgang 
1898
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Sommer.

Chemie, 8 St. Indem von der Betrachtung der den Schülern bekannten phyſikaliſchen Ei genſchaften des Waſſers ausgegangen wird, wird durch die Zerſetzung desſelben vermittelſt Natriums das Element Waſſerſtoff gewon⸗ nen. Darſtellung desſelben aus Schwefelſäure und Zink. Vorläufiges über Schwefelſäure. Eigenſchaften des Waſſerſtoffs. Betrachtung der Veränderungen, welche die Metalle durch Erhitzen an der Luft erleiden. Gewinnung des Elements Sauerſtoff und gleichzeitig Stickſtoff. Darſtellung des Sauerſtoffs aus Queckſilberoxyd und chlorſaurem Kalium; Vor⸗ läufiges über Kalium. Eigenſchaften des Sau erſtoffs; Vorläufiges über Phosphorſäure. Waſſerſtoff und Sauerſtoff zuſammengefaßt in der Analyſe und Syntheſe des Waſſers. Der Verbrennungsprozeß. Einführung in die chemiſche Formelſprache. Bedeutung des Sau⸗ erſtoffs in der Natur. Darſtellung des Stickſtoffs aus der atmoſphäriſchen Luft, Zuſammenſetzung derſelben, durch Analyſe ge⸗ wonnen. Verbindung des Stickſtoffs mit Sauerſtoff. Salpeterſäure. Begriff der Säuren, Baſen und Salze im allgemeinen, die Nitrate im beſonderen. Salpetrige Säure, Stickoxyd, Stickoxydul, Stickſtoffperoxyd. Verbindung des Stickſtoffs mit Waſſerſtoff: Ammoniak, ältere und neue Gewinnung desſelben, Eigenſchaften, Hinweis auf die landwirtſchaftliche Bedeutung. Der Kohlenſtoff. Vorläufiges über ſeine 3 Modifikationen. Die Verbindungen des Koh⸗ lenſtoffs mit Sauerſtoff; Kohlendioxyd und Vorläufiges über die Salze der Kohlenſäure. Vorläufiges über Kohlenhydrate, Fette und Eiweißſtoffe. Kohlenmonoxyd, die Kohlenwaſ⸗ ſerſtoffe, das Weſen der Flamme, Leuchtgas. Die Salzſäure. Entwicklung des Chlors aus derſelben vermittelſt Braunſtein. Eigen⸗ ſchaften und Anwendung des Chlors. Ver⸗ bindung des Chlors mit Waſſerſtoff, Chlor⸗ waſſerſtoff und die Chloride. Chlor und Sau⸗ erſtoff: die Chlorſäure, unterchlorige Säure und deren Salze. s ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.

Rechnen, 2 St. Zins⸗, Prozent⸗, Geſellſchafts⸗ und Miſchungsrechnung.

geometrie und Linearzeichnen, 5 St. Gleich⸗ heit der Linien, Winkel und Flächeninhalte geradliniger Figuren bis zum pythagoreiſchen Lehrſatz inkl. Ausführung leichterer Konſtruk⸗ tions⸗, Verwandlungs⸗ und Teilungsaufgaben mit Lineal, Zirkel und Reißfeder. 8 ſchrift⸗ liche Arbeiten zur Korrektur.

Winter.

Teichhuhn, Schnepfe, Reiher, Storch); Schwimm⸗ vögel(Enten, Gänſe, Schwan, Möwe). Schild⸗ kröten, Eidechſen, Schlangen, Schwanzlurche, ungeſchwänzte Lurche; Knochenfiſche(Barſch, Stichling, Karpfen, Hecht, Häring, Flunder, Flußaal, Zitteraal); Knorpelfiſche(Stör, Men⸗ ſchenhai, Zitterrochen, Neunauge). Säuge⸗ tiere, Vögel, Reptilien, Fiſche Morpho⸗ logie der Gliederfüßler im Anſchluß an die Betrachtung häufigerer und größerer Vertreter ihrer einzelnen Abteilungen: Mai⸗ käfer, Biene oder Horniſſe, Skorpionsfliege, Rindsbremſe oder Schneißfliege, Kohlweißling, Heupferd, Libelle, Baumwanze, Sandaſſel, Kreuzſpinne, Flußkrebs. 4 ſchriftliche Ar⸗ beiten zur Korrektur.

Phyſik, 4 St. Die Mechanik auf experi⸗ menteller Grundlage. Mechanik der feſten Körper. Die 6 einfachen Maſchinen. Paralle⸗ logramm der Kräfte. Der freie Fall, die Cen⸗ tralbewegung, die Centrifugalkraft, das Pen⸗ del, die Uhr. Mechanik der flüſſigen Kör⸗ per. Bodendruck, Seitendruck und Auftrieb des Waſſers. Anwendung des archimediſchen Prinzips zur Beſtimmung des ſpezifiſchen Ge⸗ wichts. Das Aräometer. Mechanik der luft⸗ förmigen Körper. Der Druck der Luft und darauf beruhende Vorrichtungen(Heber, Pumpe, Feuerſpritze). Meſſung des Luftdruckes, Barometer. Höhenmeſſung, Bedeutung für die Beurteilung des Wetters. Techniſche Anwen⸗ dung der verdichteten und verdünnten Luft.

Mineralogie, 4 St. Die Mineralien des Koh⸗ lenſtoffs, der Alkalimetalle(Kochſalz, die Staß⸗ furter Salze, Chiliſalpeter), der alkaliſchen Erdmetalle(Gips, Kalkſpat), Quarz. Die wich⸗ tigſten Silikate, inſonderheit die für die Bo⸗ denbildung bedeutſamen: Feldſpat, Glimmer, Augit, Hornblende. Der Thon. Die Minera⸗ lien der Schwermetalle, mit beſonderer Be⸗ rückſichtigung der in Heſſen⸗Naſſau vorkom⸗ menden Erze. In Anknüpfung an charakte⸗ riſtiſche Formen die bekannteſten Kryſtallfor⸗ men und Kryſtallſyſteme. Das Wichtigſte aus der Geologie. 4 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.

Rechnen, 5 St. Flächenberechnung und leich⸗ tere Körperberechnungen, Ausziehen der Qua⸗ drat⸗ und Kubikwurzel. s ſchriftliche Ar⸗ beiten zur Korrektur.

freihandzeichnen, 2 St. Umriſſe und Durch⸗ ſichten einfacher Körper(für Vorgerücktere auch Schattieren).