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wurde wie bisher auch an die Primaner verteilt. Bei den Veranſtaltungen des Vereins waren Vertreter des Lehrkörpers und der Prima als Gäſte anweſend, und umgekehrt be- teiligte ſich die„Wilinaburgia“ an den Feſtlichkeiten der Schule. Die Fürſorge des Ver- eins galt hauptſächlich dem„Staadenheim“, das den jetzigen wie den früheren Angehö- rigen des Gymnaſiums zu kürzerem und längerem Aufenthalt zur Verfügung ſteht. Das Heim erhielt ein neues Dach und vollſtändig neue Geſchirrausſtattung, Mitglieder ſtifte- ten einen Herd, einen Ofen und andere Gebrauchsgegenſtände. Es wäre wünſchenswert, wenn ſich auch die Eltern der Schüler durch Stiftung von Geld oder Sachen am Ausbau des Heims zum Beſten ihrer Kinder beteiligten und wenn ſie dieſe zu eifriger Benur- zung dieſes Heims anhielten, das an einem der ſchönſten Punkte des Taunus liegt. Als Weihnachtsgabe erhielten wieder alle Schüler den Kalender des Deutſchen Jugendher- bergsverbandes„Freudenborn“. Ein lang gehegter Plan wurde durch die Uberreichung der Bilder der letzten drei Direktoren in einer gemeinſamen Feier in der Aula verwirk- licht. Für die Schlußfeier konnten wieder eine Anzahl Bücherpreiſe für gute Schüler zur Verfügung geſtellt werden.— Abermals ergeht an alle Lehrer und Schüler, die die An- ſtalt verlaſſen, die Bitte, ſich der Wilinaburgia anzuſchließen. Sie bleiben ſo nicht nur untereinander und mit der Schule in ſteter Verbindung, ſondern können dadurch auch zum Wohlergehen des Gymnaſiums beitragen.
g) Schülerwanderheim„Staadenheim“.
Im Berichtsjahre hat der Verein ehemaliger Schüler in tatkräftigſter Weiſe den „Wiederaufbau“ des Heimes fortgeſetzt. Das Dach iſt neu gedeckt worden. Eine reich- haltige Ausſtattung an Kochgeſchirr, Küchen- und Eßgerät iſt beſchafft. Herd und Ofen neu geſetzt worden. Allerlei Arbeiten zur Sicherung gegen unbefugtes Betreten wur- den ausgeführt.
Das Gymnaſium ſagt herzlichen Dank den Herren des Vorſtandes Dr. Schwing, Brük- kel und Herz, des weiteren Herrn Both, Roſenkranz und Frl. Moritz; endlich Herrn Lortz(Friedberg), der eine Menge höchſt nützlicher Bürſten, Matten, Klopfer und dergl. geſchenkt hat.
Chronik der Anſtalt.
Das Schuljahr wurde am Dienstag, den 26. April 1927 mit einer gemeinſamen Schulandacht eröffnet, anſchließend fanden die Aufnahmeprüfungen der von anderen Anſtalten nach hier übergegangenen Schüler ſtatt. Die Aufnahmeprüfung für Sexta war ſchon am letzten Tage des alten Schuljahres abgehalten worden. Am Sonntag, den 26. Juni nahmen die einheimiſchen evangeliſchen Schüler und die evangeliſchen Mitglie- der des Lehrerkollegiums an dem Jugendgottesdienſt in der hieſigen Kirche teil. Der Schülerchor und die Kapelle trugen ihr Teil zum Gelingen der erhebenden Feier bei. Das Reichsjugendturnen unſerer Schüler fand am 14. Juli ſtatt. Am 19. Juli übergab der Vorſitzende der„Wilinaburgia“, Herr Studienrat Dr. Schwing, in einer Schulfeier, zu der auch Herr Direktor Marxhauſen, der ehemalige Leiter des Gymnaſiums erſchie- nen war, die von Herrn Kunſtmaler Alois Metz aus Karlsruhe gemalten Bilder der drei letzten Direktoren. Auch an dieſer Stelle iei der„Wilinaburgia“ für das prächtige Ge- ſchenk herzlichſt gedankt. Es dürfte nicht viele höhere Lehranſtalten in unſerm Va- terlande geben, die von ihren chemaligen Schülern in ſolch liebevoller und großzügiger Weiſe unterſtützt und beſchenkt werden. Die Verfaſſungsfeier begingen wir gemein- ſam am 27. Auguſt. Herr Profeſſor Debes hielt die Feſtrede. Am 21. September wurde das Herbſtturnfeſt in gewohnter Weiſe auf Webersberg unter zahlreicher Beteiligung der Eltern unſerer Schüler und der Freunde der Anſtalt gefeiert. Das Sommerhalbjahr ſchloß am 27. September mit der offiziellen Schulfeier des 80. Geburtstages des Herrn Reichspräſidenten, bei der Herr Dr. Sachtſchal die Feſtrede hielt. Die Reifeprüfung in den volkstümlichen UÜbungen und Spielen fand am 21. Oktober vor den Mitgliedern


