Jahrgang 
1928
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4. Der Elternbeirat und ſeine Betätigung.

Der Elternbeirat ſetzte ſich aus folgenden Mitgliedern zuſammen: I. Herr Hofmetzgermeiſter Brinkmann, Weilburg; 2. Herr Brunnenbeſitzer Broll, Biskirchen; 3. Herr Lehrer Bravmann, Weilburg; 4. Herr Juſtizſekretär Eberhart, Weilburg; 5. Frau Amtsrichter Lommel, Weilburg.

Erſatzleute ſind: 1. Herr Kaufmann Glöckner, Weilburg; 2. Herr Weinhändler Moſer, Weilburg; 3. Frau Sanitätsrat Dr. Rohardt, Weilburg; 4. Herr Lehrer Ketter, Gräveneck; 5. Herr Pfarrer Hild, Weinbach.

Der Elternbeirat beriet in mehreren Sitzungen gemeinſam mit den Mitgliedern des Lehrerkollegiums über Schulangelegenheiten, die die Elternſchaft und die Schule ge- meinſam angingen. Dieſe Beratungen dienten fehr zur Förderung der in der Kleinſtadt ſchon an und für ſich engen Beziehungen zwiſchen Schule und Elternhaus und zur He- bung des Verſtändniſſes für die Arbeit der Schule in den Kreiſen der Eltern.

5. Verſchiedenes.

a. Die Verwirklichung des Erweiterungs- und Umbaus der Anſtaltsgebäude ſteht nunmehr bevor. Laut Miniſterialerlaß vom 17. Oktober 1927 UII Nr. 6678 III iſt in Ausſicht genommen, für Erweiterungs- und Umbauarbeiten und Einrichtung einer Sammelheizung beim Gymnaſium in Weilburg einmalig einen Betrag von 85 000 RM. in den Entwurf zum nächſtjährigen Staatshaushalt einzuſtellen.

b. Der Herr Miniſter bewilligte auch in dieſem Schuljahre 2000 KM. für Anſchaf- fung neuer Schulbänke, ferner 1300 RM. für neue Klaſſenſchränke, 1000 RM. zur Er- neuerung und Ergänzung der Turngeräte und 3oo RM. für eine Radio-Empfangsanlage.

c. Der Direktor des Saalburgmuſeums, Herr Baurat Dr. h. c. Jakobi ſchenkte der Lehrerbibliothek Band IVI des Saalburg-Jahrbuchs und den von ihm verfaßtenFüh- rer durch die Saalburg.

c) Turn- und Spielverein.

Dem Turn- und Spielverein gehörten 20 Schüler an. In wöchentlich 2 Stunden wurde fleißig geturnt und geſpielt. An dem Webersbergfeſt hatte der Verein mit ſei- nen Riegen den Hauptanteil.

d) Muſikverein.

Der Muſikverein hat ſich in dem vergangenen Jahr gut entwickelt. Die Mitglie- derzahl beträgt 28. Die Inſtrumente konnten durch eine Spende des Herrn Minifters in Höhe von 300 RM. und durch die Hilfe der Wilinaburgia ergänzt werden. Bei den Schulfeſten, den V. D. A.-Feiern, hauptſächlich bei der Pfingſtfahrt nach Goslar konnte die Kapelle beweiſen, daß ſie an Güte gewonnen hat.

e)Wilinaburgia, Verein ehemaliger Angehöriger des Gymnaſiums zu Weilburg.

Im abgelaufenen Jahr hat dieWilinaburgia ſich weiterhin günſtig entwickelt. Zwar hat der Verein an Mitgliederzahl nicht in demfelben Maßte wie bisher zugenom- men, die Zahl iſt von 570 auf 597 geſtiegen, dafür iſt aber eine erfreuliche innere Feſti- gung zu verſpüren, und ein gefunder Beharrungszuſtand ſcheint erreicht zu ſein. Leider hatte der Verein den Tod von 7 Mitgliedern zu beklagen, von denen vier noch nicht das vierzigſte Lebensjahr erreicht hatten. Die Tätigkeit zur Erfüllung der ge- ſtellten Aufgaben wurde fortgeſetzt: Pflege des Zuſammenhalts der ehemaligen Angehörigen untereinander und mit der Schule, Unterſtützung bedürftiger Mitglieder und ihrer Angehörigen, Bereitſtellung von Geldmitteln für das Gymnaſium und die Schülervereine. Von dem Nachrichtenblatt erſchienen wiederum drei Nummern; es