Jahrgang 
1925
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Tafeln: Strahlengang des Mikroſkops, Stammbaum der Kohle,

Für den chemiſchen Unterricht: eine Serie Gläſer und Flaſchen,

2 Kippſche Apparate, Quetſchhähne. Gummiſtopfen uſw. fünfzehn Flaſchen mit Chemikalien Filtrierpapiere.

4 Bände praktiſche Schulphyſik, Roſenberg, Experimentierbuch der Naturlehre. Riecka, Lehrbuch der Phyſik, Bd. I, Lecher.

Die Anſchauungsmittel des Gymnaſiums bedürfen einer umfangreichen Erneuerung. Der geringe Etat dieſer Sammlung reicht nicht einmal für Ausbeſſerung der Karten. Durch die Einnahmen aus dem Vortrag des Herrn Dipl.⸗Ing. Kämpf war es möglich 3 neue Karten und 100 Lichtbilder zu erwerben.

c.Wilinaburgia, Verein ehemaliger Augehöriger des Gymnaſiums zu Weilburg.

In der Zwiſchenzeit ſeit dem Erſcheinen des letzten Gymnaſialprogramms iſt eine Ver⸗ einigung entſtanden, die ſich für die Schule wie für ihre Mitglieder als ſehr ſegensreich und nutzbringend erwieſen hat: der Verein ehem. Angehöriger des Gymnaſiums zu Weilburg, der ſich als kurzes bezeichnendes Kennwort den NamenWilinaburgia beigelegt hat. Als man im Jahre 1920 daranging, den im Weltkrieg gebliebenen 129 früheren Angehörigen der Schule ein bleibendes Erinnerungszeichen in Geſtalt von Gedenktafeln zu widmen, da wurden alle erreichbaren Lehrer und Schüler, derzeitige und ehemalige, zur Aufbringung der Mittel aufgerufen, und am 30. Sept. 1922 konnten die Tafeln in der Aula enthüllt wer⸗ den, um deren Zuſtandekommen ſich beſonders die Herren Studiendirektor Marxhauſen, Prof. Gropius, Oberſtleutnant a. D Thaler(Berlin), Hugo Zipper, Dipl.⸗Ing. Dr. Miſchke und Carl Birkenholz Verdienſte erworben haben. Herr Prof. Gropius hat dabei in unermüdlicher Arbeit Hunderte von Anſchriften ehemaliger Angehöriger geſammelt. Die große Zahl ein⸗ gehender Spenden ließ erkennen, wie gern alle, die einſt als Lehrer oder Schüler an der Anſtalt gewirkt, ſich an ſie zurückerinnern, wie lebhaft die Anteilnahme iſt, die ſie ihr oft noch nach Jahrzehnten entgegenbringen. Das ließ bei den oben genannten Herren den Gedanken reifen, die einmal aufgenommene Verbindung nicht wieder fallen zu laſſen, ſondern nach dem Vorbild anderer Anſtalten die Ehemaligen zu einem Verein zuſammen⸗ zufaſſen. Wie richtig dieſer Gedanke war, beweiſt die Entwicklung, die der Verein genom⸗ men hat. Bei der Gründung am 12. März 1921 zählte er 15 Mitglieder, nunmehr nach 4 Jahren, umfaßt er ſchon annähernd 400, und immer noch kommen neue dazu. Der Ver⸗ ein hat es ſich zur Aufgabe gemacht, den Zuſammenhalt der ehemaligen Angehörigen unter⸗ einander und mit der Schule zu pflegen. Dies geſchieht durch ein etwa vierteljährlich erſcheinendes Nachrichtenblatt, das immer weiter ausgebaut werden konnte, durch Zuſammen⸗ künfte in größerem und kleinerem Maßſtab und durch Teilnahme an den Veranſtaltungen des Gymnaſiums. Fernerhin unterſtützt der Verein bedürftige Mitglieder und Familien⸗ angehörige, beſonders von Gefallenen. Endlich wendet er ſeine Fürſorge der Schule zu, für die der Staat heute nicht mehr ſelbſt hinreichend ſorgen kann. So wurde dem Gymnaſium im verfloſſenen Jahr ein Projektionsapparat zum Geſchenk gemacht, und ein Mitglied, Herr Prof. Dr. Kirchberger(Berlin), hat durch einen öffentlichen Vortrag weitere Geldmittel zur Ausgeſtaltung der Schulſammlungen beſchafft. Ebenſo erfreuen ſich auch die Schülervereine der Unterſtützung derWilinaburgia, ſo wurden der Muſikverein mit neuen Inſtrumenten und der Turn⸗ und Spielverein mit Sportgeräten bedacht. Daher iſt auch zum Beſten des Gymnaſiums ein weiteres Gedeihen des Vereins zu wünſchen, und es ergehe auch hier an alle Lehrer und Schüler, die die Anſtalt verlaſſen, die Bitte, ſich derWilinaburgia an⸗ zuſchließen.