Jahrgang 
1872
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In dem pag. 276 B- E durchgeführten Vergleiche zwischen einem verständigen Landmanne und einem wissenschaftlichen Lehrer charakte- risirt sich Plato ebenfalls schon als Lehrer. Der verständige Landmann, sagt Plato, wird, wenn es ihm ernstlich um die Frucht zu thun ist, nicht in das Adonisgärtchen den Saamen streuen, um sich in wenigen Tagen an dem Anblick der üppig aufgeschossenen Saat zu weiden, sondern dem Ackerbau entsprechend dabei vorgehen und zufrieden sein, wenn die Frucht im 8. Monate zur Reife gelangt. Ebenso wird der- jenige, der das Wissen vom Gerechten, Guten und Schönen hat, nicht minder seine Aufmerksamkeit dem Saamen zuwenden. Wie das Bestel- len des Adonisgärtchens gegenüber dem ernsten Landbau als εινές Idow bezeichnet wird, so auch das Schreiben gegenüber der münd- lichen Darstellung. Weit herrlicher sei aber die mρααα, wenn einer zff νασαρνααάνν§fúGνεμνοο, 1a0 puxi oœανιαοωυασασ, rei zs al œslon usr drigri μανqᷣ9oGépove, od 4νος τ qursœανινι 5 εμνν εμαακο xal osx! duoros dld exovree dομ⁵αα, 6Oev drdodlrcƷεν Fꝛꝛ⁷νοιι εεα qvõ εμενοωι τoντ d* νοναάον nαεeνειν ναυνοο αν τ⁶ν εᷣeĩπα s⁶ααονν moο³οε‿νοτεεε, sig dον eνισσμρ υναστν μαασσ. Damit stimmt dann ganz wohl die Bedeutung und das Gewicht, welches auf die αααεᷣεuB gelegt wird, die ihm als die trefflichste Methode gilt, in der Seele des Ler- nenden dauernde Einwirkung zu erzielen und herrliche Früchte zu er- reichen. Ueber die Dialektik wird p. 265 ff. eingehend gehandelt, und zwar in der Art, dass sie in diesem Sinne von Plato als etwas neues dargestellt wird:&deν τε xνν ον 1πꝙρνρσαωα Ʒυναστ⁸ν ie S x end oldd mεᷣꝓꝓνᷣρασ Gο, roĩτον diυνα ααάτννπιασν μεαν ixvνιον σσι εϑειοεο. uHα* μιννπν ll od ναραμνονα αάιο J0dy, ei uεν ⁶ιο 1*π αυmνοσεοι, εοε 0708, ⁵μ ον ενν onνds diαeεαᷣαονς.(P. 266 B).

Richtig bemerkt schon Stallbaum p. 182, Plato habe als Jüngling nicht so gegen das Schreiben und für den mündlichen Vortrag spre- chen können, da er damals noch immer nur geschrieben und kein do- cendi munus übernommen hatte. Desgleichen legt Ueberweg in seinen Untersuchungen über die Zeitfolge der platonischen Schriften das ge- bührende Gewicht darauf, dass sich im Dialoge unverkennbare Bezie- hungen auf die platonische Schule finden. Es ist dies für die Bestim- mung der Abfassungszeit des Phaedrus ein Argument, welches in dem Dialog selbst geboten ist und sich durch nichts widerlegen und ent- kräften lässt. Wir müssen also bei Abfassung des Phaedrus die plato- nische Lehrthätigkeit als schon begonnen betrachten. Wann nun diese begonnen habe, darüber fehlen bestimmte Angaben, aber durch Combi- nation lässt sich ziemliche Gewissheit darüber erlangen. Es wird uns