Jahrgang 
1872
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8 gehen? Auf die Megariker könnte es also, wie Ueberweg meint, füglich nicht gedeutet werden, weil er wegen der örtlichen Ferne keine Concurrenz zu fürchten hatte? Die Aeusserungen des Isokrates sehen nicht darnach aus, als hätte er eine Concurrenz gefürchtet, wenn er sagt, dass das Publikum solche Leute verachte und ihr Treiben für Adoleschie und Mikrologie halte(§. 8 der Rede). Dazu erklärt er selbst Antid.§. 259, dass er nicht etwa aus Brotneid jene Leute ta- deln wolle, welche die rhetorischen Studien schmähen xεον υ Ʒυνεεεν 1 dy ico αενονεεα πðν⸗kwiπνυτεκιοωνφ ãm τ‿ενο π̈ον ι◻μυιν 05082e90 * Olα ‧εεν i, ⁴οςνερναα rονς νσ ον †2έονον§αααννειιιοσμέεέννον.

Ebensowenig lässt sich zu voller Evidenz bringen, dass um jene Zeit schon eine Schule des Antisthenes in Athen existirt habe. Und dass endlich alle Aeusserungen des Isokrates auf Antisthenes so ganz

vortrefflich passen sollten, scheint mir nicht so ganz der Fall zu sein.

Ueberweg beruft sich auf eine Stelle in der Helena, wo Antisthenes verspottet werde. Das ist ganz richtig, aber dort gilt es seinem be- kannten Satze: oux iorw dvzilsyeiv. Wie soll sich nun dieser Satz vereinbaren mit dem, was wir in der Rede gegen die Sophisten lesen: xal zdg rxerridsie d ee v 16φν oτοOνrse w. z. 1., wenn An- tisthenes überhaupt die Möglichkeit des Widerspruches läugnet? Des- gleichen scheint mir zu oi sròασννμάν ειν εαννενονννοο nicht besono- ders zu stimmen die Nachricht über Antisthenes, dass er gerade dem Wissen nicht solchen Werth beilegte. Bei Diog. Laert. VI. 11 heisst es, dass nach seiner Ansicht zĩι△Oiẽ zsε dοετmν rνν εεάνν εln μάιε z6» T16ν mπααςσιι εοιμεμεννν με μα ννewv. Stellt ihn ja auch Plato in die Reihe eines Euthydem in dem gleichnamigen Dialog. Auch die Sophisten läugnen dort die Möglichkeit der eigenen Ausbildung des Wissens.

Ich kann also Spengel's Ansicht durch Ueberweg nicht widerlegt sehen, vielmehr erscheint mir Ueberweg's Argumentation als ein ge- waltsamer Versuch, die Beziehungen aus der Rede zu entfernen, welche allerdings für die Zeitbestimmung des Phaedrus Schwierigkeiten machen.

Indessen glaube ich auch bei Spengel's Auffassung noch nicht ganz stehen bleiben zu müssen. Wenn wir den Inhalt der§§. 18 näher ins Auge fassen, so können wir wohl mit Grund, wie mir scheint, an- nehmen, dass unter den xεο αἀ εοι⁶αα dιαα⁵ονπss Plato selbst mit angegriffen sei. Gleich im§. 1 heisst es: zνν*πεκο*ε τ⁴ς 6016α☚ dιαοε- 66 ν5HdOi π QπOQQÿq)τα /§μρ sενι oαAενιεeᷣ νæstv. Ich kann bei diesen Worten den Gedanken an Plato selbst nicht abwehren. Denn die Her- vorhebung des wahren Wissens gegenüber dem Schein und Trug