Jahrgang 
1893
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14.

Geschichte: 1 Stunde wöchentlich, in Verbindung mit dem deutschen Unterricht. Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte: Kaiser Wilhelm II., Friedrich III., Wilhelm I., Bilder aus den Freiheitskriegen, Friedrich II., der groſse Kurfürst.

Im Sommer: Brüggemann, im Winter: Dr. Gebhard.

Geographie: 2 Stunden wöchentlich. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde, elementar und in Anlehnung an die nächste örtliche Umgebung. Erste Anleitung zum Ver- ständnis des Reliefs, des Globus und der Karte. Oro- und hydrographische Verhältnisse der Erdoberfläche im allgemeinen, und nach denselben Gesichtspunkten Bild der engeren Heimat insbesondere. Ruetz.

Rechnen: 4 Stunden wöchentlich. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zahlen, unbe- nannten und benannten. Die deutschen Maſse, Gewichte und Münzen nebst Ubung in der dezimalen Schreibweise und den einfachsten dezimalen Rechnungen. Fölsing, Rechenbuch, I. Teil.

Ruetz.

Naturbeschreibung: 2 Stunden wöchentlich. Im Sommer: Beschreibung vorliegender Blütenpflanzen; im Anschluss daran Erklärung der Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter und Blüten, leicht erkennbarer Blütenstände und Früchte. Im Winter: Beschreibung wichtiger Säugetiere und Vögel nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebens- weise, ihren Nutzen oder Schaden.. Ruetz.

Schreiben: 2 Stunden wöchentlich. Deutsche und lateinische Schrift nach Vorschriften an der Wandtafel. Taktschreiben. Luther.

Technischer Unterricht.

a. Gesang: 4 Stunden. In 2 Abteilungen. Die obere Abteilung(V II) hatte wöchentlich 2 Chor- stunden. Geübt wurden: Choräle, Motetten, Vaterlands- und Volkslieder. Sexta hatte wöchentlich 2 Stunden. Einführung in die Kenntnis der Noten etc. Gehör-, Stimm-, Treff- und Taktübungen. Einübung von Chorälen und Volksliedern. Wilk.

b. Turnen. In drei Abteilungen. VIV: Marschieren, Reihen und Schwenken, leichte Auf-

märsche, einfache Freiübungen ohne und mit Eisenstab, im zweiten Halbjahr zwei und mehr Gliederthätigkeiten verbunden, Klettern an senkrechten Stangen oder am Tau, Hang- und Liege- hangübungen am Reck und Barren, Sitzwechsel, Liegestütz, Aussprünge am Barren, leichte Übungen an der wagerechten und schrägen Leiter. IV- II: Wiederholung der Marsch- und Ordnungsübungen von VIV mit Steigerung der Schwierigkeit. Freiübungen in Gruppen; Riegenturnen unter Vorturnern. Spiele: Kriegs-, Ball- und Laufspiele; bei günstiger Witterung waren dieselben im Sommer mit Ausflügen in den Wald verbunden, doch fanden dieselben auch klassenweise in der Halle oder auf dem Turnplatze statt. Befreit von der Teilnahme am Turnunterricht waren während des Sommersemesters 3, während des Wintersemesters 7 Schüler auf Grund ärztlicher Zeugnisse. Vogel.