Jahrgang 
1893
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¹3 Rechnen: 4 Stunden wöchentlich. Resolvieren und Reduzieren. Teilbarkeit der Zahlen. Gemeine Brüche. Einfache Aufgaben der Regeldetri. Die deutschen Maſse, Gewichte und Münzen. Nach Fölsing, Rechenbuch I. Dr. Schotten.

Naturbeschreibung: 2 Stunden wöchentlich. a. Im Sommer: Vervollständigung der Lehre von den äusseren Organen der Blütenpflanzen im Anschluss an die Beschreibung und Vergleichung ver- wandter, gleichzeitig vorliegender Arten. b. Im Winter: Beschreibung wichtiger Wirbeltiere nach vorhandenen Exemplaren und Abbildungen nebst Mitteilungen über ihre Lebensweise, ihren Nutzen und Schaden. Grundzüge des Knochenbaues beim Menschen. Ruetz.

Zeichnen: 2 Stunden wöchentlich. Die gerade Linie. Geradlinige Flächenornamente. Die krumme Linie. Krumml. Flächenmuster. Im Sommer: Ruetz, im Winter: Assmann.

Schreiben: 2 Stunden wöchentlich. Deutsche und lateinische Schrift nach Vorschriften an der Wandtafel. Taktschreiben. Rundschrift für geübtere Schüler. Luther.

Sexta.

Im Sommer: Brüggemann. Im Winter: Dr. Gebhard.

Religionslehre: 3 Stunden wöchentlich. Biblische Geschichten des Alten Testamentes(nach Rauschenbusch). Gottesdienstliche Einrichtungen bei den Israeliten. Vor den Hauptfesten die betreffenden Geschichten des Neuen Testamentes. Aus dem Katechismus wurde das erste Hauptstück erläutert und mit Luthers Erklärung auswendig gelernt, ebenso der Text des 2. und 3. Hauptstücks nach einfacher Worterklärung. Einprägen von Bibelsprüchen und 4 Kirchen- liedern im Anschluss an die Festzeiten des Kirchenjahres.

Im Sommer: Brüggemann, im Winter: Dr. Gebhard.

Ordinarius:

Deutsch: 3 Stunden wöchentlich. a. Lesen und Erklären von Lesestücken aus Schmidt, I. Teil. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten; mündliches Nacherzählen von Vorerzähltem. b. Die Orthographie wurde in wöchentlichen kleinen Diktaten besonders im Anschluss an die behandelten Lesestücke geübt. c. Grammatik: Deklination und Konjugation; die Wortarten; die Glieder des einfachen und des erweiterten Satzes; Übung im Zergliedern von Sätzen. Im Sommer: Brüggemann, im Winter: Dr. Gebhard.

Lateinisch: 8 Stunden wöchentlich. Regelmässige Formenlehre: Deklination der Substantiva und

Agjectiva, Präpositionen, Pronomina, Komparation, Numeralia cardinalia und ordinalia, das Hilfs- zeitwort esse und seine hauptsächlichsten Komposita, die 4 Konjugationen mit Ausschluss der Deponentia nach der Grammatik von Beck. UÜbungen im Konstruieren und Rückübersetzen nach Beck, UÜbungsbuch für Sexta; eine Anzahl der im Ibungsbuch gegebenen Fabeln und Erzählungen aus der alten Sage und Geschichte wurde gelesen. Mündliche und schriftliche Ubungen an den Lesestücken in der Klasse. Einige wichtige syntaktische Regeln wurden aus dem Lesestoft abgeleitet. Wöchentlich eine halbstündige Klassenarbeit und häusliche Reinschrift derselben; gegen Ende des Schuljahres besondere, in der Klasse vorbereitete Übersetzungen als Haus- arbeiten; einige Extemporalien. Im Sommer: Brüggemann, im Winter: Dr. Gebhard.