Jahrgang 
1892
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Lateinisch: 8 Stunden wöchentlich. Regelmässige Formenlehre: Deklinationder Substantiva und

Adjectiva, Komparation, Numeralia cardinalia und ordinalia, das Hilfszeitwort esse und seine

hauptsächlichsten Composita, die 4 Konjugationen nach der Grammatik von Beck. Mündliche

Übungen nach Beck, Übungsbuch für Sexta. Eine Anzahl Fabeln aus Jacobs' Elementarbuch wurde übersetzt und auswendig gelernt. Wöchentlich ein Exercitium oder Exemptorale. Weidemann.

Geschichte: 1 Stunde wöchentlich. Erzählungen aus der Sage und Geschichte der Griechen.(Herkules, Sagen aus der Ilias und besonders der Odyssee, Alexander d. Gr.) Weidemann.

Geographie: 2 Stunden wöchentlich. Die ersten Elemente der allgemeinen Erdkunde, Globuslebre. IIbersichtliche Betrachtung der Eräteile. Homburg.

Rechnen: 5 Stunden wöchentlich. Die Grundrechnungsarten in unbenannten und benannten Zahlen. Decimalbrüche. Das Notwendigste aus dem Rechnen mit gemeinen Brüchen(Fölsing, Rechen- buch, 1. Teil, Kap. 1 6). Im Sommer: Brehm, im Winter: Brüggemann.

Naturbeschreibung: 2 Stunden wöchentlich. Im Sommer: Betrachtung und Beschreibung häufig vorkommender einheimischer Pflanzen; im Winter vereint mit Quinta. Ruetz.

Zeichnen: 2 Stunden wöchentlich. Erklärung der verschiedenen Arten von Linien und der Rich- tungen. Darstellung gerader Linien und ihrer Verbindungen zu Figuren nach Vorzeichnungen an der Wanqdtafel. Im Sommer: Glimm, im Winter: Ruetz.

Schreiben: 2 Stunden wöchentlich. Deutsche und lateinische Schrift nach Vorschriften an der Wandtafel. Taktschreiben. Im Sommer: Brehm, im Winter: Luther.

Technischer Unterricht.

a. Turnen: In vier Abteilungen. VI: Marschierübungen, einfache Freiübungen, Sprung, leichte Eisenstab- übungen, Klettern an senkrechten Stangen, Hangübungen am Reck und an der wagerechten Leiter. Liegehang am Barren. V: Freiübungen mit angemessener Steigerung der Schwierigkeit, Sprung, Eisenstabübungen, verschiedene Kletterarten an Stangen, Liegestütz, Sitzwechsel und Aussprung am Barren, Hangeln an der wagerechten Leiter, Wellaufschwung am Reck. IV II: Freiübungen in Gruppen; Riegenturnen unter Vorturnern. Turnspiele: ca. 4 Stunden wöchentlich (bei günstiger Witterung). Die Spiele wurden grossenteils mit Ausflügen in den Wald ver- bunden, doch fanden sie auch klassenweise statt. Kriegsspiele, Ball- und Laufspiele. Dis- pensiert waren während des Sommersemesters 2 Schüler auf Grund ärztlichen Zeugnisses; wäh- rend des Winters waren 5 Zöglinge von dem Turnunterricht befreit und zwar 3 wegen Krank- heit, 2 auswärtige mit Rücksicht auf die Länge der Schulwege. Vogel.

b. Gesang: 6(5) Stunden. In 2 Abteilungen. Die obere Abteilung V II hatte wöchentlich 2 Chorsaunden(Voyran, Alt, Tenor, Bass). Geübt wurden Choräle, Motetten, Vaterlands-, Volks- lieder u. a.

Die Gesangsübungen für Sexta(1 Stunde wöchentlich) bezogen sich auf Einführung in die Kennt- nis der Noten als Tonzeichen nach Wert und Höhe. Daneben wurden Treffübungen und Tonbildung gepflegt. Einübung von Chorälen und Volksliedern.

Im Sommer: Glimm, im Winter: Brüggemann.