Jahrgang 
1892
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12 Französisch: 5 Stunden wöchentlich.(Direkte Methode. Als Anschauungsmittel diente ausser den Dingen der Umgebung des Schülers das Hölzelsche Bild: Der Frübling.) Avoir und étre. Nombres card. et ord. Possessifs, Démonstratifs et Déterminatifs, Interrogatifs. Deklination, regelm.

Komparation, Konjugation der regelm. Verben. Im Anschluss an den Anschauungsstoff kleine Erzählungen und Gedichte Im Sommer: Brehm, im Winter: Brüggemann.

Geschichte: 2 Stunden wöchentlich. Erzählungen aus der deutschen Geschichte mit Benutzung der kulturgeschichtlichen Bilder von Lehmann.. Stengel.

Geographie: 2 Stunden wöchentlich. Wiederholung und Erweiterung des Sextapensums mit besonderer Berücksichtigung Europas und Deutschlands.(Lehrbuch: Seydlitz, Geographie, Ausg. A.) Ruetz.

Geometrische Propädeutik: 1 Stunde wöchentlich. Vorübungen. Einfache Konstruktionen. Ruetz. 1 g

Rechnen: 3 Stunden wöchentlich. Resolvieren und Reducieren. Gemeine Brüche und Decimalbrüche. Einfache Aufgaben aus der Regeldetri.(Fölsing, Rechenbuch, I. Teil, Kap. 7 15.) Im Sommer: Brehm, im Winter: Brüggemann. Naturbeschreibung: 2 Stunden wöchentlich. Im Sommer: Beschreibung von Pflanzen, die mit Rücksicht auf das Linné'sche System ausgewählt wurden; Terminologie. Im Winter die Wirbel- tiere mit Berücksichtigung der Klassen und wichtigsten Ordnungen. Ruetz.

Zeichnen: 2 Stunden wöchentlich Darstellung von geradlinigen und zusammengesetzten regulären krummlinigen Figuren nach Vorzeichnungen an der Wandtafel. Im Sommer: Glimm, im Winter: Ruetz.

Schreiben: 2 Stunden wöchentlich. Deutsche und lateinische Schrift nach Vorschriften an der Wandtafel, Taktschreiben. Im Sommer: Brehm, im Winter: Luther.

Sexta.

Ordinarius: im Sommer Brehm, im Winter Brüggemann.

Religionslehre: 3 Stunden wöchentlich. Biblische Geschichten aus dem alten Testament bis zur Teilung des Reiches nach Rauschenbusch. Gottesdienstliche Einrichtungen bei den ISraeliten. Vor den kirchlichen Festen die bezüglichen Geschichten. Im Zusammenhange damit das Haupt- sächlichste über das christliche Kirchenjahr und seine Bedeutung. Aus dem Katechismus wurde das erste Hauptstück erläutert und mit Luthers Erklärung auswendig gelernt, ebenso der Text des 2. Hauptstücks. Einprägen von Bibelsprüchen und 6 Kirchenliedern im Anschlusse an den Katechismus und das christliche Kirchenjahr. Im Sommer: Brehm, im Winter: Brüggemann.

Deutsch: 3 Stunden wöchentlich. a. Lesen und Erklären von Lesestücken aus Schmidt, I. Teil. Memorieren und Vortragen von 14 Gedichten. b. Die Orthographie wurde an wöchentlichen kleinen Diktaten besonders im Anschlusse an die behandelten Lesestücke geübt. c. Deklination und Konjugation; die Wortarten; die Glieder des einfachen erweiterten Satzes; Ubung im Zer- gliedern von Sätzen. d. Anfertigen kleiner Aufsätze.

Im Sommer: Brehm, im Winter: Brüggemann.