Jahrgang 
1930
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Der Bildungsgang iſt zweijährig. Studiengebühren werden nicht erhoben. Unter beſonderen Vor- ausſetzungen können Studienbeihilfen gewährt werden, die bei den Akademien nach der Aufnahme zu beantragen ſind. Internate ſind mit den Akademien nicht verbunden. Arbeitspläne und weitere Aus- künfte ſind bei den Geſchäftsſtellen der Pädagogiſchen Akademien erhältlich. Näheres iſt auch zu er- ſehen aus dem Merkblatt für Berufsberatung B 4:Der Volksſchullehrer von Akademiedirektor Dr. Karl Weidel in Elbing, zu beziehen durch den Verlag Trowitzſch und Sohn in Berlin SW 48, Wil- helmſtraße 29, gegen eine Voreinſendung von 35 Rpfg.

Das Aufnahmegeſuch iſt bis ſpäteſtens zum 10. März 1930 unmittelbar an eine der Päda- gogiſchen Akademien zu richten. Der Meldung iſt beizufügen: 1. ein Lebenslauf mit Angabe des Bekenntniſſes, 2. eine beglaubigte Abſchrift des Reifezeugniſſes einer neunſtufigen höheren Lehranſtalt oder eine Be- ſcheinigung des Anſtaltsleiters über die beſtandene Reifeprüfung oder über ihr vorausſichtliches Be- ſtehen. . ein Geſundheitszeugnis eines zur Führung eines Dienſtſiegels berechtigten Arztes, 4. ein amtlicher Ausweis über die Staatsangehörigkeit, 5. ein polizeiliches Führungszeugnis, falls ſeit der Erlangung des Reifezeugniſſes mehr als ein halbes

Jahr verſtrichen iſt.

Nach Ablauf der Meldefriſt werden die Bewerber, die für eine Aufnahme in Betracht kommen, zu einer Prüfung ihrer muſikaliſchen Kenntniſſe und Fertigkeiten am Akademieort einberufen. Die Bewerber müſſen mit der allgemeinen Muſiklehre vertraut ſein, ein einſtimmiges ſchlichtes Motiv nachſingen und niederſchreiben, ein einfaches Lied vom Blatt und eine Anzahl Volkslieder auswendig ſingen können. Im Spiel eines der drei Inſtrumente Geige, Klavier oder Orgel müſſen die Grundlagen vorhanden ſein.

Die Bewerberinnen müſſen ſich in einer Aufnahmeprüfung über Kenntniſſe und Fertigkeit in Nadelar- beit im Umfange einer geſchloſſenen Lyzeumsbildung ausweiſen.

Ob in beſonderen Fällen von der Forderung hinreichender turneriſcher, muſikaliſcher und techniſcher Vorbildung abgeſehen werden kann, wird erſt nach der Aufnahmeprüfung entſchieden.

Min. Erlaß v. 17. März 1930: Schüler, die die Mar ineoffizierlaufbahnen(eeoffizier, Ingenieuroffiziere der Marine bzw. die Marinezahlmeiſter-[Marineoberintendanturlekretär-] Lauf- bahn zu ergreifen beabſichtigen, müſſen ihre Bewerbungsgeſuche in der Zeit vom 1. Juli bis 15. Okrober des dem Einſt ellungszeitpunkr vorausgchen den Jahres bei der Inſpektion des Bildungsweſens der Marine in Kiel einreichen. Be- werbungsgeſuche für die Marineſanit ätslaufbahn iind in dieſer Zeit an den Chef des Sanitätsamts in Kiel oder Wilhelmshaven zu richten. Unabhängig davon läuft die Anmelde- friſt für Bewerbungen zu den Offizierlaufbahnen des Reichsheeres vom 1. Januar bis 3 1. März des dem Einſtellungsjahr vvorausgehenden Ka- len derjahres.

Bedingung für die Einſtellung iſt grundſätzlich der Beſitz des Keifezeugniſſes einer vollanſtalr.

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VIII. Verzeichnis der an der Anstalt gebrauchten Lehrbücher.

Marx-Tenter: Lehrbuch für den evangeliſchen Religionsunterricht an höheren Lehranſtalten für die männliche Jugend, 1. Teil: VI-V, 2. Teil: IV-UII, 3. Teil: OlI-Ol. Keſſelring(v. Mayer), Frankfurt a. M. Genehmigt durch Verf. v. 2. 4. 1925.

Schaefer-Krebs: Bibliſches Leſebuch, herausgeg. von Schuſter, Lueken und Jaſpert, Einheitsausgabe IV-UII. Dieſterweg, Frankfurt a. M. Genehmigt durch Verf. v. z0. 9. 1900 S. 7807. Evangeliſches Kirchengeſangbuch für den Konſiſtorialbezirk Kaſſel. VI-OI. Genehmigt durch Verf V.

6. 1. 1897 S. 7840.