16
g) Teilnahme am freiwilligen Unterricht. ¹)
OI UI OII UII OIII UIII IV V VI 1. Arbeitsgemeinschaften: Alte Sprachen.............. 51[2[25——————— Deutsch............ 4 b— 12 14——————— Englisch............. 4 13 3——————— Ceschichte...............— 10 3——————— Fhilosophie..........—— 6——————— Heimatgeschichte............ 9- 4/— 5——————— Biologie................ 5-— 1— 21-—————— Thysik................ 5—— 3——————— 2. Wahlfreier Unterricht: ²) Hebräisch...............— 7 6—————— Kurzschrift..........(———— 19———— Schreibunterricht............. 31— 1 2 4 8 9
¹) Wo 2 Zahlen stehen, beziehen sie sich auf das Sommer- und Winterhalbjahr. 2) Gegen Entgelt.
h) Vom Leben der Schülerschaft.
Soweit jugendliche Schultern ſie tragen können, wurden die Schüler zu verantwortlicher Mitarbeit herangezogen. Vockroth leiſtete wertvolle Hilfe als Verwalter des Kartenzimmers und Leiter der Milchausgabe. Wille hatte das undankbare Amt, das monatlich fällige Geld einzuziehen; Borſum lag die Verwahrung und Ausgabe des Spielgeräts auf dem Steinanger ob; Buſchmeier ſorgte für die Unterbringung der zahlreichen Fahrräder: ſie alle haben ihre Aemter zuverläſſig verwaltet. Den Schüler- ausſchuß leitete Kinne; er arbeitete eifrig bei der Vorbereitung des Sommerfeſtes mit und gab ihm ein echt jugendtümliches Gepräge. Die Vertrauens männer der Primen berief der Direktor des öfteren zu Beratungen im kleinen Kreiſe; ſie gaben manche Anregung, die ſich für das Schulleben verwerten ließ.— Die Schülerſelbſtverwaltung läßt ſich in dem Maße ausbauen, wie der Wille zur Verantwortung vorhan- den iſt. Sie krankt, wenn dieſer fehlt oder wenn die verſagen, die anderen Führer ſein ſollen.
Das Leſezimmer mit ſeinen Bücher, Zeitſchriften und Zeitungen wurde auch in dieſem Jahre eifrig beſucht. Die Arbeitsgemeinſchaften fanden in der Arbeitsbücherei alles Rüſtzeug und damit die rechten Bedingungen für ihre Arbeit. Die für die Ordnung im Zimmer verantwortlichen Schüler klag- ten freilich oft, daß mancher, nur auf ſeinen Vorteil bedacht, die Verpflichtung der Gemeinſchaft gegen- über vergäße.
Der Gymnaſialturnverein„Jahn“ konnte im vergangenen Jahr auf ein 45-jähriges Be- ſtehen zurückblicken. Die Tätigkeit im Verein war ſehr rege. Im Sommci wurde Leichtathletik getrieben, im Winter das Geräteturnen. Aus Mangel an Zeit wurde nur das Fauſtballſpiel beſonders gepflegt. Zwei Mannſchaften ſtellte der Verein zuſammen. Die Jugendmannſchaft ſetzte ſich. erfolgreich durch und konnte den Titel eines Bezirksgruppenmeiſters erringen. Im Sommer nanmen Mitglieder des Vereins am Bezirks-Sportfeſt, ain Klütbergwetturnen und am Kreisturnfeſt in Hildesheim teil; ſie kehrten alle mit Siegerkränzen heim. Großen Erfolg brachte auch die Pflege des Schwimmſports. Auf dem Bezirks- ſchwimmfeſt in Springe konnte der Verein viele erſte und zweite Preiſe im Schwimmen wie im Springen für ſich buchen. Auch aus den Reichsjugendwettkäm pfen gingen die Mitglieder ſiegreich hervor. Sie be- legten größtenteils die erſten Plätze. Seine Leiſtungsfähigkeit im Turnen erwies der Verein durch ſein Winterturnfeſt.— Zu Anfang des Sommers wurde eine beſondere Knabengruppe aus Sextanern, Quin- tanern und Quartanern gebildet. Sie trieb hauptſächlich Ballſpiele und Bodengymnaſtik, ab und zu auch Geräteturnen. Die Zahl der Mitglieder betrug am 1. Januar 48. Die Leitung hatte Vockroth Ol, dann Peters OllI.
Die Mitgliederzahl des„Vereins für das Deutſchtum im Ausland“(Leiter: bis De- zember 1929 Rinne Ol, dann Borſum Ul) wuchs im Laufe des Schuljahres auf 190 an.
Eine Sonnenwendfeier fand in dieſem jahre nicht ſtatt.
Am 2. Mai 1929 gab ſich die Schulgruppe erſtmalig feſte Satzungen.


