Jahrgang 
1929
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Studienrat Erdniß und Hornschu sind Berater für die nicht-akademischen bzw. akademischen Berufe. In besonderen Fällen sind ratsuchende Schüler an Berufsämter bezw. an das Psychologische Institut in Hannover verwiesen worden. Auch den Rundfunk haben wir uns für diese Zwecke dienstbar gemacht. Der Frage der Berufseignung hat die Schule im Rahmen ihrer Beratungen über die Gutachten größte Aufmerksamkeit geschenkt. Die realen Mächte des Lebens, vor allem das Berechtigungswesen, haben sich jedoch in vielen Fällen allem gutgemeinten Rat gegenüber als stärker erwiesen.

IV. Der Elfernbeiraf.

Dem Elternbeirat gehörten im Berichtsjahre an:

1. Herr Kulturbauinspektor Demandt,

2. Herr Pastor Wille, Steinbergen, Vorsitzender, 5. Frau Marie Stoevesandt,

4. Frau Meyer zur Heide, Eisbergen,

5. Herr Schulrat Hollmann, Schriftführer.

In einer Elternversammlung am 25. Mai, die im übrigen der Vorbereitung der Eltern- beiratswahlen diente, sprach der Direktor über die neuen Versetzungbestimmungen und die Reifeprüfungsordnung. Von entscheidender Bedeutung für die Versetzung sei jetzt die Frage, ob ein Schüler nach dem UIrteil seiner Lehrer in der nächsten Klasse mitarbeiten könne. Die Ergebnisse der schriftlichen Arbeiten seien zwar wertvolle Unterlagen, reichten aber für die Beantwortung der Frage allein nicht aus. Gerade in den zweifelhaften Fällen würden alle Fähigkeiten, auch charakterliche Anlagen mitgewertet wie Arbeitswille, Zielstrebig- keit u. a. In jedem Falle sei den Eltern zu empfehlen, sich mit der Schule in Verbindung zu halten. Nur so könnten z. B. störende Einflüsse, die sich inder Entwicklung hemmend gel tend gemacht hätten, berücksichtigt werden; nur so würden auch Enttäuschungen vermieden.

In einer Elternbeiratssitzung am 17. August wurde eine Reihe wichtiger Fragen be- handelt: so die Bedeutung der Schulausflüge und der größeren Schulwanderungen, die durchaus anerkannt wurde, ferner die alkoholfreie Jugenderziehung, die wärmste Befürwortung des Elternbeirats fand; der Direktor wurde gebeten, den Eltern die Gefahren des Alkoholismus recht eindringlich zum Bewußztsein zu bringen. Endlich wurde die leidige Heizungsfrage be- sprochen; Abhilfe sei dringend nötig. Eine Weiterverschleppung sei wegen der Gefahren für die Gesundheit der Jugend schlechthin unerträglich. Man bat den Direktor, alle Maßnahmen zu treffen, die ihm geeignet schienen, den Einbau einer neuen Heizung zu beschleunigen.

Wie in den Vorjahren leisteten die Eltern einen monatlichen Beitrag, der für die Be- dürfnisse der Schule verwandt wurde. So konnten Sammlungen und Büchereien um manches Stück bereichert werden, für Orchester und Kapelle konnte gesorgt werden. Auch für eine Bücherverlosung, die wir am letzten Tage vor den Weihnachtsferien zur Verbreitung des guten Buches und zur Bekämpfung von Schmutz und Schund veranstalteten, konnten wir Mittel bereitstellen. Bücher, zum Teil recht wertvolle, wurden so verteilt..

Als Geschenk ging ein vom Arbeitsausschuß deutscher Verbände: StieveDeutschland und Europa 1890 bis 1914. Herr Fabrikant Wagner-Rinteln schenkte der Anstalt einen Stapel- druckerGreif. Die Stadt Rinteln lieferte für einige Schüler Freimilch. Für alle Zuwendungen sei auch hier der Dank der Schule ausgesprochen.