Jahrgang 
1928
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12. März: 16. März:

26. März: 26. März:

27. März:

51. März:

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Mündliche Reifeprüfung unter dem Vorsitz des Direktors; 7 Oberprimaner bestanden. Feierliche Entlassung der Abiturienten durch eine Ansprache des Direktors, der musikalische Darbietungen: Orchester, Chor und Einzelspiel vorangingen. Im Anschluß daran widmete der Direktor dem Vorsitzenden des Elternbeirats, Herrn Landrat Dr. Möwes, der seit Bestehen der Elternbeiräte dieses Amt innegehabt hatte, Worte des Dankes für das verständnisvolle Interesse, das er der Arbeit der Schule entgegengebracht hatte; Herr Landrat Möwes dankte in herzlichen Worten und wünschte der Schule eine glückliche Weiterentwicklung.

Trauerfeier für den verstorbenen Herrn Prof. Regener, einen langjährigen ehemaligen Lehrer der Anstalt. Herr Studienrat Schmidtwürdigte die Verdienste des Heimgegangenen. Die Unterprima unter Führung des Direéktors wohnte einer Sitzung des erweiterten Schöffengerichts in Hameln bei.

Aufnahmeprüfung für Sexta. Geprüft wurden nur die auswärtigen Schüler. Im Prüfungsausschuß waren die Herren Steinberger und Feuerstein von der Grund- schule, die Herren Studienrat Orlopp und Studienassessor Appel von der höheren Schule. Den Vorsitz führte der Direktor.

Zur Erinnerung an den 400. Todestag Dürers hielt Herr Zeichenlehrer Schmidt einen Vortrag mit Lichtbildern, in dem er das Schaffen dieses deutschen Meisters mit be- geisternden Worten pries.

In der Schlußandacht verabschiedete der Direktor die Herren Studienrat Dr. Schmidt und Studienassessor Gölzhäuser. Er zeichnete ferner ein Erinnerungsbild des verstorbenen Herrn Prof. Brandes, der lange Jahre am Gymnasium als Lehrer treu und erfolgreich gewirkt hat.

VII. Die wichfigsfen Erlasse und Verfügungen der Behörden.

Verf. v. 5. März 1928: Der Herr Minister hat die Einführung des Englischen als verbindlicher neuerer

Fremdsprache genehmigt.

Verf. v. 4. Juni 1927: Der Herr Minister weist auf die Nufgaben der Schule hin, sich im Unterricht eingehend

mit Wesen, Arbeit und Zielen des Völkerbundes zu befassen.Aus dem Wesen des Völker bundes ergibt sich, daß jeder Unterricht über ihn getragen sein muß vom Gefühl für die Würde des eigenen Volkes, von verständnisvoller Achtung vor dem fremden Volke und von der Einsicht, daß die Entwicklung eines jeden Volkes gefördert wird durch die Zugehörigkeit zu einer umfassen- den Gemeinschaft aller Völker.

Verf. v. 20. Dez. 1927: Das Prov.-Schulkollegium fordert, daß dem Ausbau der Schülerbücherei besondere

Sorgfalt gewidmet werde. Alle Bücher, die nach Form und Gehalt den erzieherischen Aufgaben der Schule widersprechen, wozu u. a. wissenschaftlich überholte, künstlerisch minderwertige und politisch nicht mehr zeitgemäße Schriftwerke gehören, sind auszuscheiden. Neben die Schüler- bücherei, die der Weckung und Bildung des Lesebedürfnisses dient, tritt die Arbeitsbücherei, die sachliche Darstellungen jeder Art als Grundlagen für die Bearbeitung nach bestimmten Gesichts- punkten des Unterrichts der Klassen und freien Arbeitsgemeinschaften bereit stellt.

Verf. des P. S. K.-Berlin v. 20. April 1927: Unter Hinweis auf Unglicksfälle, die durch leichtfertigen Ge-

brauch von Schießwaffen entstanden sind, ordnet das Prov.-Schulkollegium an, daß Schüler, die im Besitze von gefährlichen Waffen, insbesondere von Pistolen und Revolvern, betroffen wer- den, mindestens mit der Androhung der Verweisung von der Anstalt, im Wiederholungsfalle aber unnachsichtlich mit Verweisung zu bestrafen sind.

Min. Erl. v. 25. Jan. 1928: Gemäß einem Beschlusse des Hauptausschusses des Preuß. Landtages soll die

Schule in besonders liegenden Einzelfällen das Recht haben, den Antrag auf Gewährung