Jahrgang 
1928
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11 Weihnachtsfeier und der Musikalischen Abendunterhaltung beteiligt. In der Charwoche ver- anstaltete das Orchester in der Reformierten Kirche eine gutbesuchte Musikalische Feierstunde. Bei fast allen Gelegenheiten stellten sich zu unserer Freude Fräulein Elisabeth Schnock und die Herren Krüger, Küster, Zeidler und Rhode uneigennützig der Schule zur Verfügung und verstärkten unser Orchester; wir sind ihnen dafür zu Dank verpflichtet.

Die Schülerkapelle übte wöchentlich eine Stunde. Die gute Besetzung und die erfreulichen Fortschritte, die die Kapelle unter ihrem eifrigen Leiter, dem Oberprimaner Hey, machte, ermöxglichten es ihr, ohne fremde Hilfe aufzutreten, so u. a. bei der Sonnenwendfeier des V. D. A. auf dem Papenbrink, beim Schulfest und bei der Hindenburgfeier, die die Stadt veranstaltete.

Außer der Marschmusik pflegte die Kapelle mit wachsendem Erfolge auch die Konzert- musik; so konnte sie an der musikalischen Ausgestaltung unserer Schulfeiern mithelfen. Sie spielte auf dem Schulfest in Bad-Eilsen und auf dem Winterturnfest; an der Musikalischen Abend- unterhaltung war sie im Einzel- und Zusammenspiel stark beteiligt und errang schöne Erfolge.

c) Leibesübungen:

a) Turnen und Spielen: Im Sommer bestanden 7 Turn⸗ und 5 Spiel- abteilungen, im Winter 8 Turn⸗ und 4 Spielabteilungen. Auch in diesem Jahre half uns ein beträchtlicher Zuschuß, den der Herr Minister als Ausgleich für die in der Kriegs- und Nach- kriegszeit vernichteten und verlorenen Geräte bewilligte, unser Turn- und Sportgerät neu zeitlichen Anforderungen entsprechend zu ergänzen. Beschafft wurde u. a. eine Leiter, Schaukel- ringe, 1 Klettergerüst, ferner Spiel⸗ und Sportgerät, darunter große und kleine Bälle, 1 ver- stellbares Stemmgewicht, Gere, ein neuer Zielkopf für Gere u. a. Geturnt wurde wie in den Vorjahren in der Turnhalle und auf dem Turnhofe; die Turnhalle erwies sich als zu klein, wenn der begrenzten Stundenzahl wegen 2 Klassen zusammengelegt werden mußten. Der städtische Steinanger, auf dem die Spiele stattfanden, wird erfreulicherweise vergrößert wer den; dann werden die Spielabteilungen mehr Raum haben, als das bisher der Fall war. VI und V spielten für sich an einem besonderen Tage. Neben dem volkstümlichen Spielen wurden leichtathletische ebungen vorgenommen; so wurden die Reichsjugendwettkämpfe planmäbig vorbereitet. Im Winter und bei dem vielfach ungünstigen Wetter trat Turnen an die Stelle der Spiele. Eine Neuerung bedeutete es, daß versucht wurde, neben den sportlichen auch die rein- turnerischen Leistungen am Ende des Winterhalbjahrs in einem Gerätewettkampf zu erfassen und dadurch stärker zu betonen. Im Dreikampf an Reck, Barren und Pferd siegte in der Ober- stufe die Ol, in der Mittelstufe die UII. Den Einzelsiegern wurde ein schlichtes Erinnerungs blatt überreicht, das im Werkunterricht entworfen und hergestellt war. Vom Turnen befreit waren während des ganzen Jahres 5, während eines kürzeren Zeitraumes 7 Schüler. Von den Spielen waren auf Grund amtsärztlichen Zeugnisses im Sommer 8, im Winter 5 Schüler be freit, an den Spielen nahmen mit Genehmigung des Provinzial-Schulkollegiums nicht teil: im Sommer 5, im Winter 50 Schüler, weil sie vom Schulort oder ihrer Bahnstation so weit ent- fernt wohnten, daß es unbillig und hart gewesen wäre, sie zur Teilnahme zu zwingen.

b) Schwimmen: Der planmäbige Schwimmunterricht wurde wie in den Vorjahren in den Klassen UIIl und IV gegeben. Den Unterricht erteilte wieder in Gegenwart des Turn- lehrers der Bademeister Rohde. Aus der UlIll nahmen 14, aus der IV 20 Schüler an diesem Unterricht teil. Das Freischwimmen mußte leider ausfallen, da sehr früh rauhe und kalte Witterung einsetzte.