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Behning Ul mit 300 Silben den ersten, Hartmann UI mit 180 Silben den zweiten Preis. Auf einer Bezirkstagung errang Behning die Bezirksmeisterschaft, auf der Bundestagung in Hildesheim erzielte er die Höchstleistung mit 280 Silben in der Minute bei einer Diktat- dauer von 5 Minuten.— In einer Reihe von Kursen, die Behning und Altmann mit Er- folg leiteten, wurde Nachwuchs herangezogen. Regelmäßige Uebungen, auch ein rede- schriftlicher Fortbildungskursus sorgten für weitere Ausbildung. Die Mitgliederzahl betrug 32.
2. Der Gymnasialturnverein„Jahn“ feierte am 25. Juni 1924 ein öffentliches Turnfest, bei dem gute Leistungen erzielt wurden. Von dem Bezirkssportfest in Bad Pyrmont kehrten sämtliche Vereinsmitglieder, die daran teilgenommen hatten, als Sieger zurück, Hartmann UI als Bezirksmeister im 100 Meter-, 200 Meter-Lauf und im Weit- sprung. Das Winterturnfest fand am 15. November im Ratskeller statt und legte Proben von der guten Durchbildung der einzelnen Turner ab. Bei dem Geräteturnen in Hameln am 30. November erhielten Heidenreich UI, K. v. Meien OI und Meyer UI Preise.— An den Uebungstagen, im Sommer 2, im Winter 1, wurde planmäßige Ausbildungsarbeit ge- leistet, besondere Sorgfalt insbesondere auf die turnerische Ertüchtigung der Kleinen gelegt. Die Mitgliederzahl betrug 45.
Aufgabenfrei war der Dienstag-Nachmittag, der Tag, an dem die Turnspiele stattfanden.
Wanderungen wurden allmonatlich unternommen und führten die Klassen mit verschiedenem Wanderziel und verschiedenen Aufgaben in die nähere und weitere Umgebung von Rinteln.
Von sportlicher Tätigkeit wurde, soweit es die örtlichen Verhältnisse zuließen, vor allem das Schwimmen im Sommer betrieben. Der Rudersport ließ sich intolge der starken Strömung der Weser, vor allem auch weil geeignetes Bootsmaterial fehlte, nicht pflegen.
Die Schulspeisung aus den Mitteln der deutsch-amerikanischen Kinderhilfe wurde am 1. November 1924 wieder aufgenommen und bis zum Ende des Schuljahres regelmäßig durchgeführt. Täglich in der großen Pause wurde 40 Schülern ein warmes Frühstück gereicht. Die Auswahl war auf Grund einer ärztlichen Untersuchung sämtlicher Schüler getroffen worden.— Weiterhin erhielten im Winter auf Anregung des Direktors diejenigen auswärtigen Schüler, die der Spiele wegen über Mittag am Schulorte bleiben mußten, im Alumnat ein warmes Mittagessen. Die Beteiligung schwankte zwischen 12 und 24 Schülern.
Der Gesundheitszustand darf im allgemeinen als befriedigend gelten. Immerhin machen sich die Folgen der Kriegs- und Nachkriegsernährung noch immer bemerkbar. Eine privatärztliche Unter- suchung sämtlicher Schüler, die Herr Dr. Sehlbach vor Beginn der Kinderspeisung freundlicherweise vorgenommen hatte, ergab, daß etwa 12.5 v. H. als„dringend ernährungsbedürftig“ bezeichnet werden mußten. Eine schulärztliche Ueberwachung muß im Interesse unserer heranwachsenden Jugend unbedingt gefordert worden.
Das mit dem Gymnasium verbundene, vom Kreise verwaltete Alumnat hatte im Sommer und Winter 13 Schüler, davon entstammten 3 bzw. 4 dem Kreise.„Inspektor“ des Alumnats war der am Gymnasium tätige Studienassesor Hellmuth, während eine Dame, Fräulein Wilhelmi, die wirtschaftliche Leitung hatte. Der Gesundheitszustand der Alumnen war durchaus günstig.


