Vorkenntnisse im Lateinischen sind nicht erforderlich, ja nicht einmal erwünscht.
Die Herren Geistlichen, Rektoren und Lehrer auf dem Lande, welche sich mit der Vorbereitung von Knaben für unser Gymnasium beschäftigen, ersuche ich im Interesse ihrer Zöglinge Wie unserer Schule, sich bei ihrem Unterrichte nur der in der Anstalt eingefünrten Lehrbücher zu bedienen und sich in ihrer Methode möglichst an den Gang des Gymnasialunterrichts anschliessen zu wollen. Exemplare dieses Jahresberichtes stehen auf Verlangen gern zu Diensten.
An die Eltern und verantwortlichen Pensionshalter un-— serer Schüler richte ich die ganz besondere Bitte, in allen zweifelhaften Fällen, wosie eines Rates, einer Belehrung oder Aufklärungseitens der Schule bedürfen, sichohne weiteres an mich oder den Herrn Ordinarius oder die Lehrer ihrer Söhne wenden zu wollen. Die Sprechstunden der Lehrer sind auf den Stundenplänen vermerkt, die in den Klassenzimmern und auf dem untern Gange des Schulgebäudes an- geheftet sind.
Leider kommt es gar zu häufig vor, dass die Schüler in der ersten Hälfte des Schuljahres es an Fleiss und Eifer fehlen lassen, und dass Eltern wie Schüler hoffen, es könne das im Sommer Versäumte durch vermehrte Anstrengung im Winter nachgeholt werden. Eine Nichtversetzung zu Ostern ist meistens die unausbleibliche Folge. Die Eltern werden deshalb gebeten, die Fort- schritte ihrer Söhne auch im Sommer mit Aufmerksamkeit zu verfolgen und sich zu diesem Zwecke bald nach Ostern mit den Lehrern, besonders den Ordinarien ihrer Söhne in Verbindung zu setzen. Eine rechtzeitige Aussprache ist für beide Teile nutzbringend und wird von der Schule gern und immer dank- bar aufgenommen. Dagegen ist es zwecklos und unerwünscht, wenn die Eltern erst in den letzten Wochen vor der Versetzung, wo selbst der beste Rat zu spät kommt, mit Fragen, Bitten und Vorstellungen an den Direktor und die Lehrer herantreten.
In betreff des Konfirmandenunterrichts spreche ich die dringende Bitte aus, die Schüler möglichst während des Besuchs der Tertia kon- firmieren zu lassen. Nur dann ist es der Schule möglich, in ihrem Stundenplan auf die Konfirmandenstunden die von ihr selbst gewünschte Rücksicht zu nehmen.
Infolge einzelner Anfragen wird auch hier darauf hingewiesen, dass die Schüler beim Turnunterricht besondere Turnschuhe zu tragen haben, welche mit dem Namen des Schülers zu bezeichnen sind.
Der Anfang und Schluss der Ferien im Schuljahre 1913 sind unter No. II. S. 20 angegeben.
Das Schulgeld beträgt entsprechend den für die preussischen Gymnasien allgemein geltenden Bestimmungen in den Klassen Sexta bis Untersekunda 130 Mark jährlich, also 32,50 Mark vierteljährlich; für die Klassen Obersekunda und Unter- und Oberprima 150 Mark jährlich, also 37,50 Mark vierteljährlich. An Aufnahmegebühr sind 4,50 Mark zur Gymnasialkasse zu zahlen.
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