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Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums vom 9. 1. 1913 S. 138 erlässt für das Schuljahr 1913 folgende Ferienordnung:
Ferien. Tag des Schulschlusses. Tag des Schulanfangs. Pfingsten Freitag, 9. Mai Freitag, 16. Mai Sommer Freitag, 4. Juli. Dienstag, 5. August Herbst Sonnabend, 27. Séêptember Dienstag, 14. Oktober Weihnachten Donnerstag, 20. Dezember Sonnabend, 3. Januar 1914 Ostern 1914 Sonnabend, 4. April 1914 Dienstag, 21. April 1914.
II. Schulgeschichte.
Das Schuljahr wurde Dienstag, den 16. April, in üblicher Weise eröffnet, indem der Direktor nach der gemeinsamen Morgenandacht vor den versammelten Schülern die Schul- ordnung verlas und erläuterte und die am Tage vorher geprüften 40 Schüler durch Hand- schlag auf ihre Befolgung verpflichtete und in den Verband der Schule aufnahm. Hierbei stellte er den Schülern den Probekandidaten Dr. Otto Feyerabend*) vor, der der Anstalt zur Ableistung seines Probejahres vom Kgl. Provinzial-Schulkollegium über- wiesen war, aber sofort mit der Vertretung des erkrankten und deshalb für das erste Vierteljahr beurlaubten Professors Dr. Haesecke beauftragt werden musste, ebenso vertrat er im zweiten Vierteljahr den zur Herstellung seiner Gesundheit von der Mehrzahl seiner Lehrstunden entbundenen Hülfslehrer Erdniss.
Am 13. Juni unternahmen die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Ordinarien die üblichen Ausflüge nach dem Deister, dem Ith und der Oberweser und waren dabei dies- mal vom Wetter besonders begünstigt.
Am 24. September beehrte der Dezernent der Anstalt, Herr Provinzial-Schulrat Kanzow, das Gymnasium mit seinem Besuche und führte, nachdem er dem Unterrichte mehrerer Lehrer beigewohnt hatte, dann den Vorsitz bei der Reifeprüfung des Ober- primaners Georg Schweppe.
Am 3. September machte die Schule zur Feier des Sedantages unter Be— nutzung eines Sonderzuges der Eisenbahn einen gemeinsamen Ausflug nach dem Bade Eilsen und feierte dort vom Wetter begünstigt wieder, wie in früheren Jahren, unter ausserordentlich grosser Beteiligung der Eltern und Angehörigen der Schüler ihr
*) Otto Feyerabend, cv., geboren am 31. 8. 1886 zu lestädt(Kr. Eschwege), besuchte von Neujahr 1897 bis Ostern 1905 das Gymnasium zu Hersfeld, studierte in München, Leipzig und Marburg klass. Philologie und Geschichte und promovierte im Februar 1910 mit der Dissertation: De Servü doctrina rhetorica et de Terentiano commento Dornati. Die Oberlehrerprüfung bestand er am 4. 3. 1911 zu Marburg und leistete darauf das Seminarjahr am Gymnasium zu Hersfeld von Ostern 1911 bis 1912 ab.


