Es bestanden bei 9 Klassen 4 Turnabteilungen mit je 3 Std. Turnunterricht. 1. Turnabt.: i. S. 31, i. W. 31 Schüler, 2. Turnabt.: i. S. 40, i. W. 42 Schüler, 3. Turnabt.: i. S. 47, i. W. 43 Schüler, 4. Turnabt.: i. S. 63, i. W. 63 Schüler,
Die eigene Turnhalle und der unmittelbar anstossende schöne Turnplatz, sowie der vor dem Schulgebäude liegende Nollegienplatz stehen zu uneingeschränkter Verfügung.
Auf dem Turnplatze wurde Wwährend der Turnstunden von den unteren Klassen wöchentlich ungefähr 1 Stunde, von den mittleren etwa ¼ Stunden, von den oberen seltener gespielt.
Turnspiele: Komm mit. Letztes Paar herbei. Dreht euch nicht um. Katze und Maus. Schwarzer Mann. Kreisfussball. Bärenschlag. Schlaglaufen. Henne und Habicht. Diebschlagen. Dritten abschlagen. Seilziehen. Barlauf. Reiteroall. Wanderball, Sauball, Schleuderball, Faustball. I. u. 2. Abteilung: Schaefer. 3. u. 4. Abteilung: Gündel.
An der Anstalt bestand ein Schüler-Turnverein vonm 27 DNliitgliedern im S. und 22 Mitgliedern im W. zur Pflege von Gerätübungen, in denen gute Leistungen erzielt wurden; ebenso ein Verein für Bewegungsspiele mit 13 Mitgiiedern im Sommer und 16 Mitgliedern im Winter.
Baden und Schwimmen: Zur Sicherheit der Badenden War Während der Badezeit, die vom 29. Mai bis 21. September dauerte, ein Schiffer tägſich mit einem Nahne an der Badestelle anwesend. 20 Schüler haben das Schwimmen erlernt. Von 190 Schülern waren 113 Schwimmer und davon 24 Freischwimmer, also 58,67% bezw. 24,35%.
b) Schreiben: III und IVI1 Std. w. für die schlecht schreibenden Schüler. Dietz. V und VI je 2 Std. w.— Deutsche und lateinische Schönschrift nach Vorschriften an der Schultafel. Gündel.
Im Sommer- und Winterhalbjahre erlernten und übten in je 2 Stunden wöchent- lich 32 Schüler in zwei Abteilungen unter Leitung eines Unterprimaners Stenographie nach Stolze-Schreyschem System, im letzten Vierteljahre schrieb eine Abteilung für Debattenschrift bis zu 180 Silben und las bis zu 400 Silben in der Minute.
c) Leichnen: V 2 Std. W.— Übungen im Skizzieren und im Zeichnen aus dem Gedächtnisse krummlinig und geradlinig begrenzter Gebrauchsmodelle. Ubungen im Treffen von Farben nach farbigen Gegenständen. Pinselzeichnen nach dem Gedächtnisse oder nach flüchtig gezeigten Modellen, Ausschneiden mit der Schere.
IV: 2 Std. W.— UÜbungen der Quinta, dann Zeichnen flacher Formen, wie Natur-
ätter, Schmetterlinge, Federn. Malen von Silhouetten, Ausschneiden mit der Schere.
III,2: 2 Std. W.— Darstellung von körperlichen Gebilden und Gebrauchsgegen- ständen mit gerader und gekrümmter Oberfläche im Massenunterricht. Wiedergabe der Beleuchtungserscheinung auf farbigem Papier in Aquarellfarben; Pinselzeichnen, Farben- treffübungen, Wandtafelzeichnen. 3


