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An Vorkenntnissen wird verlangt:
a) Fertigkeit in deutlichem, sinngemässem Lesen und Schreiben deutscher und lateinischer Schrift;
b) die Fertigkeit, ein Diktat ohne allzu grobe Fehler niederzuschreiben und eine kurze Erzählung mündlich wiederzugeben;
c) praktische Geläufigkeit in den 4 Spezies mit unbenannten ganzen Zahlen;
d) Kenntnis der wichtigsten biblischen Geschichten.
Vorkenntnisse im Lateinischensindnichterforderlich, ja nicht einmalerwünscht.
Die Herren Geistlichen, Rektoren und Lehrer auf dem Lande, welche sich mit der Vorbereitung von KRnaben für unser Gymnasium beschäftigen, ersuche ich im Interesse ihrer Zöglinge wie unserer Schule, sich bei ihrem Unterrichte nur der in der Anstalt eingeführten Lehrbücher zu bedienen und sich in ihrer Methode möglichst an den Gang des Gymnasialunterrichts anschliessen zu wollen. Exemplare dieses Jahresberichtes stehen auf Verlangen gern zu Diensten.
An die Eltern und verantwortlichen Pensionshalter un-— serer Schüler richte ich die ganz besondere Bitte, in allen z weifelhaften Fällen, wosie eines Rates, einer Belehrung oder Aufklärungseitens der Schule bedürfen, sich ohne weiteres an mich oder den Herrn Ordinarius oder die Lehrer ihrer Söhne wenden zu wollen. Die Sprechstunden der Lehrer sind auf den Stundenplänen ver- merkt, die in den Klassenzimmern und auf dem untern Gange des Schulgebäudes ange- heftet sind.
Leider kommt es gar zu häufig vor, dass die Schüler in der ersten Hälfte des Schuljahres es an Fleiss und Eifer fehlen lassen und dass Eltern wie Schüler hoffen, es könne das im Sommer Versäumte durch vermehrte Anstrengung im Winter nachgeholt werden. Eine Nichtversetzung zu Ostern ist meistens die unausbleibliche Folge. Die Eltern werden deshalb gebeten, die Fort- schritte ihrer Söhne auch im Sommer mit Aufmerksamkeit zu verfolgen und sich zu diesem Zwecke bald nach Ostern mit den Lehrern, besonders den Ordinarien ihrer Söhne in Verbindung zu setzen. Eine rechtzeitige Aussprache ist für beide Teile nutzbringend und wird von der Schule gern und immer dank- bar aufgenommen. Dagegen ist es zwecklos und unerwünscht, wenn die Eltern erst in den letzten Wochen vor der Versetzuug, wo selbst der beste Rat zu spät kommt, mit Fragen, Bitten und Vorstellungen an den Direktor und die Lehrer herantreten.
In betreff des Konfirmandenunterrichts spreche ich die dringende Bitte aus, die Schüler möglichst während des Besuchs der Tertia konfirmieren zu lassen. Nur dann ist es der Schule möglich, in ihrem Stundenplan auf die Konfirmandenstunden die von ihr selbst gewünschte Rücksicht zu nehmen.
Infolge einzelner Anfragen wird auch hier darauf hingewiesen, dass die Schüler
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