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hung der entſetzlichen Strafe: Den Erſten, den ich ſende her,— den werft mir in die Hölle dort, daß er zu Aſche gleich vergehe und ihn mein Aug' nicht weiter ſehe!—
(Vortrefflich iſt in Strophe 11 und 12 die Beſchreibung des Eiſenhammers, wodurch der Dichter ſeine Meiſterſchaft in der Sprache bekundet, weshalb wir ganz beſonders die Aufmerkſamkeit der Leſer darauf hinlenken wollen.)
Strophe 14 ſchildert den Eindruck, den der Befehl des Herrn auf die Knechte macht, und dient beſonders dazu, das Entſetzliche der Strafe zu veranſchaulichen: man wird von Schauder ergriffen, wenn man lieſt: Und friſcher mit der Bälge? Hauch erhitzen ſie des Ofens Bauch, und dabei an den ſoeben ertheilten Befehl des Grafen denkt.
Immer näher und drohender zieht ſich das Ungewitter um Fridolins Haupt zuſam⸗ men. Begierig, den Untergang zu beſchleunigen und dem Grafen bei der Ausführung der Strafe behülflich zu ſein— tritt Robert zu Fridolin mit den Worten:„Der Herr begeh⸗ ret dein.“ Und mit der Ertheilung des Auftrags iſt Fridolins Loos entſchieden.
Den Worten des Herrn gehorſam bereitet er ſich ſofort zur Ausführung des Befehls — aber ſeiner Pflicht eingedenk und nur ihrem Dienſt allein lebend, theilt er der Gräfin den ihm vom Herrn gewordenen Auftrag mit, bereit die Befehle der Herrin entgegenzunehmen.
Durch die Krankheit des Sohnes wird die Gräfin verhindert, die heilige Meſſe zu hören; ſie beauftragt ihn, die Meſſe zu hören und für ſie zu beten. Die Worte: So gehe denn, mein Kind, und ſprich in Andacht ꝛc. zeichnen ſehr ſchön die Reinheit und Innigkeit des Verhältniſſes, ſowie der Anfang in Strophe 18 und der in Strophe 19 die reine Un⸗ ſchuld Fridolins, der in des Gewiſſens Ruh keine Ahnung hat, welch' einen Gang er thue. Im Begriff, den Auftrag des Herrn ohne Säumen auszurichten, tönt ihm das Geläut der Glocken entgegen, das ihn unwillkührlich an das Gebot ſeiner Herrin erinnert.„Dem lie⸗ ben Gotte weich' nicht aus, find'ſt du ihn auf dem Weg!“ und:„Das iſt kein Aufenthalt, was fördert himmelan!“ Das ſind Verſe, die durch ihren Wohlklang, wie durch ihren Tief⸗ ſinn auf Jeden einen angenehmen Eindruck machen, und im Munde des deutſchen Volkes leben. Nach ſeinem Eintritt ins Gotteshaus entſchließt er ſich der obwaltenden Verhältniſſe wegen ſofort die Meſſe kundig zu bedienen. Die Beſchreibung der Meſſe hält den Fortgang der Handlung völlig auf; aber weil hier die Handlung für uns ſtill ſteht, fühlen wir, daß während deſſen anderswo viel geſchehen kann. Und ſo erfahren wir denn aus den Worten in der 29. Strophe:„Und Robert? ſollt' er dir nicht begegnet ſein? ich fandt' ihn doch zum Wald,“— daß der Graf den Jäger inzwiſchen zum Eiſenhammer ſandte. Um nun dieſe Zeit auszufüllen, welche Robert zu ſeiner Wanderung nach dem Ofen nöthig hatte, iſt dieſe Schilderung der Meſſe eingeſchaltet; andrerſeits wird dadurch der Zweck erreicht, den frommen Sinn des Jünglings recht glänzend erſcheinen zu laſſen. Strophe 24, an Strophe 18 anſchließend, nimmt die Handlung wieder auf, und ſtellt uns Fridolin dar, wie er ſich be⸗ eilt, ſeinen eigentlichen Auftrag auszuführen, heiter, mit ruhigem Herzen und fortwährend noch mit Gebet beſchäftigt. Er vernimmt ebenſo ruhig die Antwort der Knechte, ohne eine Ahnung von der Furchtbarkeit zu haben und bringt ſie ſeinem Herrn, dem er mit der größ⸗ ten Unbefangenheit, Ruhe und Unſchuld Auskunft auf ſeine Fragen ertheilt, die verſchobene Ausführung des Befehls und ſeine Verſpätung entſchuldigend und rechtfertigend mit dem Befehle der Herrin.*
Dem Grafen iſt dieſe unerwartete Begegnung mit Fridolin unerklärbar, er glaubt,


