Jahrgang 
1927
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Vom 30. Auguſt bis zum 11. September nahm Studienaſſeſſor Schnell an einem Curn⸗ kurſus in Worms teil, vom 30. Auguſt bis zum 22. September Studienaſſeſſor Schweisgut an einem ſolchen in heppenheim, um ſich mit der neuzeitlichen Geſtaltung des Turn⸗ unterrichts vertraut zu machen. Die Vertretung der beiden Amtsgenoſſen hatte der Lehrkörper übernommen.

Mit Beginn des Winterhalbjahres hatte ſich der Fahrplan der Eiſenbahndirektion Mainz für die Bedürfniſſe der Schule ſo ungünſtig geſtaltet, trotz wiederholter Vorſtellungen war eine Underung nicht durchzuſetzen daß der Unterricht mit Rückſicht auf die zahlreichen Mierſteiner Schüler erſt um 835 Uhr beginnen konnte, während die aus der Richtung Worms kommenden Schüler bereits um 2 Uhr in der Schule eintrafen. Die letzteren Schüler konnten an den Machmittagen, an denen Unterricht war das kam für die Klaſſen IIIb Ilb bis zu qmal in der Woche vor über Mittag nicht nach Hauſe fahren und kamen erſt um 6 Uhr oder gar nach 6 Uhr wieder in das elterliche haus zurück. Das erſchien uns als ein großer Nachteil für dieſe Schüler; eine gewiſſenhafte, ſorgfältige Erledigung der hausauf⸗ gaben war dadurch in Frage geſtellt, zumal dieſe Schüler in der freien Heit in Oppenheim ohne die nötige Aufſicht waren. Wir haben deshalb mit Genehmigung des Landesamts für das Bildungsweſen vom 6. Dezember an den geſamten Unterricht auf die Heit von 745 Uhr bis 145 Uhr verlegt, indem wir die techniſchen und wahlfreien Fächer teils in die Frühſtunde von 715 Uhr bis 830 Uhr, teils auf die Spätſtunde von 1250 Uhr bis 135 Uhr verlegten. Von der Früh⸗ und der Spätſtunde waren verhältnismäßig wenig Schüler betroffen, da auf ſie vorwiegend Wahlfächer fielen. Wir haben auch darauf Bedacht genommen, daß eine Klaſſe, die die Frühſtunde hatte, nicht auch in der Spätſtunde beſchäftigt war und umgekehrt, ſo⸗ daß keines der Kinder am Tage mehr als 6 Stunden Unterricht hatte. Die Klaſſen VI IV wurden von dieſen Stunden kaum berührt. Wir haben es auf dieſe Weiſe erreicht, daß alle Schüler mit den 2 Uhrzügen nach hauſe fahren können. Wir ſehen in dieſer Einrichtung keine vollkommene Löſung, ſie erſcheint uns aber als das geringere von zwei Übeln und hat den Beifall der Eltern gefunden.

Der wahlfreie Lateinunterricht war im Sommerhalbjahr von 33, im Winterhalbjahr von 29 Schülern beſucht. Am Stenographie⸗Unterricht in den Alaſſen IIIb, IIla und IIb nahmen während des Sommers 30, 31 und 18, im Winter 25, 25 und 9 Schüler teil. Am kaufmänniſchen Rechnen in IIIa beteiligten ſich im Sommer 22, im Winter 24 Schüler; in IIb während des ganzen Jahres 9 Schüler. Der wahlfreie Nadelarbeitsunterricht in IIIb und Illa war im Sommer von 19, im Winter von 12 Schülerinnen beſucht. Die Spiel⸗ nachmittage wurden von Oſtern 1926 als Pflichtfach eingerichtet. Befreiungen fanden nur auf Grund eines ärztlichen Zeugniſſes ſtatt. Es wurde in 3 Abteilungen geſpielt; eine Mädchenabteilung, eine Unabenabteilung für die Klaſſen IIIb Ilb und eine ſolche für die Klaſſen VIIV. Die Spielplätze laſſen immer noch zu wünſchen übrig; im Winter konnten ſie bei naſſem Wetter nicht benutzt werden.

Die Schule beteiligte ſich an den Reichsjugendwettkämpfen, die am 27. Auguſt aus⸗ getragen wurden. 2 Schüler erhielten die Ehrenurkunde des Reichspräſidenten; 17 weitere die Ehrenurkunde des Präſidenten des Reichsausſchuſſes für Teibesübungen.

Monatsſpaziergänge wurden am 13. September, 15. November und 4. Februar unter⸗ nommen. Der Tagesausflug fand am 2. Juli ſtatt. Wegen großer hiitze fiel der Unterricht am 14., 15. und 16. Juli und am 16. und 17. Auguſt von 11 Uhr an aus. Bei dem