Jahrgang 
1914
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6. Schule und Haus.

Da nur durch enges Einvernehmen der Schule mit dem Hauſe Erfolge auf dem Gebiete des Unterrichts und der Erziehung erreicht werden können, ſo bitten wir die Angehörigen unſerer Schüler, in allen Fällen, in denen ihnen eine Auskunft oder ein Rat erwünſcht ſcheint, ſich vertrauensvoll mit dem Fachlehrer, dem Klaſſenlehrer oder dem Unterzeichneten in Ver⸗ bindung zu ſetzen. Wir empfehlen ihnen, darauf zu achten, daß die Kinder ihre Zeit ver⸗ ſtändig einteilen und die Arbeiten in ſauberer Schrift anfertigen. Rützlich dürfte es ſein, wenn die Eltern von den Klaſſenarbeiten, die, wie ihnen zu Anfang eines jeden Halbjahres be⸗ kannt gegeben wird, an beſtimmten Tagen geſchrieben und zurückgegeben werden, regelmäßig Einſicht nehmen. Bemerken ſie einen erheblichen Rückſchritt in den Leiſtungen, oder erhalten ſie von der Schule eine Mitteilung über irgend welche Mängel, ſo erſuchen wir um Rückſprache, die wir ſtets freudig begrüßen. Indeſſen müſſen wir erwarten, daß die Eltern im Laufe des Schuljahres, ſolange nötigenfalls noch Abhülfe geſchaffen werden kann, nicht jedoch erſt zur Zeit der Verſetzung ſich an uns wenden. Wünſchen ſie Auskunft über Betragen und Leiſtungen in den verſchiedenen Fächern, ſo iſt es gut, wenn der Beſuch vorher ange⸗ zeigt wird.

Der Direktor iſt an den Schultagen Vormittags während der letzten Unterrichtsſtunde auf ſeinem Amtszimmer zu ſprechen, im Sommer⸗Halbjahre von ¼ 12 bis 12 Uhr, im Winter⸗Halbjahre von ¾112 bis ½ 1 Uhr.

Großherzogliche Direktion der Realſchule. K. Henſing.