— 4— 2. Franzöſiſch.
la 1. Molière: Le Misanthrope. 2. E. u. J. De Goncourt: Histoire de la Société française pendant la Révolution et le Directoire(Auszug). 3. Romain Rolland: Jean-Christophe(Auszug). Ib 1. Corneille: Le Cid. 2. Voltaire: Le siècle de Louis Quatorze. 3. Lafonteine: Fabeln. 4. Mérimée: Mateo Falconc. 5. Molière: L'Avare(begonnen). IIa 1 und. 2 1. Sandeau, Mademodiselle de la Seigliére. 2. Scènes de la Révolution Française, herausgegeben von Günther, Leſebogen von Velhagen& Klaſing. IIb 1 und 2 A. Daudet: Tartarin de Tarascon(Velhagen& Klaſing).
3. Engliſch. Ia 1. Shakespeare: Macbeth. 2. Ausgewählte engliſche Proſa. Ib Proben aus 1. Chaucer: Canterbury Tales. 2. Spenser: The Fairy Queen. 3. Shakespeare: Jul. Caesar, Hamlet, Sonette. 4. Milton: Paradise Lost. IIa1 R. Green: The Elizabethan Aera. IIa2 Parrott: Britain Overseas. IIb1 Deutschkron: Shakespeare and the England of Shakespeare.(Aus der Sammlung„Engl. Leſebogen“ von Velhagen& Klaſing). IIb2 Cliffe-Olbrich: Sidelights on Modern England(Verlag Dieſterweg Frankfurt a. M.)
C. Wahlfreie Lehrfächer im Schuljahr 1926.
1. Philoſophiſche Propädeutik.
An dem philoſophiſchen Unterricht nahmen in der Oberprima 8 Schüler, in der Unterprima 15 Schüler regelmäßig teil und zwar in jeder Klaſſe faſt ausſchließlich nur die proteſtantiſchen Schüler.
In beiden Klaſſen wurden hauptſächlich Probleme der Pſychologie, Logik und Erkenntnistheorie behandelt; in der Unterprima mehr die ſubliminaren Aeußerungen der Seele und die genialen Leiſtungen des menſchlichen Geiſtes in der Kunſt, dagegen in der Oberprima mehr die Probleme der Wiſſenſchaftslehre und der Ethik.
Es wurde kein Lehrbuch benutzt. Schüler und Lehrer beſprachen die Dinge in freier Meinungsäußerung. Das Intereſſe und die Beteiligung mancher Schüler war zuweilen recht lebhaft, während andere weder Verſtändnis noch rechten Willen zum Mitdenken mitbrachten, ſodaß eine weitere Ausleſe wohl notwendig wäre.
2. Latein.
IIb Die fünf Deklinationen, esse, a und e-Konjugation. Schriftliche übungen. Teilnehmerzahl 7.
IIa Die iKonjugation, Steigerung der Adjektiva, Bildung der Adverbien, Pronomina, Zahlwörter, konſonant. Konjugation, Kaſuslehre, unregelmäßige Verba der a, e, i- und konſonant. Konjugation, Deponentien. Schriftliche Übungen. Teilnehmer 4. Um die grammatiſche Erkenntnis in geeigneter Weiſe vertiefen und erweitern zu können, erweiſt ſich die zugegebene dritte Unterrichtsſtunde als durchaus notwendig.
Ib Unregelmäßige Verba der vier Konjugationen. Deponentien. Verba anomala. Unregelmäßigkeiten in den einzelnen Deklinationen. Frageſätze. Das Wichtigſte aus der Wortbildungslehre. Schriftliche Übungen.
Ia Wiederholung der Sprachlehre. Das Wichtigſte aus der Satzbaulehre. Ausgewählte Kapitel aus Caesar, Comment de bello Gallico(Buch I. IV. VI) und aus Livius, Ab urbe condita liber XXI. Schriftliche Übungen. Die neuerdings dem lateiniſchen Sprachunterricht lehrplanmäßig zugewieſene dritte Wochenſtunde erweiſt ſich beſonders gegenüber der verſtärkten realunterrichtlichen Einſtellung auf der Oberſtufe als dringend notwendig.
3. Phyſikaliſche Ubungen.
Die phyſikaliſche Arbeitsgemeinſchaft umfaßt Schüler der drei Oberklaſſen in zwei Gruppen, 14 Schüler der Ober⸗ ſekunda und Unterprima und 12 Schüler der Oberprima. In der Form des Kolloquiums wurden im Sommerhalbjahr Vorgänge aus dem Gebiete der Wärme und Optik, im Winterhalbjahr eingehend die Elektrizität behandelt. Quantitative Verſuche, die im Unterricht nicht ausgeführt werden können, wurden angeſtellt. Vorträge, in der Mehrzahl von dem Leiter, aber auch von Schülern wurden gehalten, Himmelsbeobachtungen gemacht und die neueſten techniſchen Anwendungen beſprochen
und ihre phyſikaliſchen Grundlagen erörtert. 3 4. Chemiſche Ubungen.
In la beteiligten ſich 14 Schüler. Dauer 2 Wochenſtunden im Sommerhalbjahr. Verſuche wurden aus dem Gebiet der anorgan. Chemie und organ. Chemie angeſtellt. Ein freiwilliger Vortrag eines Schülers über einen Gegenſtand aus dem Gebiet der organ. Chemie wurde gehalten.
In Ib nahmen im Sommerhalbjahr 20 Schüler in 2 Gruppen, jede 2 Wochenſtunden, teil. Verſuche aus dem Gebiet der anorgan. Chemie und Erklärung und Unterſuchung wichtiger Mineralien.
In IIa wurden im Unterricht abwechſelnd einzelne Schüler zur Ausführung leichter einfacher Verſuche herangezogen.
5. Biologiſche Ubungen.
Die Zahl der Teilnehmer betrug 5 Schüler der IIb 2. Der Unterrichtsſtoff war: Mikroſkopiſche Unterſuchungen über Bau von Pflanze und Tier.


