an dem wahlfreien Zeichenunterricht(Oberreallehrer Walther) 6 Oberſekundaner. Der wahlfreie Unter⸗ richt in der Einheitskurzſchrift(Prof. Schwarzſchild) zählte aus IIIb 13, aus IIIa 14, aus IIb 13 Teilnehmer. Im Handfertigkeitsunterricht(Schreinerei), der unter Leitung des Studienrats Fiſcher ſtand, wurden 7 Schüler aus IIIb, 7 aus IIla und 13 aus IIb unterwieſen. In das Schülerorcheſter, das im Januar 1929 wieder eingerichtet wurde, traten 18 Schüler ein. In dem Schülerſtenographenverein wurde ein Redeſchrift⸗ und Diktatkurſus von Prof. Schwarzſchild und ein anderer Fortbildungskurſus von dem Oberprimaner Gräf abgehalten.
Die zu Oſtern 1923 gegründete Buchhilfe wurde auch im verfloſſenen Schuljahr weitergeführt und von faſt allen Schülern, beſonders von denen der mittleren und oberen Klaſſen, ſtark benutzt. Der Beſtand an Büchern verringerte ſich etwas, weil eine Anzahl von Büchern, die im Unterricht nicht mehr benutzt werden, ausgeſchieden wurde. Durch eine Reihe von Neuanſchaffungen, beſonders durch Aufnahme neu eingeführter Bücher, wurde der nahezu 3000 Bände betragende Beſtand ergänzt.
4. Prüfungen und Beſichtigungen. Der ordentlichen Reifeprüfung, deren ſchriftlicher Teil am 31. Januar begann, unterzogen ſich 11 Oberprimaner. Die mündliche Prüfung fand unter dem Vorſitz des Direk⸗ tors am 26. Februar ſtatt. Sämtliche Abiturienten konnten für beſtanden erklärt werden.
Am 17. Oktober beſuchte Miniſterialrat Glückert die Anſtalt und wohnte dem Unterricht in mehreren Klaſſen bei.
5. Spiel, Sport, Wanderungen. Auch im abgelaufenen Schuljahr wurden, ſolange es die Witte⸗ rung irgend erlaubte, wöchentlich viermal Spielnachmittage auf dem uns freundlich zur Verfügung ge⸗ ſtellten Sportplatz des Turnvereins auf der Roſenhöhe abgehalten.
Für den regelmäßigen Schwimmunterricht, der unter der Leitung des Studienrats Dr. Weber ſtand, war wieder die Klaſſe IIIb beſtimmt. Sämtliche Schüler dieſer Klaſſe— 18— nahmen daran teil. 10 konnten bei Beginn des Unterrichts ſchon ſchwimmen, die übrigen 8 haben ſich im Laufe des Jahres freige⸗ ſchwommen. Die Einrichtung hat ſich ſehr bewährt und ſoll auch für die nächſtjährige Untertertia beibehalten werden.
An den Reichsjugendwettkämpfen, die im Auguſt und September ſtattfanden, beteiligten ſich im ganzen 68 Schüler. Von dieſen konnten 4 die Ehrenurkunde des Herrn Reichspräſidenten und 35 die Ehren⸗ urkunde des Deutſchen Reichsausſchuſſes für Leibesübungen erringen. Durch die Urkunden des Herrn Reichs⸗ präſidenten wurden ausgezeichnet: Hans Winter Ib, Fritz Hillesheimer Ila, Otto Ranft IIb und Hans Geſſer V.
Bei den örtlichen Jugendwettkämpfen, die am 21. September im Beiſein des Herrn Ober⸗ bürgermeiſters abgehalten wurden, ſiegte eine 400 m⸗Staffel unſerer Schule und ſicherte ſich Kurt Stein IIb in den Einzelkämpfen einen erſten Platz. Im Winterhalbjahr nahm eine Handballmannſchaft unſerer Anſtalt an den unter Offenbacher Schulen veranſtalteten Wettkämpfen teil. Das Endergebnis ſteht noch aus.
Der Tagesausflug fand am 21. Auguſt ſtatt. Alle Klaſſen gingen nur einen Tag. Das Wetter, das an den vorhergehenden Tagen Neigung zur Gewitterbildung gezeigt hatte, war frühmorgens ſchön und ſonnig. Leider entwickelten ſich aber im Laufe des Vormittags ſtarke Gewitter, die in manchen Gegenden heſtige Regen⸗ güſſe mit ſich brachten, ſo daß einzelne Klaſſen im ſtrömenden Regen wandern mußten. Geſundheitliche Schä⸗ digungen traten aber zum Glück nicht ein.
6. Schulfeiern und beſondere Veranſtaltungen. Zur Eröffnung des Schuljahres fand am 24. April eine ſchlichte Feier in der Turnhalle ſtatt, bei der Direktor Dr. Müller und Prof. Hartmann zu den Schülern ſprachen. Am 11. Auguſt wurde die Verfaſſungsfeier(Redner: Studienrat Dr. Weber), am 24. November die Totengedenkfeier(Redner: Prof. Kron) begangen. Alle dieſe Feiern wurden durch Vor⸗ träge des Schülerchors unterſtützt. Am 22. März ſollen in einer öffentlichen Schlußfeier die Abiturienten entlaſſen und zugleich das Andenken Schuberts durch entſprechende muſikaliſche Darbietungen der Schüler geehrt werden.
Einer dankenswerten Anregung des derzeitigen Denkmalpflegers der Provinz Starkenburg, des Herrn Prof. Dr. Behn, folgend, beſuchten unter Führung des Direktors und mehrerer Herren des Lehrkörpers die Klaſſen lIa— IIa am 11. Mai die Ausgrabungsſtätte desalten Kloſters Lorſch. Herr Prof. Behn, der die Ausgrabungen leitete und ſchon beinahe zu Ende gebracht hatte, bot an Ort und Stelle in lebendigem


